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Predators| Kritik 5/10

Kinostart
08.07.2010



Handlung

Royce (Adrien Brody) ist der Anführer einer Gruppe von Elitesoldaten, welche sich unerwartet auf einem fremden Planeten wiederfindet. Anscheinend wurden die Männer entführt, um einer neuen Art von Predator-Brut als Beute zu dienen. Aber die Elitesoldaten sind ebenfalls eiskalte Killer und sie versuchen ihrem drohenden Schicksal zu entkommen. Die Jagd beginnt abermals...


Filmkritik | Predators

Wenn ein kreativer Geist wie Robert Rodriguez für ein Projekt verantwortlich zeichnet, sind die Erwartungen des geneigten Publikums schon im Vorfeld groß und so wurde die Fortsetzung der Predator-Filme bereits sehnsüchtig erwartet. Auch die Verantwortlichen bei Fox dürften sich einiges versprochen haben, als sie Rodriguez den Auftrag gaben, eine alte Drehbuchidee wieder aufzugreifen, die schon in den 90ern für ein Sequel mit dem Ur-Predator-Jäger Schwarzenegger gedacht war. Vielleicht hätte der vielbeschäftigte Rodriguez diese Arbeit dann nicht dem jungen Nimrod Antal überlassen sollen, der seit seinem Erstlingserfolg „Kontroll“ nicht mehr wirklich zu überzeugen wusste und auch mit „Predators“ über weite Strecken enttäuscht.

Der Einstieg in die Handlung verheißt noch einige Spannung und vor allem die altbekannte Dschungelumgebung aus "Predator" weckt angenehme Erwartungen, die dann aber kontinuierlich mit jeder Filmminute dahinschwinden. Obwohl eigentlich immer etwas auf der Leinwand passiert, der übliche Exitus unter den Darstellern umgeht und auch an Explosionen und Ballereinlagen nicht gespart wird, erscheint das Filmtempo erschreckend langsam. Mit Dialogeinschüben soll den Kämpfern und Gangstern im Dschungelcamp der außerirdischen Jagdgesellschaft eine gewisse Tiefe verliehen werden, was den Film ohne jeden Mehrwert allerdings nur weiter abbremst. Auch bei Action und Effekten kommt „Predators“ nicht auf der Höhe der Zeit an und wer angesichts der FSK 18-Einstufung auf eine Schau blutiger Einlagen wartet, wird ebenfalls enttäuscht. Insgesamt bleibt der Eindruck eines hölzern und zäh wirkenden Films zurück, dessen gutes Grundkonzept eine erheblich bessere Umsetzung verdient gehabt hätte.

Auch der beliebte Schachzug der Filmemacher, einen Charaktermimen für das Actionfach zu gewinnen, um ein breiteres Publikum anzusprechen, geht hier nicht auf. Oscargewinner Adrien Brody bleibt mit seiner Darstellung des Söldners Royce zwar im Gedächtnis hängen und kann nach einigen Fitness-Einheiten im Vorfeld der Produktion auch als glaubwürdiger Recke durchgehen, aber zum Tragen des Films reicht es am Ende nicht. Alice Braga an seiner Seite wird nach „I Am Legend“ und „Stadt der Blinden“ mit „Predators“ ihre aufstrebende Hollywood-Karriere sicherlich nicht behindern und dürfte dem Zuschauer künftig öfters begegnen. Der Part von „Matrix“-Star Laurence Fishburne gerät dagegen zur albernen und mehr als überflüssigen Einlage, die wie eine schlechte Persiflage seines „Matrix“-Charakters wirkt. Am Ende kann sich der fünfte Predator-Film unter seinen Vorgängern im Mittelfeld platzieren, allerdings mit leichter Tendenz nach unten. Für ein Kräftemessen mit „Predator“ oder „Predator 2“ reicht es aber bei Weitem nicht.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Predators

© 20th Century Fox

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