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R.E.D. - Älter, Härter, Besser | Kritik 8/10

Kinostart
28.10.2010



Handlung

Früher waren Joe (Morgan Freeman), Frank (Bruce Willis), Marvin (John Malkovich) und Victoria (Helen Mirren) die besten Agenten der CIA, doch nun versuchen sie mit ihrem Ruhestand klarzukommen. Keine Leichte Aufgabe, für Leute die einst ein ausgesprochen aufregendes Leben geführt haben.

Glücklicherweise endet die Monotonie, als sich die CIA dazu entscheidet ihre früheren Top-Agenten zu liquidieren. Sie hetzen den Veteranen eine Horde junger Agenten auf den Hals. Tatsächlich haben die vier Freunde alle Hände voll zu tun, um sich der Killerkommandos zu erwehren.

Aber weil das kein tragbarer Zustand ist, entschließen sich die Veteranen zur Flucht nach vorn. Der Plan ist ein Einbruch in das sicherste Gebäude der Welt, dem CIA-Hauptquartier. Und dabei kommen sie auch noch einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur...


Filmkritik | R.E.D. - Älter, Härter, Besser

Ein Held steckt in jedem von uns… oder auch ein knallharter und gewitzter Geheimagent. Actionhelden mal ganz anders, bringt Robert Schwentkes (bekannt durch „Die Frau des Zeitreisenden“) in seiner rasanten Komödie „R.E.D.“ auf die Leinwand. Und in dieser fürchten die Hauptcharaktere nichts mehr als die Rente. Der Tod macht ihnen eindeutig weniger Sorgen.

Dabei sollte es wohl anders sein, denn alles beginnt mit einem Überfall auf Frank Moses (gespielt von Bruce Willis, bekannt durch „Stirb Langsam“), den vor allem die Einbrecher bitter bereuen. Nichtsdestotrotz findet sich der nach wie vor knallharte, ehemalige Ex-CIAler vor einem Problem wieder, das wohl im besten Actionchaos endet, das zurzeit im Kino zu sehen ist. Besonders überzeugend ist dabei, dass Schwentkes sich zwar aufreibender Effekte und aufregenden Kameraführungen bedient, dieses jedoch nicht ständig so maßlos übertreibt, wie es manch anderer Action-Filmemacher tun würde. Crew und Cast wagen es zudem, die „Helden“ trotz allem Können auch mal schwach zu zeigen. So wird nicht jede Hürde ohne Hilfe genommen und auch nicht jede Kugel trifft direkt ihr Ziel – und das macht das gesamte Werk nicht nur spannend, sondern auch sympathisch und amüsant.

Willis und Co. spielen die alternden Actionhelden dabei vertraut gekonnt und doch auch ganz anders. An seiner Seite finden sich Morgan Freeman („Sieben“) als besonnener Ex-Agent Joe Matheson, Helen Mirren („Ein russischer Sommer“) als knallharte Ex-Killerin Victoria und John Malkovich („Con Air“) als psychisch gestörter Marvin Boggs. Hier fällt vor allem positiv auf, dass das Quartett sich zwar streckenweise gegenseitig an die Wand spielt, dies aber auf so unbewusste Art und Weise tut, dass es sehr charmant auf den Zuschauer wirkt. Ebenso wie die immer wiederkehrenden und gewollten Unterhaltungsspitzen und die Situationskomikmomente, mit denen der Film gespickt ist. Jedoch wurde auch hier nicht übertrieben.

Einzig die typischen Genrestandards wirken ab und an etwas überladen. Die Bösewichte sind manchmal eindeutig etwas zu böse und unterlegen, die Explosionen zu immens und die Attentate zu offensichtlich. Denn natürlich ist das „alte Eisen“ noch lange nicht so eingerostet, wie man am Anfang vermuten mag und hat massenhaft Asse im Ärmel. Verständlicherweise führt das zu einem dicken Ende. Wirklich überzeugend ist dieses allerdings nicht, sondern eher vorhersehbar.

Alles in allem weist „R.E.D.“ aber aufgrund seiner Handlung und der sehr facettenreichen und unterschiedlichen Filmhelden genug Spannungsbögen und Überraschungseffekte auf, um das zu verzeihen. Somit handelt es sich nicht nur um eine wunderbar spannende Actionkomödie für Jedermann, sondern wahrscheinlich sogar um das amüsanteste Actionhighlight des Jahres.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

R.E.D.

© Concorde Filmverleih

Kommentare


Sneak Münster
20.10.2010, 15:42:18
lief gestern in Münster in der Preview.....der FIlm ist der absolute Oberhammer

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