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Rumba| Kritik 7/10

Kinostart
06.11.2008



Handlung

Rumba gehört wie Samba zu den lateinamerikanischen Tänzen. Rumba steht für das pralle Leben und die Lieben. Fiona (Fiona Gordon) und Dom (Dominique Abel) sind tagsüber Lehrer an einer Grundschule, sind ein Paar - sowohl ein Tanzpaar als auch ein Liebespaar. Der Film startet wie ein Tanzfilm, aber er bekommt eine tragische Wendung. Eines Nachts kreuzt sich das Schicksal des Paares mit dem eines Selbstmörders. Er will sich von einem Auto überfahren lassen - Fiona und Dom weichen aus - und werden selbst bei dem Unfall schwer verletzt. Nichts ist so wie vor dem Unfall. Fiona ist verkrüppelt und Dom kann sich nur schwer Dinge merken. Aus dem Krankenhaus entlassen, stürzen die beiden sozial ab. Zu allem Unglück verläuft sich Dom und findet nicht zu Fiona zurück. Er landet bei dem ehemaligen Selbstmörder und wird von ihm gepflegt - Fiona ahnt nichts davon. So begibt sie sich auf die Suche nach dem Sterbeort von Dom am Jahrestag des Verschwindens - und findet ihn lebendig wieder.


Filmkritik | Rumba

Der Plot (Erzählkunst) der Geschichte des Filmes von Fiona Gordon, Dominique Abel und Bruno Romy ähnelt mehr einem Schauspiel als einem Film. Es werden Bilder in den Szenen gezeigt, die mehr an Gemälde und Stimmungsbilder erinnern als an einen typischen Hollywoodfilm. Er hat etwas von italienischen Clowns im Zirkus. Auch diesen widerfährt in ihren kleinen Stücken immer Tragisches. Man denkt bei diesem Film an manchen Stellen an den russischen Clown Popow - der Stimmungen über Gesten und Bilder zum Publikum transferieren kann. Man hat den Eindruck, dass man den Film auch gut als Pantomime auf der Bühne darstellen könnte. Die Akteure könnten das ebenfalls leisten, den ganzen Film ohne ein Wort zuspielen, das wäre wahrlich ein interessantes Projekt. Oder als Ballett getanzt.

Der Film ist aber nun einmal ein Film und hier könnte eben auch das Problem liegen - eventuell ist die Form dem Stück nicht gewachsen. Ein Schauspiel und ein Ballett lebt von der Bühne. Diese Ebene erahnt man bei dem Film, sie ist aber nicht da. Das heißt in Ansätzen durch das große Bild im Kino vielleicht doch. Man sollte diesen Film unbedingt in einem guten Kino mit großer Leinwand schauen, so wird man die Feinheiten verlieren. Es gibt Filme, die man ruhig zu Hause auf dem DVD Player sehe sollte. Diesen nicht. Er lebt eben nicht von Dialogen und nicht von Action sondern von poetischen Bildern. Ob der Film sein Publikum im Mainstream finden wird, bleibt abzuwarten. Der Titel "Rumba" könnte auch ein falsche Publikum anziehen, die anschließend enttäuscht aus dem Kino gehen. Ein Titel wie "Betty Blue - 37.2 Grad am Morgen" hätte man dem Film gewünscht.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Rumba

© X Verleih AG

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Steckbrief
Regie
Dominique Abel, Fiona Gordon, Bruno Romy

Darsteller
Bruno Romy, Clément Morel, Dominique Abel, Fiona Gordon, Philippe Martz

Genre
Komödie, Tanzfilm
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Herstellungsland
Belgien, Frankreich




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