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Resident Evil: Afterlife| Kritik 4/10

Kinostart
16.09.2010



Handlung

The fight must go on! Die Apokalypse, ausgelöst von der Umbrella Corporation, hat fast die gesamte Menschheit mit ihrem Virus infiziert und in mörderische Untote verwandelt. Alice (Milla Jovovich), die auf der Suche nach weiteren Überlebenden ist, macht sich bereit, den skrupellosen Konzern endgültig zu vernichten. Sie begibt sich nach Los Angeles in der Hoffnung, dort für die letzten verbliebenen Menschen eine Oase des Friedens vorzufinden. Doch es ist zu spät! Auch hier haben sich bereits tausende Infizierte ausgebreitet und Alice und ihre Begleiter finden sich in einer scheinbar ausweglosen und tödlichen Falle wieder.


Filmkritik | Resident Evil: Afterlife

Bei Paul W.S. Anderson scheiden sich die Geister (nicht zu Verwechseln mit Paul Thomas Anderson, dem Oscar nominierten Indie-Regisseur von Filmen wie "Magnolia" oder "There Will Be Blood") . Die einen loben ihn als versierten Popcorn-Regisseur, der schnell zur Sache kommt, ein gutes Auge für Action sowie Stil besitzt und der sich vor allem mit populären Filmen, die auf Comic- oder Videospielvorlagen gründeten einen Namen machte. Für andere ist er jedoch kaum mehr als ein überbewerteter Handwerker, der bis auf das Wiederholen von Klischees und Zitaten nichts zu Stande bringt und der zu allem Überfluss noch die Ambition verspürt seine Drehbücher selbst zu schreiben.

Mit Resident Evil: Afterlife bringt er beide oben genannten Fraktionen dazu, sich vor Erregung die Köpfe einzuschlagen. Der Film schreitet im Grunde rückwärts voran und besteht nur aus drei Actionsequenzen. Die Eröffnung stellt dabei so manchen Filmshowdown in den Schatten und bedient sich ungeniert aus dem Actionfundus der "Matrix"-Saga. In der Mitte wird eine nicht unamüsante "True Lies meets Silent Hill" Hommage geboten und am Ende. Nun ja, es endet. Oder eben nicht, auf jeden Fall sollte Regisseur Anderson auch an dieser Stelle nicht vergessen die Tantiemen für die Matrixmacher rechtzeitig zu überweisen. Bis dahin sollte aber ohnehin auch der letzte Verstand, ähnlich wie der Film selbst, auf Zeitlupenmodus gestellt haben. Nicht unbedingt wegen der sinnfreien, überstilisierten und immens übertriebenen Action, sondern wegen den zu tiefst schockierenden und verstörenden Abgründen, die sich dazwischen auftun. Dort, wo eigentlich die Geschichte voran getrieben werden sollte, offenbart sich die wahre Apocalypse. Eine Apocalypse der unglaublich dämlichen Dialoge. Resident Evil war noch nie eine Filmreihe, die mit einfallsreichen Handlungsverläufen oder geschliffenen Dialogen glänzte. Aber was einem Paul W. S. Anderson hier vorsetzt, ist so unfassbar schlecht, so unfassbar unerträglich, dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Aber man muss ehrlich sagen, wäre der Film als Heimkinopremiere erschienen und hätte man es sich in einer Männerrunde mit viel Bier gemütlich gemacht, der Film hätte sich zum unangefochtene Highlight des Abends gemausert. Ein Spaß ohne gleichen, dessen Schwächen zu unfreiwilligen Stärken werden. Wer jetzt denkt, der Film müsse deswegen zumindest vor Selbstironie sprühen, der irrt gewaltig. Resident Evil: Afterlife nimmt sich und seine Charaktere todernst und sieht sich als seriösen Beitrag zum nicht tot zu kriegenden Zombiegenre. Welch Ironie.

Im berauschten Zustand, auf der heimeligen Couch, wenn alles Streben nach Sinn, Vernunft und Logik fallen gelassen wurde, eröffnet der Film sein wahres Potential als selbstverliebte "George A. Romero trifft auf Calvin Klein" Orgie, die mit ihrem nativen und sehenswerten 3D-Effekt zusätzlich für sabbernde Münder sorgen würde. "Würde" wohlgemerkt. Denn leider sehen die Macher den Film als einen seriösen, kinowürdigen Kulturbeitrag, der wohl gemäß ihrer Meinung auch nüchtern zu ertragen sei. Aber dem ist leider nicht so, Mister Anderson.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Resident Evil: Afterlife

© Constantin Film Verleih GmbH

Kommentare


ich bin schockirt!!!
13.12.2010, 23:23:26
ich habe mich noch nie über solche filmkritik soooo lachhaft amüssiert!!! danke an den verfasser. die kritik von orlindo frick ist 1 mld. mal und 2 mld.% zutrefend 3 billione ausrufezeichen! Die milla ist echt tief gesunken mit diesen film schade, peinlich und billig zu gleich.
RaVe
17.10.2010, 17:04:43
Der film ist Absolute rotze Die handlung komplett schlecht die action szenen total übertrieben schlecht gemacht das ganze wird nicht mehr resident evil sondern parasite eve mit dem ersten und zweiten teil war resident evil ja noch ganz ok aber ab da an ging alles berg ab teil drei war mittelmäßig doch der teil ist kompletter nonsense. viel spass beim geldausgeben
hanshann
17.09.2010, 11:12:01
Der Film is Genial. Aktionsequenzen sind sehr gelungen, 3D Effekt überzeugt. Handlung würd ich sagen gibt es aber irgendwie überhaupt keine. Die vielen slow-motions sind total übertriebne, auch wenn sie wegen ihrer guten ausarbeitung zu jeder zeit sehr gut in den film hineinpassen. Gut wiederum: viele shocker-momente. Sehr sehr schlecht ist leider jedoch das Ende. Man hat das gefühl der film höre plötzlich aus heiterem himmel einfach auf. Naja
Fazit: mit bier/männerrunde ein absolutes highlight, auf 3D im Kino ein super Erlebniss. Handlungsmäßig leider ein totaler flop.
17.09.2010, 01:30:55
Also ich habe den Film gesehen und... naja. Die Handlung ist mist. Die ist so schlecht... das verdirbt den Film total. Im Grunde ist es völlig unerheblich was die Schauspieler machen. Spannende Dialoge gibt es natürlich auch nicht. Was bleibt sind ein paar ganz nette Actionsequenzen und gutes 3D. Aber das rechtfertigt letztlich keinen Kinobesuch.

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Steckbrief
Regie
Paul W.S. Anderson

Darsteller
Ali Larter, Boris Kodjoe, Kim Coates, Milla Jovovich, Sergio Peris-Mencheta, Shawn Roberts, Spencer Locke, Wentworth Miller

Genre
Action, Horror, Sci-Fi

Tags
Virus
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Großbritannien, Deutschland, USA


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