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Religulous| Kritik 7/10

Kinostart
02.04.2009



Handlung

Mit "Religulous" entführt uns der US-amerikanische Comedian Bill Maher auf eine Dokumentation der besonderen Art. Maher reißt nahezu um den gesamten Globus und kommt hier in Interviews oder anderen dokumentarischen Szenen mit Angehörigen der verschiedenen Weltreligionen, aber auch Sekten und anderer Andersgläubiger zusammen. Stets den rationalen Denker miment, der sich gänzlich gegen jede Form einer göttlichen Existenz und Religion ausspricht, erfährt Maher so in jedem Land und mit jeder Religion aufs Neue die gleiche Enttäuschung in seinem Weltbild. Auf diese Weise zieht Maher den Kinozuschauer ein ums andere Mal mit in den teilweise riesigen Wahnwitz der Religionen und dem, was die Menschheit heute aus ihnen macht.


Filmkritik | Religulous

Mit "Religulous", einem Wortspiel aus den englischen Begriffen "religious" (religiös) und "ridiculous" (lächerlich), erscheint der neuste Film von Larry Charles auf der Leinwand, dem wir vor wenigen Jahren auch schon die Ausflüge Borats nach Amerika zu verdanken hatten. Und in der Tat dürfte auch jeder Zuschauer, der sich bei Borat schlapp gelacht hat, auch in diesem Film wieder voll auf seine Kosten kommen. Allerdings dürften vielen von ihnen das Lachen auch im Halse stecken bleiben, wenn man als Zuschauer sich wiederholt bei der Fremdscham ertappt, wie Maher teilweise willkürlich auf den Religionen der Welt herumtrampelt.

Dieses Herumtrampeln geschieht in manchen Momenten vollkommen zurecht und zwar stets dann, wenn Bill Maher nicht seine Gesprächspartner von selbst aus lächerlich macht, sondern diese es vielmehr von selbst aus schon tun. Szenen wie das Kreuzigungs-Musical in einem US-amerikanischen, christlichen Themenpark sind schon von sich aus so absurd, das es für den Kinozuschauer wie befreiend wirkt, wenn Maher die Aufführenden ausgiebig veralbert. Leider besitzt Maher bei diesem Handeln jedoch kein ausgeprägtes Taktgefühl. Nicht, dass man dies von einem US-Comedian erwarten würden, allerdings scheint er fast gezielt gewisse Religionen, vorrangig den Islam, lächerlich machen zu wollen. So bleibt von einer Vielzahl der Gläubigen oftmals nur ein auf Abziehbild auf Karikaturenniveau übrig, vor welchen sich Bill Maher ausgiebig profilieren kann und bei dem ihm auch kein Gag zu billig ist. Die Nachbearbeitung in Ton wie Schnitt leisten ihr übriges dazu, um die Diffamierung bisweilen auf die Spitze zu treiben. Markant und für den etwas anspruchsvolles Betracher des Filmes ist es so die Spitze des Übels, dass Maher gerade bei einer Person keine Gags produziert, die selbst hierzulande bekannt und gefürchtet ist: Der niederlänische Rechtspopulist Wilders. Für alle Kinozuschauer knapp über Boratniveau kommt es deshalb neben einigen gelungenen Gags viel zu häufig zum intensiven Kopfschütteln.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Religulous

© Central Film Verleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Larry Charles

Darsteller
Andrew Newberg, Bill Maher, Dean Hamer, Jerry Cummings, Jose Luis De Jesus Miranda, Reginald Foster, Steve Berg

Genre
Dokumentation, Komödie

Tags
Religion
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Budget
2.5 Mio. US-Dollar




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