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Sanctum| Kritik 5/10

Kinostart
21.04.2011



Handlung

Das Höhlentaucher-Team um Frank McGuire (Richard Roxburgh) und Carl Hurley (Ioan Gruffudd) macht sich auf, die größte und zugleich unzugänglichste Höhle der Erde zu erforschen. Doch was als sportliche Herausforderung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Alptraum. Als ein Unwetter über das Inselparadies hereinbricht, ist die Gruppe innerhalb kürzester Zeit in den Tiefen der Höhle unter dem Meeresspiegel eingeschlossen. Bedroht von hereinbrechenden Wassermassen und konfrontiert mit der eigenen, aufkommenden Überlebensangst suchen die Taucher nach einem Ausweg aus dem Labyrinth. Die einzige Chance der Wasserhölle zu entkommen, ist ein unterirdischer Fluss, der direkt ins Meer mündet. Doch keiner weiß, wohin sie der gefährliche Trip wirklich führen wird...


Filmkritik | Sanctum

Sanctum (3D) lebt vor allem von seinen ausnehmend schönen Bildern. Durch das vom Produzenten des Filmes James Cameron mitentwickelte stereoskopische 3-D, welches schon in "Avatar" (2009) so erfolgreich zum Einsatz kam, werden die einzelnen Szenen noch einmal aufgewertet. Die ausladend fotografierten Landschaften zu Beginn und im weiteren Verlauf die verstörend engen, aber faszinierenden Höhlengänge wirken auf diese Weise unheimlich plastisch und deutlich eindrucksvoller, was der Atmosphäre des Filmes sehr zugutekommt. Leider haben sich die Macher desselben offensichtlich allzu stark auf die Kraft der Bilder verlassen, die bisweilen sogar von der beinahe nebensächlichen weil klischeebeladenen Handlung ablenken.
Denn nur selten gelingt es dem Film interessante oder mitreißende Momente aus den Figuren heraus zu entwickeln. Zu schablonenhaft ist das Drehbuch von dem Tauchspezialisten John Garvin und dem Dokumentarfilmer Andrew Wight, auf dessen Erfahrungen auch das Drehbuch basiert, geraten. Die Story erinnert in vielerlei Hinsicht an Filme wie das Action-Abenteuer "Vertical Limit" (2000), ohne sich dabei selbst auszeichnen zu können.

Die schauspielerischen Bemühungen leiden sehr unter den oft phantasielosen Dialogen und der Gebundenheit der Figuren an einen dramaturgischen Zweck. Schon nach kurzer Zeit ist der Zuschauer in der Lage diesen zu durchschauen, aus diesem Grunde gelingt es dem Film nur leidlich Spannung aufzubauen. Dazu kommt, dass eigentlich allen Nebenfiguren so gut wie keine Zeit eingeräumt wird und dadurch kaum eine Bindung zum Zuschauer etabliert werden kann. Selbst die problematische Vater-Sohn-Beziehung, die den Mittelpunkt des Filmes bildet, wird folglich sehr plakativ an den Mann gebracht. Das hat zur Folge, dass trotz solider Leistungen von Richard Roxburgh (Frank) und Rhys Wakefield (Joshua) erst zum Ende des Filmes glaubhafte Momente zwischen beiden auftauchen.

Daher ist die Höhle der eigentliche Hauptdarsteller des Films, denn die Kulissen und Aufnahmen der Schauplätze sind außerordentlich gut gelungen. Man ist als Zuschauer in der Regel viel gespannter darauf, zu sehen, was sich hinter dem nächsten Höhlengang befindet, als den exemplarischen Krisen der Protagonisten zu folgen. Diese scheinen ohnehin nur da zu sein, um dem Kinobesucher beispielhaft die einzelnen Gefahren einer solchen Höhlenexpedition vorzuexerzieren. Auf der technischen Seite gibt es jedoch nichts zu bemängeln: die CGI-Effekte sind makellos integriert, die Kamera lässt den Zuschauer die Höhlen hautnah miterleben, besonders die langen Tauchszenen sind technisch perfekt inszeniert und erinnern sehr an James Camerons Klassiker "Abyss" (1989). Insofern wird dem Publikum einiges für die Augen geboten, allerdings darf man beileibe keine Neuerfindung des Genres erwarten. Aber wen dies nicht stört, der kann mit Sanctum (3D) durchaus einen kurzweiligen Ausflug erleben.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Sanctum

© Constantin Film Verleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Alister Grierson

Darsteller
Alice Parkinson, Allison Cratchley, Andrew Hansen, Christopher Baker, Cramer Cain, Dan Wyllie, Ioan Gruffudd, John Garvin, Nicole Downs, Rhys Wakefield, Richard Roxburgh

Genre
Abenteuer, Action, Drama, Thriller
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Australien

Alternativ- bzw. Originaltitel
3D




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