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Robin Hood| Kritik 7/10

Kinostart
13.05.2010



Robin Hood: König der Diebe von 1991 war die Robin-Hood-Verfilmung schlechthin. Furiose Action, monumentale Bilder und der charismatische Kevin Costner ließen die Kinokassen klingeln.

Mit "Robin Hood" (vormals Nottingham) kommt 2010 eine Art Nachfolgerfilm in die Kinos. Niemand geringerer als Ridley Scott ("Alien", "Gladiator") hat sich der Regie angenommen.


Handlung

Nach dem Tode König Richards lässt der begnadete Bogenschütze Robin (Russell Crowe) den Krieg gegen die Franzosen hinter sich und kehrt zurück nach England, in ein durch Korruption und einen brutalen Sheriff gebeuteltes Nottingham. Schnell verliebt er sich in die willensstarke Witwe Lady Marion (Cate Blanchett), die anfangs allerdings überaus skeptisch ist, was ihn und seine Beweggründe angeht. Nicht zuletzt um ihre Hand zu gewinnen, versammelt er eine Truppe Gleichgesinnter und gemeinsam mit seinen Männern macht er dem Sheriff einen Strich durch seine gierige Rechnung und macht jagt auf die Reichen, wobei er die Beute an die Armen verteilt. Doch seine von Jahrzehnten des Krieges geschwächte Heimat hält noch eine weitaus größere Aufgabe für Robin parat. So machen sich ausgerechnet dieser unwahrscheinlichste aller Helden und seine Verbündeten auf, einen blutigen Bürgerkrieg zu verhindern und England wieder zu neuem Ruhm und Glanz zu verhelfen.


Filmkritik | Robin Hood

Da ist er wieder - Robin Hood, der Traum einer jeden jungfräulichen Maid und Retter der Strumpfhosenindustrie. Dank Regisseur Ridley Scott, Russell Crowe, Cate Blanchett und Mark Strong entführt der vorbildliche Held auch 2010 wieder in die Wälder von Sherwood Forest und beweist Treffsicherheit. Wer ein Remake anderer Robin Hood-Verfilmungen erwartet, wird allerdings enttäuscht sein: In diesem Film spielt Robert Longstride die Hauptrolle und zeigt, wie alles mit der Legende von Robin Hood begann.

Eine Rolle, die dem Action erprobtem Russell Crowe ("A Beautiful Mind") wie auf den Leib geschrieben ist. Der Robin Hood des 21. Jahrtausends ist nämlich kein sanftmütiger Herzensbrecher, sondern ein durchaus handgreiflicher und aggressiver Verfechter der Gerechtigkeit. Schließlich lebt er in einer dunklen Zeit und hat nicht viel zu lachen. Für die etwas helleren, prickelnden Momente sorgt deshalb Cate Blanchet ("Elizabeth - Das goldene Königreich", "Herr der Ringe"), die doch glatt Skandalnudel Sienna Miller die Rolle vorm gepuderten Näschen weggeschnappt hat. Als Marianne Loxley kann sie erneut beweisen, dass ihr historische Rollen liegen. Allerdings will zwischen ihr und Russell Crowe kein wirkliches Feuer der Leidenschaft entbrennen. Blass bleibt auch der Cast rund um die beiden Protagonisten. Robert Longstride ist so sehr mit Kämpfen beschäftigt, dass kaum Zeit bleibt, um die treuen Begleiter, die u.a. von Mark Strong, Kevin Durand und Oscar Isaac gespielt werden, näher zu charakterisieren. Eigentlich schade, denn besonders die Rolle von Strong birgt viel Potential.

Erwähnenswert ist auch der Soundtrack. Marc Streitenfeld, der schon für Filme wie "American Gangster" die Filmmusik beisteuerte, sorgt auch bei "Robin Hood" für die richtige Untermalung. Niemals vordergründig, aber immer stimmig. Regisseur Ridley Scott, der bereits in "Gladiator" und "Königreich der Himmel" für eine grandiose Optik gesorgt hat, setzt auch in "Robin Hood" das England des 12. und 13. Jahrhunderts kunstvoll in Szene. Blutig, düster, grausam. Nachträglich sogar mit einem 3D-Upgrade im Wert von 8 Millionen Dollar.

Dennoch ist auch ein kampferprobter Held verwundbar und so hat der Film durchaus Schwachstellen. Der Auftakt ist zwar grandios, aber dann lässt die Spannung nach und die Geschichte verfängt sich in langatmigen Nebensächlichkeiten. Die häufigen Überarbeitungen des Drehbuchs fordern hierin eindeutig ihren Tribut. Einzig die facettenreichen Charaktere und das grandiose Finale trösten über den zähen Mittelteil hinweg und machen "Robin Hood" zu einem sehenswerter Film, dessen Weiterführung sicher nicht lange auf sich warten lässt.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Robin Hood

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News

26.02.2009
Cate Blanchett wurde für die Rolle der "Marian" in der Neuinterpretation von "Robin Hood" bestätigt. Der Film sollte vormals "Nottingham" heißen.

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Herstellungsland
Großbritannien, USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Nottingham




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