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Restless| Kritik 6/10

Kinostart
13.10.2011



Handlung

Annabel Cotton (Mia Wasikowska) ist eine hübsche und charmante junge Frau, die das Leben und die Natur liebt. Gleichzeitig jedoch leidet Annabel an Krebs im Endstadium. Auch das Leben von Enoch Brae (Henry Hopper) ist nach dem Unfalltod seiner Eltern ziemlich aus der Spur geraten. Als sich die beiden Außenseiter zufällig auf einer Beerdigung treffen, stellen sie fest, dass sie die Welt sehr ähnlich und gleichzeitig einzigartig erleben. Als Enoch von Annabels Schicksal erfährt, bietet er mit selbstverständlicher Unbekümmertheit an, Schicksal, Tradition und sogar dem Tod entgegen zu treten und gemeinsam ihre letzten Tage zu verbringen.


Filmkritik | Restless

Es kommt selten vor, dass man nach dem Kinobesuch nicht so recht weiß, ob man den gerade gesehenen Film nun eigentlich gut fand oder eher nicht. Zu dieser seltenen Gattung gehört jedoch zweifelsohne „Restless“, ein Film, der sich irgendwo zwischen offenkundig rührseligem Kitsch und subtiler und etwas düsterer Kunst bewegt. Man kann sich die interessante Melange etwa vorstellen wie eine Mischung aus „Bambi“ und „Pretty Woman“ auf der einen und „The Sixth Sense“, „Donnie Darko“ und ein Schuss Fellini auf der anderen Seite. Diese Kombination ist überaus gewagt, aber künstlerisch gut umgesetzt. Es stellt sich allerdings die Frage, inwiefern eine Solche Mischung Sinn ergibt. Dem gemeinen Kinogänger wird ein mit Geistern sprechender, vermeintlich glücklich verliebter Protagonist, der seine Freizeit am liebsten auf Friedhöfen und mit Beerdigungen verbringt, allerhöchstens ein großes Fragezeichen vor das geistige Auge zaubern können, soviel ist gewiss.

Doch egal, wie absurd Geschichte und Setting auch wirken mögen, „Restless“ ist definitiv einen Blick wert, allein schon aufgrund der Tatsache, dass sich der Film von der doch größtenteils einheitlichen Masse heutiger Veröffentlichung in erfrischender Weise abhebt. „Restless“ bietet viele gute bis sehr gute Ansätze, insgesamt lässt sich jedoch leider festhalten, dass er über diese Ansätze nie richtig hinauskommt. Den Schauspielern kann man an dieser Stelle keinen Vorwurf machen. Beide Haupstdarsteller machen ihre Sache durchweg großartig, sie wirken in jeder Sekunde absolut glaubwürdig. Der große Schwachpunkt offenbart sich etwa nach der Hälfte des Films. Insbesondere Frauen verfügen das Talent, bereits nach relativ kurzer Dauer eines Films dessen Ende vorauszusagen. Doch im Falle von „Restless“ fällt gelingt es ihnen besonders schnell, da der Film nach 45 Minuten sein gesamtes Pulver verschossen hat, einfach nicht mehr mit neuen Ideen aufwarten kann. Das ist einfach nur schade, da „Restless“ – wie bereits erwähnt – über viele gute Ansätze verfügt.

Beide Hauptdarsteller befinden sich, jeweils auf ihre eigene Weise, im Bann des Todes. Sie verlieben sich, streiten und versöhnen sich schließlich wieder. Was am Ende passiert, das ist unvermeidbar. Wie kreativ die Ansätze auch sein mögen, die Geschichte könnte platter kaum sein. Ecken und Kanten sucht man – von der recht morbid wirkenden Gesamtkonzeption einmal abgesehen – leider vergebens.
Eine abschließende Bewertung für „Restless“ zu geben, fällt ziemlich schwer. Mancher Kinogänger wird fasziniert sein von der – auf den ersten Blick – nicht alltäglichen Story, ein anderer wird sich denken, dass ein guter Streifen von Arnold Schwarzenegger mehr erzähltechnischen Tiefgang bietet.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Restless

© Sony Pictures Releasing

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Steckbrief
Regie
Gus Van Sant

Darsteller
Chin Han, Henry Hopper, Jane Adams, Lusia Strus, Mia Wasikowska, Ryo Kase, Schuyler Fisk

Genre
Drama
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Herstellungsland
USA




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