Outsourced - Auf Umwegen zum Glück - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Outsourced - Auf Umwegen zum Glück| Kritik

Kinostart
10.04.2008



Handlung

Callcenter-Manager Todd (Josh Hamilton) wird aus Gründen der Einsparung von seiner Firma nach Indien versetzt. Ihm bleibt auszuwählen, ob er seinen Arbeitsplatz verlieren, oder seinen Nachfolger in Indien anlernen will. Nachdem Todd zwangsläufig seine sieben Sachen packt, landet er in einer Baustelle - im tiefsten Indien. Kühe, die sich gleichermaßen wie Fußgänger auf der Straße tummeln, ein verdorbener Magen und ständig flirtende Callcenter-Mitarbeiter, die ihren Job zu vergessen scheinen, sorgen für einen Kulturschock, der erst gelindert wird als sich der verlorene Todd in die bildhübsche Mitarbeiterin Asha (Ayesha Dharker) verliebt. Langsam erkennt er die Vorzüge darin, ausgelagert zu sein und beginnt sich vorsichtig auf die scheinbar fremde Welt einzulassen.


Filmkritik | Outsourced - Auf Umwegen zum Glück

Regisseur und Storyautor John Jeffcoat gibt mit "Outsourced" sein Spielfilmdebüt. Seine Liebe und Sympathien zu Indien, die er in seiner Dokumentation "Bollywood and me" zum Ausdruck brachte, spiegelt sich nun in einer liebevoll inszenierten Komödie wider, die erst zwei Jahre nach Fertigstellung in die deutschen Kinosäle kommt. Jeffcoat lässt die Kulturen sympathisch aufeinander krachen, ohne es zu kitschig auf die Leinwand zu bringen - erweist sich doch die Globalisierung und die Probleme, die sie mit sich bringt, als zu aktuelles Gesprächsthema.

Josh Hamilton in der Rolle des Todd erscheint dem Zuschauer zunächst verbittert, griesgrämig und frustriert. Dies soll sich allerdings schnell ändern, als er der kulleräugigen Asha, gespielt von Ayesha Dharker, vis-à-vis gegenüber tritt. Diese verdreht ihm mit ihrem zuckersüßen Auftreten und Aktieren sofort den Kopf. Die plötzliche Sinneswandlung möchte man ihm nicht so recht abkaufen, denn dazu wendet sich das vermutlich gut gemeinte, aber zu schlagartig inszenierte Blatt der Gefühle Todds zu ruckartig. Des weiteren kommt die völlige Informationslosigkeit anderer Staaten über die Kultur Indiens zum Ausdruck, die mit Todds Rolle durchaus glaubhaft verkörpert wird. Es wird zudem deutlich gemacht, dass es Menschen in westlichen Gefilden wesentlich besser geht, als sie glauben, während in Ländern wie Indien Arbeitsplätze geschaffen werden, ohne die dortige kulturelle Vielfalt kennenzulernen.

Trotz der Liebesgeschichte zwischen Asha und Todd fehlt jegliche Tiefe, sodass es scheint als hätte sich Regisseur Jeffcoat zu sehr mit der Frage beschäftigt, ob er den Schwerpunkt der Geschichte eher auf Romantik, Komik oder Sozialkritik setzen soll. Insgesamt bekommt man als Zuschauer in 100 Minuten Spielzeit einen liebevollen, sympathischen und kulturell angehauchten Einblick in ein fernes Land, dessen Farben und Düfte auf der Leinwand nahezu greifbar erscheinen.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 91 + 17 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Outsourced - Auf Umwegen zum Glück abspielen

Steckbrief
Regie
John Jeffcoat

Darsteller
Arjun Mathur, Asif Basra, Ayesha Dharker, Josh Hamilton, Larry Pine, Matt Smith

Genre
Komödie
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA, Indien




Benutzername

Passwort

Anzeige