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Planet 51| Kritik 5/10

Kinostart
03.12.2009



Handlung

Der amerikanische Astronaut Captain Charles „Chuck“ Baker denkt, er wäre der erste Mensch, der einen Fuß auf den Planeten 51 setzt. Zu seiner Überraschung muss er feststellen, dass der Planet von kleinen grünen Männchen bewohnt wird, die ein glückliches Leben mit Barbecue-Partys und weißen Lattenzäunen führen, das an das fröhliche und unschuldige Amerika der 1950er erinnert. Ihre einzige Angst ist, dass sie von außerirdischen Eindringlingen überfallen werden – Eindringlingen wie Chuck!

Mit der Hilfe seines Roboterkameraden „Rover“ und seinem neuen Freund Lem, muss sich Chuck seinen Weg durch die schillernde und verwirrende Landschaft von Planet 51 bahnen, um dem Schicksal zu entkommen, ein Ausstellungsobjekt im „Weltall-Museum der außerirdischen Eindringlinge“ auf Planet 51 zu werden.


Filmkritik | Planet 51

Was bedeutet hier außerirdisch? Und wer sind die Einheimischen? Der Mensch sehnt sich offensichtlich immer wieder nach einem glorreichen Treffen mit dem Unbekannten. In etlichen Kinofilmen – ob lustige Animationen oder grauenhafte Invasionen – wird das Thema des fremden Eindringlings als fast erträumtes Ereignis der Gegenwart dargestellt. Dabei wird zu oft der Zeigefinger vorgehalten und gewarnt – der Mensch ist so einem Treffen (noch) nicht gewachsen. Sind das aber die Außerirdischen etwa?

Diese Frage bekommt in dem umgedrehten Szenario des Filmes Planet 51 eine regelrechte Antwort, nachdem die Erde bei anderen Stories schon mehrmals nur knapp einer Totalzerstörung entkommen ist. Denn dieses Mal stellt ein Irdischer das ultimative Böse und wird von den friedlichen Bewohnern des Planeten 51 gejagt. Also ist er jetzt ein Außerirdischer oder besser gesagt ein Außer-51-Planetarischer, der vollkommen unerwartet und dementsprechend verblüfft auf die grünen Männchen trifft und um sein Leben bangen muss. Fremdlinge sind hier eben auch unerwünscht und gelten als Panikmacher.

Der Film hat bestimmt aber eine tiefere Aussage gesucht (und vielleicht auch gefunden), als bloß den Spieß umzudrehen und den Mensch als invasionsfreudiger Exemplar darzustellen. Die kreierten Bilder zeigen viel zu realistisch ein Leben auf dem Planeten 51, das der Menschheit, oder zumindest der Amerikaner, sehr vertraut und nah vorkommt: Picknick auf der Wiese, fröhliche Kinder, Frieden und zufrieden sein – ein Spiegelbild der 50er Jahre in den USA. Sollte dies eine nostalgische Wirkung erzeugen? Mehr noch: Die Anspielung auf die berüchtigte Area 51 müsste eigentlich auch kaum einen Zufall sein. Abgesehen davon wurde die genannte Location, samt ihrer dubiosen Bedeutung, auch in den 50ern zum Leben erweckt. Also, man kann mehrfach interpretieren, worauf die Filmcrew hinaus wollte, das persönliche Empfinden allerdings ist ganz dem Zuschauer überlassen.

Der Film wäre ein bombastischer Treffer gewesen, wären da nicht so viele Ähnlichkeiten, die man aus anderen phantastischen Geschichten nur zu gut kennt. Der erste Eindruck vom Planeten 51 ist, dass sie von lauten Shreks bewohnt wird: grün, kugelig und schlecht drauf – zumindest was unerwünschte Eindringlinge angeht. Ein Wall-E-Verwandter rollt durch die Gegend und die restlichen Grünlinge kommen mit ihrer Alltagsproblematik einem viel zu menschlich vor. Wenn man die etwa zu einfach gestrickten Charaktere hinzuzählt, die wesentlich weniger Emotionalität vorweisen als man sonst bei Animationen gewöhnt ist, denkt man schließlich, dass man aus dem Stoff vielmehr herausholen könnte.

Nichtsdestotrotz liefert der Film Planet 51 mit seinen grünen Männchen ein Kinovergnügen mit angenehmen Ausklang. Ob die Menschheit dadurch um eine Erfahrung reicher wird, lässt sich nicht voraussagen, aber die Geschichte könnte auf jeden Fall manche Zuschauer auf die Begegnungen der dritten Art vorbereiten.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Planet 51

© Sony Pictures Releasing

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Steckbrief
Regie
Jorge Blanco, Javier Abad

Genre
Animation, Komödie, Sci-Fi

Tags
Aliens, CGI
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Großbritannien, Spanien

Budget
70 Mio. US-Dollar




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