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Pandorum| Kritik 6/10

Kinostart
01.10.2009



Handlung

An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton (Dennis Quaid) und Bower (Ben Foster) aus tiefem Schlaf - ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Wie lange haben sie geschlafen? Wo sind sie und was ist ihre Mission? Allein auf sich gestellt, bleibt den beiden nicht viel Zeit, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen düsteren Luftschächte macht Bower sich auf den Weg zur Brücke - ihre einzige Chance dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Er kriecht ins pechschwarze Nichts, tiefer und tiefer. Nur über Funk hält Bower mit Payton Kontakt. Doch es dauert nicht lange, bis sie feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind! Ein erbitterter Kampf ums Überleben und um die Zukunft beginnt - ihre und die der gesamten Menschheit.


Filmkritik | Pandorum

Bereits fünf Jahre ist es her, dass Regisseur Christian Alvart mit "Antikörper" nicht nur bei uns, sondern auch in den USA für Aufsehen sorgte. Diesem Streifen ist es zu verdanken, dass sein Name in Hollywood bekannt wurde und er nun die Chance erhielt einen von Constantin Film produzierten Film zu drehen. Ursprünglich wollte er eine eigene Idee für einen Science-Fiction-Film verwirklichen und arbeitete auch bereits lange an einem dazu passenden Drehbuch. Da allerdings Drehbuchautor Travis Millroy eine ganz ähnliche Geschichte im Kopf hatte und seine Produzenten Alvart das Drehbuch von Millroy zuschickten, beschloss man die Visionen der beiden in einem Film zu vereinen. Herausgekommen ist mit "Pandorum" ein düsteres und beklemmendes Werk, welches es schafft dem etwas angestaubten Genre wieder neues Leben einzuhauchen.

Dies ist in erster Linie den tollen Kulissen aus den Filmstudios in Babelsberg zu verdanken. Das Schiff der "Elysium" ist ein Monsterwerk an verlassender Technik, wobei dessen dunkle und leere Gänge zu jeder Sekunde kalt und bedrohlich wirken. Schon lange nicht mehr hatte ein verlassenes Raumschiff eine derart bedrohliche Atmosphäre vermitteln können. Alvart versteht es dabei vor allem zu Beginn des Streifens den Zuschauer geschickt in seinen Bann zu ziehen. Während seine Protagonisten anfangs über ihren Sinn und Zweck mitten im Weltall rätseln, wird der Zuschauer ebenfalls noch im Unklaren über die Geschehnisse gelassen. Nur bruchstückhaft ergibt sich die wahre Hintergrundgeschichte, die "Pandorum" zu einem kritischen und zugleich visionären Werk macht - zumindest in gewisser Hinsicht. Denn in vielen Punkten musste Alvart offenbar Kompromisse eingehen und das auf weitaus mehr Action und Horror setzende Element des Drehbuchs von Millroy in seinem Film unterbringen.

Natürlich ist es spannend inszeniert, wie die immer weiter schrumpfende Besatzung der Elysium vor den erschreckend böse gewordenen Mutanten flieht und ihnen nur knapp entkommen kann. Schrecksekunden und Schockmomente erfüllen in Kombination mit lautstarken Soundeffekte und pulsierender Musik immer wieder ihre Wirkung. Doch geht dadurch die eigentliche Geschichte des Films im Mittelteil ein wenig unter. Die Monsterhatz ist optisch zwar ansprechend geworden, nur in ihrem Dasein an sich etwas konventionell geraten. In vergleichbarer Form hat man dies einfach schon zu oft im Genre gesehen, als dass man damit noch Bäume ausreißen könnte. Richtig stark wird der Film erst wieder zum Ende hin, als Alvart mit geschickten Twists im Plot noch einmal seine genialen Visionen zum Tragen kommen lässt und den Zuschauer zum Nachdenken anregt.

An diesem Punkte hat man "Pandorum" aber bereits in der Regel als netter Science-Fiction-Horror abgehakt und dem Film seine visionären Qualitäten abgesprochen. Das ist nicht zuletzt auf Grund der nahezu durch die Bank überzeugenden Leistung der gesamten Schauspielerriege ziemlich schade. Denn mit einem größeren Erfolg an den Kinokassen wäre sicherlich eine Fortsetzung möglich, die Alvarts Visionen vielleicht etwas näher kommen würde.


Filmkritik von Gastautor

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