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Oben| Kritik 9/10

Kinostart
17.09.2009



Handlung

Er hatte den Traum die Welt wie ein Vogel zu bereisen. Carl Fredericksen ist 78 Jahre alt, seine Frau ist kürzlich verstorben, doch gesehen hat Carl die Welt immer nur von unten. Nie war Zeit für seinen Traum. Doch das soll sich nun ändern, jetzt hat er jede Menge Zeit und die Gelegenheit ist auch gut. Sein Haus soll ohnehin abgerissen werden. Es soll Platz machen für eine moderne Immobilie. Also beschließt der ehemalige Ballonverkäufer sein eigenes Haus mobil zu machen. Mittels tausenden Heliumballons am Dach und an der Fassade bringt er die alte Hütte zum fliegen. Und nimmt dabei noch einen ungebetenen Gast mit, den Pfadfinderjungen Russell. Es geht aufwärts - nach Oben.


Filmkritik | Oben

Eigentlich sollte man meinen, dass die Mitarbeiter von Pixar bereits alte Hasen sind wenn es um Animationsfilme geht. Im Grund genommen sind sie das auch, arbeiten sie doch nun schon seit 15 Jahren an den am Computer entstandenen Streifen und legen mit "Oben" bereits ihr zehntes Machwerk dieser Art vor. Doch in gewisser Weise präsentiert sich der neueste Streich aus dem Hause Pixar so erfrischend wie schon lange nicht mehr. Und einige Neuerung gibt es ebenfalls zu vermelden. So war "Oben" nicht nur der erste Animationsfilm, der die berühmten Filmfestspiele in Cannes eröffnen durfte, sondern erstmals wird auch der immer mehr in Mode kommende 3D-Effekt auch bei Pixar in einen Film integriert.

Unter der Regie von Pete Docter, der zuletzt die haarigen Ungetüme in der "Monster AG" zum Leben erweckte, wird die Geschichte des schrulligen Rentners Carl Fredericksen, der den Lebenstraum seiner verstorbenen Frau in die Tat umsetzen möchte, erzählt. "Oben" ist dabei eine Hommage an Clint Eastwoods Walt Kowalski aus dem Streifen "Gran Torino", denn ebenfalls wird hier ein amerikanischer Bürger quasi aus seinem Leben gedrängt, denn Carl Fredericksen soll aus seinen eigenem Haus vertrieben werden. Dass er diesem Schicksal entgehen möchte, ist natürlich nachzuvollziehen. Dabei setzt man seitens Pixar zuerst allerdings darauf dem Zuschauer den Charakter überhaupt erst einmal näher zu bringen. Dies geschieht in einer unglaublich rührenden Sequenz, in der quasi das gesamte Leben des Protagonisten wie aus einer Retrospektive beleuchtet wird. Besser hätte man es nicht machen können, denn nach dieser Einleitung hat man den schrulligen alten Mann bereits so ins Herz geschlossen, dass man die folgenden Minuten gerne mit ihm verlebt. Auch sein kleiner Reisegefährte, der junge Pfadfinder Russell, der Carl Fredericksen eigentlich vollkommen unfreiwillig auf seinem Trip in den Amazonas begleitet, wird vom Publikum dank seiner liebenswerten Eigenheiten schnell zum Favoriten erklärt.

Mit diesen Voraussetzungen kann bei "Oben" eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Die Geschichte wird gewohnt rührend erzählt und bietet zum Ende hin die zu erwartenden Actionszenen. Diese werden rasant und mit viel Witz umgesetzt, bleiben aber immer kinderfreundlich und lassen "Oben" somit zum perfekten Spektakel für die gesamte Familie werden. Dass man es zum Showdown hin etwas gut mit der Action meint, sei dem Regisseur in Anbetracht der bis dahin glänzenden Leistung gerne verziehen. Dass Pete Docter im Vergleich zu anderen Kollegen zwar den neuen 3D-Effekt in "Oben" einbaut, aber ihn nicht gezwungen in Szene setzt, rundet den positiven Gesamteindruck von "Oben" entsprechend ab.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Oben

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kommentare


Lisa Peter
04.01.2011, 04:34:32
der film läuft grade ma 10min und ich bin jezz schon fast zu tränen gerührt~ ♥ Lisa Peter Mad Kuchen Flavour Geburtsdatum: 19.03.1992 Geburtsort: Krumbach

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Steckbrief
Regie
Pete Docter, Bob Peterson

Genre
Animation, Komödie

Tags
CGI
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Up

Budget
175 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
731 Mio. US-Dollar (weltweit)



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