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Salt| Kritik 8/10

Kinostart
19.08.2010



Handlung

Zu Beginn ihrer Karriere legte CIA-Agentin Evelyn Salt (Angelina Jolie) einen Eid auf ihre Ehre und ihr Vaterland ab. Als Salt jedoch von einem Überläufer beschuldigt wird, eine russische Schläferin zu sein, muss sie fliehen. Um einer Verhaftung zu entgehen, das Leben ihres Mannes zu schützen und dabei ihren Kollegen von der CIA immer einen Schritt voraus zu sein, muss Salt sich voll und ganz auf ihre Fähigkeiten und ihre jahrelange Erfahrung als verdeckte Ermittlerin verlassen.


Filmkritik | Salt

Der Charakter der Evelyn Salt war in der ursprünglichen Idee noch als männliche Rolle konzipiert und sollte eigentlich vom erfahrenen Agenten-Mimen Tom Cruise übernommen werden, welcher dann aber angeblich abgelehnt hat. Allerdings halten sich auch hartnäckige Gerüchte, Sony Pictures habe angesichts der schwindenden Attraktivität des Stars lieber eine Geschlechtsumwandlung an der Hauptperson vorgenommen und den Part für Angelina Jolie durchtrainierten Körper maßgeschneidert. Beim Betrachten von „Salt“ wird es wohl kaum jemanden geben, der diesen Schritt kritisieren mag, denn die Jolie zeigt einmal mehr, dass sie das Action-Fach perfekt beherrscht und hier vielleicht sogar ihre beste Adrenalin-Performance abliefert. Bis Sylvester Stallone mit „The Expendables“ demnächst wieder ordentlich Testosteron in die Kinosäle pumpt, ist somit pure Frauenpower angesagt, wenn sich die geheimnisvolle Elite-Agentin Salt durch ein rasantes Katz-und-Maus-Spiel kämpft.

"Salt" ist handgemachte Action der alten Schule. Hier wird gerannt, geprügelt oder von Brücken gesprungen und Regisseur Philip Noyce lässt weder Zuschauern noch Akteuren große Atempausen, bevor er wieder ordentlich auf das Gaspedal tritt. Auf große Kosmetik durch Computer-Effekte wird verzichtet und obwohl die Geschichte um ein russisches Schläfernetzwerk, welches die USA ins Verderben stürzen soll, wie ein angestaubtes Relikt des Kalten Krieges erscheint, wirkt Salt nie altmodisch oder anachronistisch. Der Australier Noyce tummelt sich zu Recht regelmäßig in der filmischen Agenten-Szene und beherrscht das Spionagefach perfekt. Manch kleine Unstimmigkeit im Plot wird mit viel Tempo ausgebügelt, so dass der Gesamteindruck kaum in Mitleidenschaft gezogen wird. Als Zuschauer erahnt man die vielen Wendungen des Films vage, wirklich vorhersehen lassen sie sich aber nicht, denn Jolie und Kollegen haben immer noch eine Überraschung parat. Bei den Letztgenannten fällt vor allem Liev Schreiber mit solidem Auftritt als undurchsichtiger Agentenkollege ins Auge, während Deutschlands Vertreter August Diehl, trotz Empfehlungsschreiben von Brad Pitt nach der Zusammenarbeit an den „Inglourious Basterds“, eher blass bleiben muss. Aber wer kann schon nein sagen, wenn sich eine Hollywood-Produktion in die Vita eintragen lässt und obendrein noch eine Kuss-Szene mit Angelina Jolie herausspringt?

Dass Evelyn Salt wie ihre Kollegen Bond, Bourne oder Hunt mehr als nur einen Auftritt feiern wird, erscheint angesichts dieser kurzweiligen Premiere fast gewiss. Film und Figur hauchen dem Genre neues Leben ein und sind keinesfalls nur eine feminine Variation der Bourne-Filme, die öfters als Vergleich herangezogen werden. Die Agentin Salt weiß genau woher sie kommt oder wo die Reise hingehen soll und es ist richtig spannend, ihr bei diesem Action-Trip zuzuschauen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Salt

© Sony Pictures Releasing GmbH

Kommentare


Roi Danton
08.11.2010, 15:38:07
Agentenfilm mit durchschnittlichen, teilweise sehr unglaubwürdigen Actionszenen, unklare Motivation aller Hauptfiguren und offenem Ende, das eher zu einem Serien-Pilotfilm passt.

Fazit: Meines Erachtens nicht sehenswert, gibt eindeutig bessere Filme aus dem Genre.
Shirabelle
06.09.2010, 01:46:16
Angelina Jolie gefällt mir ausgesprochen gut als Agentin Salt.
Wer brauch bitte James Bond oder Jason Bourne wenn man Evelyn Salt haben kann?

Dieser rasante Action Knaller hat mich voll überzeugt.
Ich jedenfalls freue mich auf den (wahrscheinlich) 2. Teil des Films.

Mehr dazu auf meinem Blog:
http://sonntagsidee.blogspot.com/2010/09/salt-ist-ganz-schon-feurig.html
Pacman
29.08.2010, 21:06:38
Und beherrscht Angelina ihr Actionhandwerk noch? Dass ihr das Drama liegt, hat sie ja in "Der fremde Sohn" bewiesen, wozu dann zurückkehren zu Actionfilmen?

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Steckbrief
Regie
Phillip Noyce

Darsteller
Angelina Jolie, Chiwetel Ejiofor, Kevin O'Donnell, Liev Schreiber, Michelle Ray Smith, Victor Slezak, Yara Shahidi, Zoe Lister Jones

Genre
Action, Thriller

Tags
CIA, Flucht, Polizei
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Herstellungsland
USA




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