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Revanche| Kritik 9/10

Kinostart
12.02.2009



Handlung

Der österreichische Film “Revanche” handelt von einem Typen namens Alex (Johannes Krisch), der in einem Wiener Bordell arbeitet. In diesem Etablissement namens Cinderella ist auch die ukrainische Prostituierte Tamara (Irina Potapenko) angestellt. Die beiden wollen weg aus Wien, allerdings haben sie kein Geld. So beschließt Alex eine Bank zu überfallen. Robert (Andreas Lust) ist Polizist des Dorfes, in dem Alex und Tamara die Bank überfallen. Er trifft Tamara auf der Flucht tödlich. Alex taucht bei seinem Opa (Johannes Thanheiser) auf dem Dorf unter, er kann Tamara nicht vergessen, sinnt auf Rache an dem psychisch gebrochenen Robert. Mit der Frau von Robert beginnt Alex eine zufällige Affäre. Der nichts ahnende Robert trifft sich mit Alex an einem See, schildert ihm seine schreckliche Situation. Alex tötet ihn nicht, wirft die Waffe in den See. Doch beendet Roberts Frau die Affäre mit Alex und sieht beim Abschied das Foto von Tamara. Die Zusammenhänge werden klar.


Filmkritik | Revanche

Der Film “Revanche” hat bereits große Vorschusslorbeeren bekommen - und das nicht umsonst. Eindrucksvoll hat der Österreicher Götz Spielmann dieses Drama gestaltet. Er folgt seinen Charakteren mit viel Gefühl für ihre Situation und lässt die Konflikte für den Zuschauer verständlich werden.
In österreichischen Kinos lief “Revanche” bereits vor einem Jahr nachdem er bei der Berlinale 2008 gefeiert worden war. Dort überzeugte er sowohl Kritik als auch die zahlreichen Zuschauer. Mittlerweile ist “Revanche” für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert.

Interessant ist vor allem auch der Ort der Handlung, dieses kleine Dorf, in dem die Emotionen aufeinanderprallen und Verzweiflung unter den Protagonisten stattfindet. Die Bilder sind ebenso klar wie das Dorf einfach ist. Nichts wird beschönigt. Realität ist für den Regisseur in diesem Film besonders wichtig. Verstehen kann der Zuschauer alle Charaktere. Den verzweifelten Alex auf der Suche nach einer Möglichkeit zur Rache. Susanne (Ursula Strauss), die nicht schwanger wird, ein Kind verloren hat und mit dieser Situation nicht fertig wird. Und natürlich ihr Ehemann Robert, der Polizist voller Schuldgefühle, der nicht verkraften kann, einen Menschen getötet zu haben und zu Alex sagt, dass er keine Angst vor Rache habe, “soll er mich doch töten”, meint er.
Doch die Verzweiflung der Menschen driftet nicht ins Melodramatische ab. Der Film ist niemals gefühlsüberladen und wird nie langweilig. “Revanche” erzählt eine Geschichte, welcher der Zuschauer gebannt zwei Stunden lang folgt. Der Film ist absolut beeindruckend, auch durch seine Schauspieler, die alle zu überzeugen wissen. Eine gelungene Kamera und Musik tragen zum kleinen filmischen Meisterwerk, das “Revanche” ist, bei.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Revanche

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Steckbrief
Regie
Götz Spielmann

Darsteller
Andreas Lust, Götz Spielmann, Hanno Pöschl, Irina Potapenko, Johannes Krisch, Johannes Thanheiser, Magdalena Kropiunig, Ursula Strauss

Genre
Drama, Thriller

Tags
Prostitution
Gastkritiken
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Herstellungsland
Österreich




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