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Red Riding Hood| Kritik 4/10

Kinostart
21.04.2011



Handlung

Die schöne junge Valerie (Amanda Seyfried) steht zwischen zwei Männern: Sie liebt den grüblerischen Einzelgänger Peter (Shiloh Fernandez), doch ihre Eltern haben bereits ihre Ehe mit dem wohlhabenden Henry (Max Irons) vereinbart. Valerie und Peter wollen ihre Liebe nicht aufgeben und planen eine gemeinsame Flucht, als sie erfahren, dass Valeries ältere Schwester von einem Werwolf umgebracht worden ist, der die Wälder in der Umgebung ihres Dorfes unsicher macht.
Jahrelang haben sich die Menschen mit der Bestie arrangiert – monatlich wurde ihr ein Tier geopfert. Doch unter dem blutroten Mond bricht der Wolf den Waffenstillstand, indem er ein Menschenleben fordert.

Die Dorfbewohner schwören Rache und bitten den berühmten Werwolfjäger Pater Solomon (Gary Oldman), das Untier zu töten. Doch Solomons Ankunft hat unvorhergesehene Konsequenzen, denn er berichtet, dass der Wolf tagsüber menschliche Gestalt annimmt – er lebt wahrscheinlich mitten unter den Menschen im Dorf. Jeder Vollmond fordert ein neues Menschenopfer, und Valerie vermutet allmählich, dass der Werwolf ihr sehr nahe steht.


Filmkritik | Red Riding Hood

Der neue Film der Twilight-Regisseurin Catherine Hardwicke, verbindet als romantischer Horrorfilm Elemente des genretypischen Werwolffilms in teenager-gerechter Aufbereitung, mit Motiven des Rotkäppchen-Märchens. Angesiedelt ist die Geschichte um die Protagonistin Valerie, deren unschuldig-eigensinniges Wesen überzeugend von der schönen Amanda Seyfried verkörpert wird, in einem mittelalterlichen Dorf in den Wäldern.

Während die hölzern-rustikale Dorfkulisse und vor allem die grandiosen Landschaftsaufnahmen zu bestechen wissen, muten Styling und Make-up gerade der männlichen Protagonisten vor diesem Hintergrund doch etwas seltsam an, zu sehr erinnern die gekonnt gegelten Haare des mysteriösen Verehrers Peter an Twilight-Schönling Robert Pattinson aka Edward Cullen, auch die Maske der Frauen scheint dem anachronistischen Umfeld nicht immer angepasst. Auch wirken die Dorfbewohner hölzern und typisiert, die Dialoge teilweise unbeholfen.

Etwas Licht ins Dunkel des ungeschickt agierenden Bauernvolkes bringt da Gary Oldman in seiner Rolle als Father Solomon, der ebenso unbeherrscht wie unbarmherzig Jagd auf den unbekannten Werwolf macht, den er folgerichtig nicht als in den Wäldern lebendes wildes Tier, sondern unter den Dorfbewohnern lebende Bestie vermutet. In gewohnt gekonnter Manier verkörpert Oldman den besessenen Gottesmann eindringlich und authentisch und sticht mit dieser schauspielerischen Leistung hervor. Auch Julie Christie als gütige, aber geheimnisvolle Großmutter ist hervorzuheben, doch bei diesem Trio Seyfried-Oldman-Christie kann man es dann auch bewenden lassen. Ähnlich unbeholfen wie die ungeschliffenen Dialoge wirkt auch der computeranimierte Werwolf, dessen Bösartigkeit durch die Tatsache, dass er mit der Protagonistin sprechen kann, nur bedingt unterstrichen wird.

Von Spannung und Suspense jedoch scheint Hardwicke etwas zu verstehen, bis zum Ende hin bleibt die Dreiecksgeschichte um Valerie und die Frage, wer sich hinter dem unheimlichen Werwolf verbirgt, undurchsichtig, die Handlung hat stehts mehrere Verdächtige aufzuweisen, die Valerie in irgendeiner Form nahe stehen. Wenig überraschend, trotz der Spannungsmomente hinsichtlich der Täterfrage, bleibt jedoch das Ende, das die seit Twilight aktuelle Mädchen-liebt-Monster-Strategie getreu des vampirischen Vorbilds in einem romantischen Happy-End ausklingen lässt, was weiblichen Teenagern Herzklopfen verursachen mag, den Freund des Werwolffilms jedoch unbefriedigt im Kinosessel zurücklässt.

Eine eigentlich vielversprechende Geschichte, die mit den bekannten Motiven des Rotkäppchenmärchens interessant zu agieren weiß, in atmosphärische Bilder gebannt, aber dann doch das gewisse Etwas vermissen lässt, das den Kinobesuch unvergesslich macht. Ein Mädchen-liebt-Monster-Film für Mädchen, die Monster lieben, die Mädchen lieben. Für anderes Zielpublikum als weibliche Teenager scheint der Film wenig geeignet, es sei denn, man will sich eineinhalb Stunden lang an den schönen großen Augen und dem sinnlichen Mund der solide spielenden Amanda Seyfried ergötzen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Red Riding Hood

© Warner Bros. Pictures

Kommentare


aha
12.06.2011, 19:40:27
ja,es ist wirklich gut

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Herstellungsland
USA, Kanada

Alternativ- bzw. Originaltitel
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