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Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt| Kritik 8/10

Kinostart
23.04.2009



Handlung

Der Name Jacques Mesrine dürfte hierzulande nur Wenigen geläufig sein - in der frankophonen Welt wurde der legendäre Schwerverbrecher, dessen Karriere 1979 in Paris im Kugelhagel von Scharfschützen tödlich endete, zu einer Kultfigur und errang den Ruf eines modernen Robin Hoods.
Mesrines Biografie beginnt mit seiner Rückkehr aus dem Krieg in Algerien 1959. In den darauf folgenden Jahren durchläuft er einen beispiellosen kriminellen Werdegang, der ihn zum Staatsfeind Nummer 1 werden lässt. Wie kaum ein Verbrecher vor ihm, verstand sich Jacques Mesrine auf die Kunst der Selbtsinszenierung und wurde von vielen sogar als Revolutionär gefeiert. "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" basiert auf Jacques Mesrines Autobiographie, die er bei seinem letzten Gefängnisaufenthalt verfasste, bevor er sich der Haft durch einen Ausbruch entzog.


Filmkritik | Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt

Beginnend mit dem Tod des von Vincent Cassel furios dargebotenen Jacques Mesrine, erzählt Jean-François Richet ein packendes, bleihaltiges Drama, das von der ersten Sekunde an zu fesseln vermag. Auch wenn der Plot - wie bei einer Biografie nicht anders zu erwarten - einigermaßen linear verläuft, so lässt sich der Film immer wieder Zeit für Verschnaufpausen, um das Innenleben der Protagonisten genauer betrachten zu können, was "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" auf ein völlig anderes erzählerische Niveau bringt, als z. B. "Der Baader Meinhof Komplex", dessen zu starke Faktenverliebtheit und strenge Chronologie den Zuschauer schnell ermüden lassen. Richet verlässt sich hier eher auf authentische und facettenreiche Charaktere, die schauspielerisch meisterhaft umgesetzt werden. So erzählt er nicht einfach das Leben Mesrines nach, sondern versucht in erster Linie, seiner Hauptfigur Leben und Komplexität zu geben, ohne selbst eine Wertung zu geben.

Es geht Richet weder um Entzauberung, noch um Idealisierung und er kreiert dabei - scheinbar im Vorübergehen - einen perfekten Genrefilm, weil er auf die starre Erzählstruktur vieler Biopics verzichtet und eher die Elemente eines guten Dramas verwendet. Technisch ohne Fehl und Tadel und durch die Brillanz seiner Hauptdarsteller getragen, ist der Film mehr als die bloße Biografie eines zweifellos charmanten, aber auch brutalen und egomanischen Kriminellen, sondern fesselndes Unterhaltungskino in der besten Tradition des französischen Gangsterfilms. Dass "Public Enemy No. 1" aufgrund seiner monumentalen Länge in zwei Teile aufgeteilt wurde, ist dabei zu verschmerzen. Die Fortsetzung folgt am 21.05.2009 mit dem Titel Public Enemy No. 1 - Todestrieb.


Filmkritik von Gastautor

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Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt

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Herstellungsland
Frankreich, Italien, Kanada

Alternativ- bzw. Originaltitel
Public Enemy No. 1: Part 1


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