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RockNRolla| Kritik 5/10

Kinostart
19.03.2009



Handlung

Die Story von “RockNRolla” spielt in der Londoner Unterwelt: Der kleine Gauner One Two (Gerard Butler) hat, zusammen mit seinem Partner Mumbles (Idris Elba), Schulden bei dem örtlichen Gangsterboss Lenny Cole (Tom Wilkinson). Um nicht früher oder später im Krankenhaus zu landen, hecken die beiden, zusammen mit der attraktiven Buchhalterin Stella (Thandie Newton), einen Plan aus, wie sie möglichst schnell an viel Geld kommen können.


Filmkritik | RockNRolla

Wieder einmal muss ein unbedeutender Kleinkrimineller (anstatt Jason Statham ist es diesmal Gerald Butler) schnell zu Geld kommen, um einen übermächtigen Crimelord zu besänftigen. Wer "König, Dame, Bube, Gras" oder "Snatch" gesehen hat, dem wird nicht nur dieses Story-Konstrukt bekannt vorkommen, auch viele der bereits bekannten Charaktere kehren zurück - nur eben mit anderes Namen.
Lenny ist natürlich wieder so ein widerwärtiger Haudegen, der seine Widersacher an Krebse verfüttert (statt an Schweine, wie das noch bei "Snatch" üblich war). One Two dagegen sollen wir ganz offensichtlich gern haben, denn auch wenn er ein Krimineller ist, so ist er doch im Herzen ein feiner Kerl. Woher wir das wissen? Zum einen dadurch, dass er - im Gegensatz zu Lenny - nicht schlecht von Immigranten redet. Zum anderen durch die beiden Sidekicks, die ihm Regisseur Guy Ritchie an die Seite gestellt hat: Einen Homosexuellen (Tom Hardy) und einen Schwarzen (Irdis Elba). Ganz offensichtlich wurde mehr Wert auf political correctness, als auf eine ausgetüftelte Geschichte gelegt.

Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um den Rock Star und Junkie Johnny Quid (Toby Kebbell). Er ist der "RockNRolla" des Titels. Johnny ist Lennys verkommener Stiefsohn und stiehlt dem Russen, den Lenny und sein Team hereinzulegen gedenken, ein wertvolles Gemälde. Dieser Charakter ist leider so uninteressant und ermüdend, dass er die Handlung quasi zum Erliegen bringt, sobald er in einer Szene zu sehen ist. Ritchie scheint ihn für cool zu halten, anders ist die Zeit, die der Film der Präsentation seiner windigen Gedankenspiele einräumt, nicht zu erklären.
Leider ist der Film angefüllt mit vielen anderen blassen Charakteren, wie z.B. dem korrupten Stadtratsmitglied (Jimi Mistry), dem offenbar Planungsvollmacht über alle Grundstücke Londons übertragen ist. Er erledigt seine Geschäfte mit so einer Mordsangst, dass man sich unwillkürlich fragt, wie er damit so lange unentdeckt bleiben konnte.

Es ist leider nicht zu leugnen - "RocknRolla" ist nach "Swept Away" und "Revolver" bereits der dritte Fehltritt Ritchies in Folge. Rückblickend muss man diesen Film klassifizieren als den gescheiterten Versuch, das grandiose Flair seiner beiden ersten Filme "König, Dame, Bube, Gras" und "Snatch" zurück auf die Leinwand zu bringen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

RockNRolla

© Warner Bros. Pictures Germany

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