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Public Enemy No. 1 - Todestrieb| Kritik 8/10

Kinostart
21.05.2009



Handlung

Jacques Mesrine (Vincent Cassel) ist in seiner Heimat längst eine Legende und die Medien taufen ihn als „Staatsfeind No.1“. Zusammen mit seinem Kompagnon François Besse (Mathieu Amalric) und seiner Geliebten Sylvie Jeanjacquot (Ludivine Sagnier) ziehen sie eine Spur der Verwüstung durch Frankreich. Mesrine bringt der Staatsgewalt und der Justiz nichts als Verachtung entgegen und sieht sich zunehmend als politisch Verfolgter. Durch immer tollkühnere Raubzüge und Ausbrüche aus Gefängnissen hält er die Medien am Ball. Doch Mesrine gerät immer häufiger in ausweglose Situationen und bemerkt nicht, das sich die Schlinge immer enger um seinen Hals zusammenzieht.

Der erste Teil "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" kam am 23. April 2009 in die deutschen Kinos. Mit "Public Enemy No. 1 - Todestrieb" wird der zweite Teil der Biografie des modernen Robin Hoods weiter erzählt.


Filmkritik | Public Enemy No. 1 - Todestrieb

Im ersten Teil des Films „Public Enemy No. 1“ bekam man mit dem Streifen „Mordinstinkt“ eine klassische Mafia-Geschichte präsentiert. Der neue Kinofilm „Todestrieb“ ist hingegen mit mehr Action gespickt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht das Leben von Jacques Mesrine (Vincent Cassel). Dem Zuschauer wird ein Ausschnitt aus dem bewegten Leben gezeigt, der von den Jahren 1973 bis 1979 erzählt, was gut aufgearbeitet und packend präsentiert wird.

Gerade bei Szenen wie der Flucht von Mesrine aus dem Gefängnis oder den Banküberfällen in Frankreich wird man von der Handlung regelrecht mitgerissen. Mit dem eifrigen Polizisten wird ein fähiger Gegenspieler für Mesrine in Szene gebracht, was deutlich zur Spannung beiträgt. Der Film wird dabei durch das Geschehen der Siebzigerjahre aufgewertet, in der Europa durch linksextreme Gewalt gezeichnet war. Diese geschichtlichen Extras verleihen dem Film einen besonderen Rahmen. Dabei wird verdeutlicht, dass das Handeln von Mesrine nicht von politischen Idealen geprägt ist. Er selbst sieht sich in der Rolle des Revolutionärs, was aber als Realitätsverlust entlarvt wird. Die Taten von ihm werden eher durch den Drang motiviert, ständig in den Medien vertreten zu sein.

Die Darstellung von Mesrine gelingt dem Regisseur Jean-François Richet eindrucksvoll. Stets zeigt sich Mesrine wortgewandt und demonstriert seine Intelligenz in guten Gesprächen und Zitaten. Mesrine legt aber auch eine stets wachsende Arroganz an den Tag und glaubt, dass die ganze Welt nach seiner Pfeife tanzt. Etwas schade ist, dass man schon früh im Film weiß, dass der Protagonist sterben wird, denn in Mesrines brenzligen Situationen kann man sehen, dass er seinen eigenen Tod voraus ahnt. Weiterhin zeigt der Streifen dahingehend Schwächen, dass Richet versucht, zu viele Details im Film unterzubringen, womit man sich stellenweise überfahren fühlt.

Fazit: Der zweite Teil ermöglicht eine eindrucksvolle Betrachtung des Hauptdarstellers. So werden die verschiedenen Seiten von Mesrine, nämlich seine brutalen, menschenverachtenden Triebe, sowie auch seine lustigen Anwandlungen hervorragend umgesetzt. Um bei diesem Kino-Spektakel richtig mitfiebern zu können, wird allerdings empfohlen, dass man den ersten Teil gesehen hat. Der Grund dafür liegt darin, dass das relativ komplexe Bild des einstigen französischen Staatsfeindes Nr. 1 als Double-Feature angelegt wurde, womit der zweite Film stark auf den Ersten aufbaut.


Filmkritik von Gastautor

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Public Enemy No. 1 - Todestrieb

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Herstellungsland
Frankreich, Kanada

Alternativ- bzw. Originaltitel
Public Enemy No. 1: Part 2


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