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Schön bis in den Tod| Kritik 3/10

Kinostart
01.07.2010



Handlung

Kaum ein Jahr ist es her, da war die Welt der Theta Pi Gemeinschaft noch in Ordnung. Da war Theta Pi noch das Haus auf dem Nobel-Campus, denn es beherbergte die sechs wildesten und beliebtesten Party Girls. Eine einzige Nacht änderte ihr ganzes Leben: Als die Studentinnen hören, dass Garett (Matt O'Leary), der Freund ihrer Zimmergenossin Megan (Audrina Patridge), diese betrogen hat, beschließen sie, ihm einen Denkzettel zu verpassen und ihn zu bestrafen. Der Plan ist schnell gefasst: Sie inszenieren den Selbstmord der unglücklichen Megan, um Garrett zu Tode zu erschrecken. Sie überreden ihn, dass die Leiche verschwinden muss. Gemeinsam fahren sie an einen einsamen See. Dort wollen sie Megan ins Wasser werfen und sofort wieder verschwinden. Später – wenn sie Garrett zurückgebracht haben – wollen sie Megan wieder abholen. Aber es kommt alles anders. Da die "Leiche" nicht untergehen will, rammt Garrett in voller Panik Megan eine Brechstange in die Brust, damit die Luft entweichen kann. Fassungslos sehen die Freundinnen, wie Garrett seine Freundin umbringt. Die Lektion, die sie ihm verpassen wollten, verwandelt sich in einen blutigen Alptraum. Sie ziehen den leblosen Körper aus dem Wasser und verstecken ihn in einer verlassenen Mine. Dann schwören sie, niemandem nur ein einziges Wort von dem Vorfall zu erzählen. Doch der Plan geht nicht auf: Es scheint jemanden zu geben, der alles beobachtet hat und nun den Freundinnen zu Leibe rückt.


Filmkritik | Schön bis in den Tod

Varianten um besonders schön und wenig sinnvoll zu sterben, gibt es in Pete Goldfingers (bekannt durch „Piranha 3-D“) und Mark Rosmans („Der perfekte Mann“) gemeinsamen Drehbuch zu Genüge. Oder auch: Fast schon zu viele.

An erster Stelle sollte gesagt sein, dass es sich bei dem klassischen Horror-Splatter-Schinken um ein Remake des amerikanischen Slashers „The House on Sorority Row“ (aus dem Jahre 1983) handelt. Und auch wenn diverse Handlungsänderungen eingefügt wurden, hört die Originalität des Filmes leider dennoch direkt nach dem Vorspann auf.

Eines schien Rosman und Goldfinger bei „Sorority Row“, so der Original-Titel, besonders wichtig zu sein: Dass auch besonders viel Blut auf möglichst verschiedene Art und Weisen fließt. Somit sind die knapp 100 Filmminuten gefüllt mit wenig nachvollziehbaren Tötungszufällen oder auch sinnlosen Morden: Etwa wenn zum fünften Mal ein Außenstehender spektakulär und brutal sein Leben lassen muss, obwohl er überhaupt nichts mit der eigentlichen Filmhandlung zu tun hat. Da kommt schnell das Gefühl des „Ich bin nur da, um zu sterben“ auf. Das tut dem Spannungsbogen ebenso „gut“ wie dem Überraschungseffekt, denn beides ist schlichtweg nicht vorhanden.

Des Weiteren kann der Film auch nicht mit der Besetzung überzeugen. Hier wurde das Augenmerk leider komplett auf das Aussehen, und weniger auf das Talent der fünf Hauptdarstellerinnen gelegt. Da passt dann auch der deutsche Filmtitel: „Schön bis in den Tod“. Trotz aller Versuche dennoch irgendwie sympathisch oder leistungsstark zu spielen, misslingt dies den jungen Schauspielerinnen komplett. Einzig „Star Wars“-Star Carrie Fisher vermag einem ein kurzes Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. Allerdings nur des Widererkennungswertes wegen. Ansonsten reiht auch sie sich ohne zu zögern in die Reihe der Farblosen ein.

Die einzige Farbe, die der Film „Schön bis in den Tod“ aufzuweisen vermag ist also rot: Bei überzogen klischeehaften „Mord in den Gemeinschaftsduschen“ oder „auf der Jagd im dunklen Wald“ Szenen. Und natürlich dürfen auch die obligatorischen Stolperfallen für die schöne Flüchtende nicht fehlen.

Leider lässt sich „Schön bis in den Tod“ schon mit drei Worten auf den Punkt bringen: Vorhersehbar, langweilig und schlecht. Es fehlt selbst der kleinste Funken Spannung und an den schönen Darstellern hat man sich bereits nach wenigen Minuten satt gesehen. Noch nicht einmal beim ersten Drittel des Filmes sucht einen schon der Drang heim, einfach aufzustehen und seine Zeit mit etwas Sinnvollem zu verbringen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Schön bis in den Tod

© Concorde Filmverleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Stewart Hendler

Darsteller
Adam Berry, Audrina Patridge, Briana Evigan, Jamie Chung, Julian Morris, Leah Pipes, Margo Harshman, Matt O'Leary, Rumer Willis

Genre
Horror, Thriller
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Sorority Row




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