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Paranormal Activity| Kritik

Kinostart
19.11.2009

Handlung

Am Anfang sieht es noch nach dem großen Glück aus: ein junges Pärchen zieht in ein neues Haus. Alles ist gut, die jungen Leute sind zufrieden. Doch mit der Zeit schleichen sich Zweifel ein, denn: die beiden sind nicht allein. Um dem unsichtbaren Übel auf die Spur zu kommen, stellen sie für nachts eine Überwachungskamera auf. 99 Minuten hat ein Video, 99 Minuten hat "Paranormal Activity" und zum Schlafen kommen 99 Minuten lang weder die beiden Protagonisten noch ihre Zuschauer: wir.


Oren Peli ist das seltene Kunststück gelungen, gleich mit seinem ersten Film einen Kulthit zu landen. Der Low-Budget-Horrorfilm "Paranormal Activity" hat für die Sensation des amerikanischen Kinoherbstes gesorgt: Am 25. September in einigen Großstädten gestartet, erzielte er an seinem dritten Wochenende mit nur 159 Kopien einen beispiellosen Umsatzschnitt von knapp 50.000$ pro Kopie und nimmt damit den 4. Platz der Kinocharts ein – hergestellt worden war der komplette Film für weniger als 20.000$. Das Einspielergebnis des Wochenendes liegt bei 7,9 Millionen $, ein Wert, den bisher noch kein Film mit unter 200 Kopien in den USA erreicht hat.


Filmkritik | Paranormal Activity

Der Film "Paranormal Activity" ist in letztet Zeit in aller Munde. Die Marketing-Maschinerie hat sämtliche Geschütze aufgefahren und preist diesen Film, als ein nie da gewesenes Meisterwerk des Schreckens an. Entsprechende Trailer und Blog-Beiträge sollen die Bedrohlichkeit des Films noch verstärken. Da ich mir einen unvoreingenommenen Eindruck von Paranormal Activity verschaffen wollte, habe ich mich im Vorweg absichtlich kaum über den Film informiert. Es ist immer besser ohne jegliche Erwartungen ins Kino zu gehen, als im Nachhinein enttäuscht zu werden.

Generell kann man sagen, dass "Paranormal Activity" definitiv Beachtung verdient. Die Handlung und die Thematik des Films sind nicht neu. Es ist die Art und Weise, wie der Zuschauer an seinen Sitz gefesselt wird, die Paranormal Activity sehenswert macht. Der Film vermag ein, in letzter Zeit einmaliges, Spannungsgefühl zu vermitteln und weiß mit sparsamen Mitteln dieses Gefühl noch weiter zu verstärken. Allerdings muss angemerkt werden, dass man für die Thematik von Paranormal Activity und die Stilistik des Films etwas übrig haben sollte. Erwartet man ein Hochglanz-Meisterwerk, dass mit zahlreichen hochpreisigen Effekten angefüllt ist, ist man bei diesem Film definitiv an der falschen Adresse. Außerdem spielt der Ort, wo man den Film betrachtet, eine große Rolle. Abends, in einem abgedunkelten Zimmer hat "Paranormal Activity" eine komplett andere Wirkung, als in einem von Popcorngeraschel erfüllten Kinosaal. Es empfiehlt sich Paranormal Activity nicht im Kino, sondern zuhause anzuschauen. Nennt man zudem noch einen Beamer und eine passable Soundanlage sein eigen, wird aus der Empfehlung eine klare Anweisung.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass "Paranormal Activity" durchaus sehenswert ist. Etwas Revolutionäres sollte man von dem Film jedoch nicht erwarten. Dass ein Erwachsener, zurechnungsfähiger Mensch derart, wie der Trailer es suggeriert, in Panik verfällt und sich vor Angst kaum noch unter Kontrolle hat, halte ich für sehr unwahrscheinlich.


Filmkritik von Gastautor

Bilder / Fotos

Paranormal Activity

© Central Film Verleih

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Steckbrief
Regie
Oren Peli

Darsteller
Amber Armstrong, Ashley Palmer, Katie Featherston, Micah Sloat, Michael Bayouth, Oren Peli, Randy Mc Dowell, Tim Piper

Genre
Horror
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Budget
20000 US-Dollar

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