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Schock Labyrinth 3D| Kritik 1/10

Kinostart
13.05.2010



Handlung

Ein Familienausflug endet auf grausame Weise: Unter mysteriösen Umständen verschwindet das Mädchen Yuki im Geisterhaus eines Vergnügungsparks, in das sie sich mit ihren Freunden eingeschlichen hatte. Zehn Jahre später kommt es zu einem unbegreiflichen Wiedersehen mit der Clique von damals. In der Wohnung von Motoki und Rin, bei denen auch Ken zu Besuch ist, kollabiert die völlig verstörte Yuki und wird von ihren Freunden ins Krankenhaus gebracht. In der merkwürdig labyrinthischen Klinik versinkt die Gruppe tiefer und tiefer in das gemeinsame Kindheitserlebnis, als sich das verlassene Gebäude als das Schreckenshaus von damals herausstellt. Yuki erwacht aus der Bewusstlosigkeit und zieht die Jugendlichen im Laufe der Nacht in eine geisterhafte Spirale aus Erinnerungsfragmenten und Zeichen einer drohenden Katastrophe.


Filmkritik | Schock Labyrinth 3D

Ein weiterer bizarrer Japan-Horror Streifen von dem einstmaligen Klassenprimus des Genres Takashi Shimizu, schließlich lehrte er uns nicht nur mit "Der Fluch" das Gruseln. Mit "Schock Labyrinth 3D" verhält es sich nun aber so: Man stelle sich vor, man säße im Kinosaal und es würde unverhofft "Big Mamas Haus 3", diesmal mit Martin Lawrence in allen Haupt- und Nebenrollen gezeigt. Während man den Film am Ende wegen der bereits erwarteten Zahl von Plattitüden und Unlustigkeiten genüsslich zerreisst, erfährt man aus dem Abspann, dass man soeben den neusten Film von Steven Spielberg gesehen hat. So etwas muss erst einmal sacken.

Ob es daran liegt, dass er zu viele Filme mit Sarah Michelle Gellar gedreht hat? Man weiß es nicht. Eins steht jedenfalls fest: "Schock Labyrinth 3D" mit "Der Fluch" zu vergleichen, hieße "24" mit "Rosamunde Pilcher" zu vergleichen. Der Film ist nämlich auf jeden Fall eines ganz sicher - und zwar todlangweilig. Dazu trägt nicht nur das uninspirierte Drehbuch, sondern auch ganz entscheidend die unoriginelle Inszenierung und die leider recht unfähige Darstellerriege bei. Zuweilen fühlt sich Schock Labyrinth wie eine Wiederaufnahme der ja nicht abschließend beendeten "Der Fluch" Storyline an, aber eben mit unterirdischen Schauspielern, kaum vorhandenem Grusel und mickrigen 3D Effekten, die zudem alles in einen dichten Nebel hüllen, welcher aber leider mit dem berühmten Nebel Carpenters rein gar nichts gemein hat.

Stichwort 3D Technik: Leider erscheinen immer wieder Filme, die dazu angetan sind, den Ruf der neuen Technik zu schädigen. "Kampf der Titanen" ist so ein Beispiel. Denn schlecht implementierte 3D Effekte verpuffen nicht nur, sondern trüben auch in erheblichem Ausmaß den Filmgenuss. Wenn man dazu noch das Gefühl hat, dass die Effekte nur eingebaut wurden, um die ansonsten müde Geschichte ein wenig aufzupeppen, wird es kritisch. Hier kommt leider beides zusammen. Schlechte Effekte sollen einen schlechten Film retten. Ein hoffnungsloses Unterfangen. Takashi Shimizu hat nicht nur den Ruf des 3D Films beschädigt, sondern auch den des bislang so hoch geschätzten J-Horrors insgesamt. Sei neuester Film beinhaltet, entgegen der Namensgebung, weder ein Labyrinth, noch einen Schock, sondern lediglich viel wortwörtlichen Rauch um Nichts.

Zusammenfassend könnte man es so formulieren: Wer sich schon anfängt zu gruseln, wenn der Überraschungsschlumpf bei „Die Schlümpfe" eines seiner obskuren Pakete verschenkt, für den könnte "Schock Labyrinth 3D" durchaus der richtige Horrorfilm sein. Alle anderen bleiben tunlichst draussen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Schock Labyrinth 3D

© Senator Entertainment AG

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Steckbrief
Regie
Takashi Shimizu

Darsteller
Ai Maeda, Erina Mizuno, Misako Renbutsu, Ryo Katsuji, Suzuki Matsuo, Yuya Yagira

Genre
Horror, Thriller

Tags
Japan
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Herstellungsland
Japan




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