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Octalus - Der Tod aus der Tiefe| Kritik

Kinostart
1998



"Das Grauen aus der Tiefe" soll uns begegnen, verkündet das Kinoplakat. Zunächst überkommt den Zuschauer jedoch das Grauen, das seinen Ursprung auf der Leinwand hat - nämlich in Form von Schauspielern. Sicher, niemand erwartet großartige schauspielerische Leistungen, wenn er sich solch einen Trash-Film ansieht, aber wenigstens ein bisschen unfreiwillige Komik wie im letzten Jahr bei "Anaconda" wäre doch nicht zu viel verlangt gewesen.

Während man ungeduldig auf das Monster wartet, das aus den Tiefen des Meeres aufsteigen und ein Kreuzfahrtschiff auf Jungfernfahrt mit seinem Schleim überziehen soll, wird zwischenzeitlich auf einem anderen Schiff gereiert, es werden Frauen begrapscht und man bekommt gezeigt, womit Männer sich sonst so die Zeit vertreiben. Pardon, wahrscheinlich nicht im wirklichen Leben, aber man will es uns immerhin Glauben machen. Dazu werden die hohlsten Dialoge des Jahres 1998 serviert. Wenn man den Kindergarten oder bestenfalls die dritte Klasse einmal hinter sich hat, kann man darüber leider nicht mehr lachen. Oder sollte das auch in diesem Fall an der deutschen Synchronisation liegen?

Nach einer Dreiviertelstunde bekommt man endlich nicht nur zu sehen, was das Monster beim Abendessen übrig zu lassen pflegt, sondern darf nun auch einen Blick auf seine schleimigen Fangarme werfen. Die Szene, in der ein halbverdautes Mannschaftsmitglied wieder hervorgewürgt wird, hatten wir indessen schon einmal. Das hat uns der computeranimierte Gartenschlauch in "Anaconda" schon im letzten Jahr vorgeführt. Haben Drehbuchautoren inzwischen wirklich nur noch so wenig Fantasie? Allerdings muss man den Machern von Octalus zugute halten, dass sie etwas mehr für die Special Effects ausgegeben und Industrial Light and Magic damit beauftragt haben, so dass das Monster wenigstens nicht den Eindruck macht, es sei eine wildgewordene Feuerwehrspritze. Leider werden auch diese handwerklich recht gut gemachten Effekte vom extrem albernen Benehmen der (leider) nicht digitalen restlichen Besetzung vermasselt, so dass ich nach einer guten Stunde den Saal verlassen habe.

Da mir die vielleicht genialen, Oscarverdächtigen restlichen 40 Minuten dieses Werkes entgangen sind, kann ich in diesem Fall nur die Bewertung "KVV" abgeben (=Kino vorzeitig verlassen).


Filmkritik von Monika Hübner

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