Handlung
Woher kam das Böse? Warum erwählte der Dämon ausgerechnet die Schwestern Katie (Katie Featherston) und Kristi (Sprague Grayden)? Welches dunkle Geheimnis verbirgt sich dahinter? Die Suche nach dem Ursprung des Bösen führt zurück bis in die Kindheit von Kristi und Katie. Die Familie bemerkt schon damals, dass es in ihrem Zuhause nicht mit rechten Dingen zugeht und stellt im ganzen Haus Kameras auf, in der Hoffnung eine Erklärung für die unheimlichen Geschehnisse zu finden. Das alte Filmmaterial aus dem Jahr 1988 zeigt, dass flackernde Lichter und kalte Luftzüge nur harmlose Vorboten dessen sein sollten, was die Zukunft der beiden Schwestern auf schreckliche Weise verändern sollte. Schon bald mehren sich unerklärliche Vorgänge, die einen Schatten auf ihre einst unbeschwerte Kindheit werfen. Angelockt von den Kindern, beginnt der Dämon sein teuflisches und undurchsichtiges Spiel…
Filmkritik | Paranormal Activity 3
Es gibt Ideen, die sind genauso simpel wie clever. Gemeint sind Erfindungen wie das Tamagotchi oder Facebook. Schade ist – aus finanzieller Sicht für den Erfinder –, dass solche Ideen einmalig sind, sich in der Regel nicht wiederholen lassen. Das Rad muss schließlich nicht zweimal erfunden werden.
In filmischer Hinsicht gab es – jedenfalls gemessen an die Zuschauerzahlen – im Jahre 2000 die Revolution. Drei junge Menschen werden nur mit Kameras ausgerüstet durch den Wald gejagt und filmen sich gegenseitig. Hinzu fügt man eine erdachte Geschichte rund um eine Hexe und schon entsteht ein Internet-Hype, den die Menschheit zuvor noch nicht gesehen hatte. Die Rede ist von „The Blair Witch Project“. Die Handkamera-Optik war neu, der Film spielte ein Tausendfaches seines Budgets wieder ein. Doch wie bereits erwähnt, solch ein Erfolg lässt sich selten wiederholen. Ähnliche Versuche in dieser Richtung konnten keinen Mainstream-Erfolg für sich verbuchen.
Anscheinend aber kommt alles irgendwann wieder in Mode. So erklärt sich dann wohl auch der Erfolg von „Paranormal Activity“ aus dem Jahre 2009. Die statischen Kameras filmen, wie ein Kronleuchter wackelt. Ab und zu gibt es dann noch ein paar merkwürdige Geräusche. Angeblich spukt es. Damit ist eigentlich auch schon die Fortsetzung von 2010 gut zusammengefasst. Im nun dritten Teil passiert auch nicht viel anderes.
Deshalb kann man den Film als langweiligen Mist abtun oder sich auch diesmal wieder halb zu Tode gruseln. Denn man kann durchaus auch beim dritten Teil noch Gefallen am überaus spartanischen Konzept finden. Dies liegt wohl daran, dass der Horrorfilm-Sektor ab dem überraschenden Erfolg von „Saw“ im Jahre 2005 vom sogenannten ‚Torture Porn‘ bestimmt war. Es ist geradezu eine Wohltat, dass der Fantasie des Zuschauers nun tatsächlich wieder etwas Arbeit abverlangt wird. Genau das tut „Paranormal Activity“ – und sogar noch etwas besser seine beiden Vorgänger. Zwar kommt es in den ersten 45 Minuten erneut zu relativ viel Leerlauf, doch wurde die erste Hälfte mit etwas Humor aufgepeppt. Dann nimmt der Film richtig an Fahrt auf und lässt dem Zuschauer keine ruhige Minute mehr.
Gewünscht hätten sich Fans der ersten beiden Teile, dass die Geschichte um die beiden Schwestern nun tatsächlich einmal aufgeklärt wird. Doch erneut werden Themen nur angerissen. Das ist jedoch zu verschmerzen, ein viertel Teil lässt sich erahnen.
Was die Schauspieler betrifft, so machen diese ihre Sache ordentlich. Allerdings bleiben die Charaktere blass, für diese Art Film lässt sich aber zugegebenermaßen auch kein Oscar gewinnen.
„Paranormal Activity 3“ ist insbesondere im Kino ein Erfahrung für sich. Wer von den ersten beiden Teilen bereits angetan war, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
Filmkritik von Gastautor
ICH FIND DIE FILME DER HAMMER!!!
wo ihr allerdings recht habt, ist entweder man mag die Filme oder nicht. Man muss schon 100% Fan sein, um alle Filme einfach zu lieben.
Ich kann sie nur empfehlen, für alle, die Filme mit Dämonen lieben.