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Piranha 3D| Kritik 8/10

Kinostart
14.10.2010



Handlung

Wenn der Frühling erwacht, flippen die amerikanischen Studenten aus: Spring Break, das ist die ultimative Party-Zeit. Am sonst eher verschlafenen Lake Victoria drängen sich tausende Feierwütige am Seeufer zum Tanzen, Trinken und Schwimmen. Nicht ahnend, dass ein Erdbeben unter Wasser preis gegeben hat, was zwei Millionen Jahre im Verborgenen blieb! Schwärme von prähistorischen Piranhas, die ihre Beute in Sekundenschnelle mit rasiermesserscharfen Zähnen zerfleischen. Das Buffet ist eröffnet – nicht nur am Strand!


Filmkritik | Piranha 3D

Der Monsterfilm ist eine Filmart für sich. Viele haben sich schon daran versucht und jedes Jahrzehnt hat seine eigenen Ikonen hervorgebracht. Mal ernster und mal mit einem zwinkernden Augen. Besonders ironische Ableger, wie „Tremors“, „Octalus“ oder „Lake Placid“, die sowohl Grauen aber auch Witz auf nicht zu banale Weise verbinden, sind eine seltene und missachtete Kunstform. Alexandre Aja macht sich nun auf in die diese Fussstampfen zu treten. Sein „Piranha 3D“ ist das zweite Remake von dem 1978 erschienenen und von Joe Dante inszenierten „Piranha“. Produziert wurden alle Filme der kleinen Vielfraße von Roger Corman, dem König der B-Movies. „Piranha“ war nach dem enormen Erfolg von „Der Weisse Hai“ als Parodie konzipiert worden, aber nicht ohne den Horroraspekt außer Acht zu lassen. Der neuste Ableger der „Piranha“ Reihe versucht genau diese alten Tugenden auferstehen zu lassen.

Man stelle sich vor, Russ Meyer würde auferstehen und sich in den Kopf setzen mit Eli Roth als Praktikant die ultimative Symbiose aus „Der Weisse Hai“ und „Braindead“ zu schaffen. Das Resultat wäre zweifelsfrei „Piranha 3D“. Der Film kennt keine Tabus, weder gewalttechnisch noch in puncto Freizügigkeit und macht einfach nur Spaß! Es ist beeindruckend, was Regisseur Aja mit seiner Crew mit gerade mal 24 Millionen Dollar auf die Beine gestellt hat. Die digitalen Effekte können sich sehen lassen, auch die Ausstattung, die sich ohnehin fast nur auf Bikinis und literweise Blut beschränkt. Selbst der konvertierte 3D-Effekt stört weniger als angenommen. Häufig kaum wahrzunehmen, aber an entscheidender Stelle präsent. Und es gibt zwei bis drei Szenen, da dankt Mann Gott dafür, dass es die Stereoskopie gibt!
Auch die Filmmusik und das Casting schreien dem Zuschauer regelrecht ins Gesicht, dass es sich hier um ein zitierendes Geekfest der besonderen Art und keinen seriösen Horrorfilm handelt. Ving Rhames gibt erneut seinen Part aus „Dawn Of The Dead“, Richard Dreyfuss mimt den alten Matt Hooper aus „Der Weisse Hai“, Christopher Lloyd darf wiedermal den kauzigen Doc Brown aus „Zurück in die Zukunft“ aus der Mottenkiste holen und Jerry O’Connell ist und bleibt eben der anrüchige Jerry O´Connell.

Piranha 3D“ ist ein verrückter und selbstironischer Monsterfilm, der keine hohe Kunst verkaufen will, sondern hohen Unterhaltungswert. Dem Film wird häufig vorgeworfen er wäre frauenfeindlich, obszön, schmierig und billig. Und tatsächlich, keine Widerworte. Zumindest auf inhaltlicher Ebene. Aber  „Piranha 3D“ versucht erst gar nicht mehr zu sein.  Was man dem Film nicht vorwerfen kann ist fehlende Demut vor den alten Klassikern oder Leidenschaftslosigkeit. Ob einem  „Piranha 3D“ zusagt oder nicht entscheidet sich nicht erst im Kino, sondern bereits an der eigenen Einstellung. Wem bereits der Trailer sauer aufstößt und wem der Sinn nach Logik, Moral oder Frauenrechten steht, dürfte ohnehin keine Zeit für dieses beeindruckende Machwerk übrig haben.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Piranha 3-D

© Kinowelt Filmverleih

Kommentare


ANZA
24.10.2010, 02:21:47
Das war der letzte Rotz :( 3-D Ausstrahlung konnte man auch in die Pfeife rauchen! Schade ums Geld!!!
Goere700
16.10.2010, 18:11:49
Fand den Film schon supergeil und bin eine Frau. Liebe horrorfilme, er war einer der Besten, den ich bisher sah. Tolle Aufnahmen, tolle Frauen, da geben ich den männlichen Filmbewertern recht, aber echt spannend und blutig, einfach geil!!!
Pacman
15.10.2010, 00:30:20
Najaaa... unterhaltsam ist der Film schon irgendwie. Schließlich gibt es ganz viele Titten und Ärsche in 3D zu sehen und zwischendurch verlieren Leute ihre Körperteile durch Piranhaangriffe. Bei den Dreharbeiten wäre ich gerne dabei gewesen ;)

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Steckbrief
Regie
Alexander Aja

Darsteller
Adam Scott, Christopher Lloyd, Dina Meyer, Eli Roth, Elisabeth Shue, Jerry O’Connell, Jessica Szohr, Kelly Brook, Richard Dreyfuss, Steven R. McQueen, Ving Rhames

Genre
Action, Horror, Thriller
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Herstellungsland
USA




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