Ohne Limit - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Ohne Limit| Kritik 9/10

Kinostart
14.04.2011



Handlung

Eddie Morras (Bradley Cooper) Leben verläuft nicht gerade auf der Erfolgsspur. Viel zu lange schreibt er schon an seinem ersten Roman und treibt sich in den Straßen und Bars New Yorks herum auf der Suche nach Inspiration und Ablenkung. Als ihn auch noch seine Frau Lindy (Abbie Cornish) verlässt, fehlt ihm jeglicher Halt und jede Motivation. Eher zufällig begegnet er eines Tages seinem Ex-Schwager Vernon (Johnny Whitworth), der ihm eine neue Designerdroge namens NZT zu testen anbietet. Und dieses Mittel wirkt tatsächlich Wunder: Innerhalb kürzester Zeit ist Eddie in die Lage, sämtliche Kapazitäten seines Gehirns aktiv zu nutzen. Plötzlich ist alles ganz leicht. Alles kann er sich merken, die allerkleinsten Dinge, die er beobachtet hat, analysieren und  blitzschnell Schlüsse ziehen. Eddie ist sich sofort im Klaren darüber, welche Wunderwirkung die Droge auf ihn haben kann. Schon am nächsten Tag bemerkt Eddie, auf welch gefährliches Spiel er sich eingelassen hat. Als er seinen Ex-Schwager in dessen noblem Appartement besucht und ihn für wenige Minuten alleine lässt, findet er bei seiner Rückkehr Vernon brutal ermordet vor. Noch bevor er die Polizei ruft, durchsucht er das Appartement und sichert sich sämtliche NZT-Pillen, die er finden kann.


Filmkritik | Ohne Limit

Ein bisschen Action, eine große Prise Drama und ganz viele realistische Schockmomente: Das ist der Stoff, aus dem bekanntlich ganz große Filmerfolge gemacht sind. Ein Stoff, an dem sich auch Regisseur Neil Burger (bekannt durch „The Illusionist“) sehr gekonnt im aktuellen Thriller „Ohne Limit“ bedient. Ohne Rücksicht auf Verluste und auch nicht ganz ohne das eine oder andere Filmwagnis.

Zugegeben: Die Story klingt im ersten Moment ziemlich abstrus sowie absurd und erinnert ab und an ein wenig an das typische Gefühl der Verwirrung, welches zu Beginn auch der Kinohit „Matrix“ in einem auslöste. Nicht immer legt sich der konfuse Schleier gänzlich, jedoch streckenweise zu kleinen Teilen – und dann passiert es schnell und auf erschreckend wachrüttelnde Art und Weise. Man erwacht sozusagen, wie der Protagonist, auch als Zuschauer aus einem scheinbaren Drogenrausch und sieht sich der besorgniserregenden Tatsache gegenübergestellt, dass das alles so passieren könnte. Irgendwo da draußen, unter dem Einfluss eines Mittels, welches uns allen gerade jetzt vielleicht noch unbekannt ist. Denn was ist schon real, wenn das Bewusstsein getrübt ist und aus dem Ruder läuft?

Im Vordergrund des düsteren Filmgemisches, was sich von der ersten bis zur letzten Minute wie ein Mix aus „21“, „The Game“ und „Minority Report“ anfühlt, stehen der „Was wäre wenn“-Effekt und ein beängstigendes Neu-Endzeit-Szenario. Allerdings sind die filmtechnischen Anlehnungen an ähnliche Kinostreifen nur sehr vage vorhanden, sodass man wirklich ganz genau hinschauen muss, um ernsthaft erwähnenswerte Ähnlichkeiten finden zu können. So kommen das Konzept, die Umsetzung und auch der Filmaufbau geradezu erfrischend neu und „noch nie da gewesen“ daher. „Ohne Limit“ fühlt sich tatsächlich so an, wie der Titel es verspricht: grenzen- und vor allem zeitlos. Das Geschehen fliegt dem Zuschauer teilweise regelrecht so um die Ohren, dass man gar nicht schnell genug mit dem Denken mitkommt.

Ohne Limit“ ist eindeutig einer der Filme, die man gesehen haben sollte. Nicht nur weil er einen mehr verwirrt als aufklärt und mehr aufwühlt als unterhält, sondern weil er beim Zuschauer die Frage wachrüttelt, was eine solche Droge mit jedem von uns anstellen könnte - und somit vielleicht auch jede andere Droge. Wenn man die Wahl hat zwischen etwas perfektem Unechten und etwas weniger perfektem Realen, für was sollte und würde man sich entscheiden? Klare Antworten bringt dieser Film zwar nicht, aber vielleicht findet man sie früher oder später selber... nachdem man das Kino verlassen hat, zum Beispiel. Denn „Ohne Limit“ lässt einen so schnell nicht wieder los.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Ohne Limit

© Concorde Filmverleih GmbH

Kommentare


Ivan
09.08.2011, 00:16:27
Ist sein Geld wert der Film

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 79 + 76 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Ohne Limit abspielen

Steckbrief
Regie
Neil Burger

Darsteller
Abbie Cornish, Andrew Howard, Anna Friel, Bradley Cooper, Brian Anthony Wilson, Johnny Whitworth, Robert De Niro, Robert John Burke, Tomas Arana

Genre
Thriller
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Limitless




Benutzername

Passwort

Anzeige