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Prince of Persia - Der Sand der Zeit| Kritik 7/10

Kinostart
20.05.2010



1989 hat die Spieleschmiede Brøderbund das Plattformspiel "Prince of Persia" auf den Markt gebracht. Für damalige Verhältnisse ein überaus erfolgreiches und grafisch prächtiges Spiel. Erfolgreich genug, dass bis 2007 neun weitere Teile erschienen sind. Im ersten Spiel war es die Aufgabe des Spielers, des Prinzen, den Wesir und Tyrannen Jaffar zu töten, bevor er des Prinzen große Liebe, die Prinzessin, heiratet. Im Großen und Ganzen hat sich von der Handlung in den einzelnen Teilen der Spieleserie nicht viel verändert. Jedesmal durchstreift der Prinz die gefährlichen und fantastischen Landschaften des antiken Orients, um den Bösewicht der jeweiligen Zeit zur Strecke zu bringen. In immer besserer Grafikpracht, versteht sich.

Unter dem Titel "Prince of Persia: Sands of Time" (der Titel eines der späteren Spiele) soll die Spieleserie verfilmt werden. Ausführender Produzent ist Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik"), für beeindruckende Bilder dürfte also gesorgt sein. Das Drehbuch stammt vom Spieledesigner Jordan Mechner und vom Filmemacher Jeffrey Nachmanoff ("The Day After Tomorrow").


Handlung

Persien im sechsten Jahrhundert. Im Reich unsterblicher Abenteuer und Legenden werden ein neuer Mythos und eine große Liebe geboren. Nicht der Zufall, sondern die Vorsehung führt den charismatischen Draufgänger Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) und die bildschöne, selbstbewusste Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) zusammen. Gemeinsam überwinden sie anfängliche Abneigungen und bilden einen Bund gegen das Böse, das im Verborgenen seine Kräfte sammelt. Nizam (Ben Kingsley), der machthungrige Bruder des Königs, strebt nach dem Thron, Scheich Amar (Alfred Molina) nach unvorstellbarem Reichtum. Alle Wünsche erfüllen könnte ein ungewöhnlicher Dolch, der Dastan in die Hände fällt. Im Abenteuer ihres Lebens, so gefährlich wie aufregend, versuchen Dastan und Tamina, diesen geheimnisvollen Schatz vor dunklen Mächten und skrupellosen Killern in Sicherheit zu bringen. Denn der Besitzer des Dolchs kann den im Griff versteckten magischen Sand der Zeit freisetzen, damit die Zeit zurückdrehen und die Welt beherrschen.


Filmkritik | Prince of Persia - Der Sand der Zeit

Videospiel-Adaptionen sind ein Thema für sich und in der Vergangenheit selten gelungen. Einzig "Silent Hill" war eine sehenswerte Spieleverfilmung und genau die bekommt jetzt mit "Prince of Persia: Der Sand der Zeit" ernsthafte Konkurrenz. Zu verdanken ist das nicht nur Regisseur Mike Newell und Produzent Jerry Bruckheimer, sondern auch Jordan Mechner, dem Macher der Prince of Persia-Spielereihe, der am Drehbuch mitgewirkt hat.

Jake Gyllenhaal, bekannt aus "Brokeback Mountain" und "The Day After Tomorrow", macht sich in der Rolle des Prinz Dastan hervorragend. Er rennt, springt und kämpft und präsentiert dabei seinen eigens für den Film gestählten Oberkörper. Ein Augenschmaus für die weibliche Besucherschar. Aber auch die Herren der Schöpfung bekommen mit Gemma Arterton in der Rolle der Prinzessin Tamina etwas geboten. Ihre Figur ist allerdings zwiegespalten und schwankt ständig zwischen Powerfrau und hilflosem Häschen. Nett anzusehen, mehr aber auch nicht. Etwas enttäuschend ist auch er große Sir Ben Kingsley als König und Vater von Jake Gyllenhaal. Schauspielerisch eindeutig unterfordert, denn das Skript lässt ihm nicht viele Möglichkeiten vor der Kamera zu glänzen.

Dennoch: Der Film entführt in eine märchenhafte Welt, die Sets sind atemberaubend. Der 2010er Prinz erinnert ein wenig an einen modernen Indiana Jones, ist statt mit einem Hut aber mit einem Säbel bewaffnet. Langeweile kommt keine auf, denn die Story ist stimmig und das Erzähltempo recht ordentlich. Wie schon bei der "Fluch der Karibik"-Trilogie setzen Newell und Bruckheimer auf Humor, besonders in Form von Alfred Molina als Scheich Amar, und jeder Menge Spezialeffekte.

Auch wenn ein Jake Gyllenhaal einem Johnny Depp nicht das Wasser reichen kann, ist "Prince of Persia: Der Sand der Zeit" in jedem Fall ein Highlight im Kinojahr 2010 und erinnert an die gute alte Zeit, als man auf GameBoy und Co. noch selbst in die Rolle des Prinzen geschlüpft und der Prinzessin zu Hilfe geeilt ist. Trotz aller Spieleverfilmungen-Klischees: Unbedingt ansehen und in die fantastische Welt aus 1001 Nacht entführen lassen!


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Prince of Persia - Der Sand der Zeit

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Prince of Persia - Poster

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Kommentare


Gast
14.04.2012, 05:28:16
"Etwas enttäuschend ist auch der große Sir Ben Kingsley als König und Vater von Jake Gyllenhaal."

Ben Kingsley ist im Film weder König noch Jake Gyllenhaal´s Vater.

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News

15.09.2008
Jetzt ist es amtlich. Laut den "Walt Disney Studios" wird der Schauspieler Jake Gyllenhaal wird die Rolle des Prinzen in dem Abenteuerfilm "Prince of Persia" nach dem gleichnamigen Computerspiel übernehmen. Vor Mitte 2009 ist jedoch nicht mit dem Film zu rechnen.
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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Sands of Time




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