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Notorious B.I.G.| Kritik 6/10

Kinostart
26.03.2009



Handlung

Notorious B.I.G“ erzählt die durchaus interessante Geschichte des gewieften Christopher „Biggie“ Wallace, der in Brooklyn aufwächst und sich vom Drogenhändler zum Rap-Star mausert. Christopher Wallace (gespielt von Jamal Woolard) verbringt eine Jugend in gut behüteten Familienverhältnissen im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Natürlich kommt der Tag, an dem er flügge wird, das vertraute Elternhaus verlässt und in der Folge mehr und mehr in den Dunstkreis krimineller Kreise gerät. Bald ist Christopher tief abgerutscht, schwänzt immer öfter die Schule und verkauft Crack auf der Straße. Es kommt wie es kommen muss – Wallace wird eines Tages von der Polizei verhaftet und kommt ins Gefängnis. Hier hat er nun alle Zeit der Welt, seiner Lieblingsbeschäftigung nach zu gehen – dem Rappen. In der Ruhe innerhalb der Gefängnismauern feilt er mit leidenschaftlicher Hingabe an seinem Stil.


Filmkritik | Notorious B.I.G.

Als Hintergrundgeschichte macht der Streifen bis hier schon etwas her, aber leider ist die wahre Geschichte von Rapper „Notorious B.I.G“ um einiges interessanter als dieser Film. Vor allem seinen Fans wird dies wahrscheinlich schnell auffallen. Das Problem das diese verfilmte Lebensgeschichte mit sich trägt, ist das Verfremden vieler Filmbiographien: Die meisten der darin vorkommenden Charaktere weilen nicht nur noch unter uns, sie sind überdies auch Stars, denen der Film gefälligst gerecht zu werden hat. Regisseur George Tillman Jr. umschifft das Problem, in dem er eine reichlich schön gefärbte Version der Lebensgeschichte "Biggies" erzählt. Leider scheint dieser künstlerische Ansatz die Entstehung und mehrfache Platzierung von Binsenweisheiten wie „Wir können die Welt nicht ändern, solange wir uns nicht selber ändern“ zu begünstigen, welche man sich gleich zwei Mal anhören muss.

Auch wer nach Antworten auf die Frage sucht, wie es zu Wallace Ermordung kommen konnte, wird eher enttäuscht werden. "Notorious B.I.G" hält keine Antworten auf diese Frage bereit. Immerhin versucht der Film zu erklären, wie es zu der wachsenden Rivalität und Gewaltbereitschaft zwischen Biggie's Bad Boy Records und Tupac Shakur's Death Row Records kommen konnte. Diese Szenen, zusammen mit den Straßenaufnahmen Brooklyns, hinterlassen den authentischsten Eindruck.

Was den Film am Ende rettet, sind die hervorragenden, schauspielerischen Leistungen von Rapper Jamal Woolard, der Christopher „Biggie“ Wallace auf einfühlsame Weise verkörpert, und Newcomerin Naturi Naughton, die die temperamentvolle Lil' Kim spielt. Der wahre Star des Films ist aber der Soundtrack. Wenn Biggies Hits "Party and Bullshit" oder “Juicy” gespielt werden, dann wird einem klar, wie „The Notorious B.I.G“ zu der Legende werden konnte, die er jetzt ist. Insgesamt eine durchaus ansprechende, aber eben oft auch mängelbehaftete Erzählung für die Hip Hop Generation.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Notorious B.I.G.

© 20th Century Fox

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News

26.03.2009
SPIEGEL online kritisiert den pseudo biographischen Film Notorious BIG.
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Trailer zu Notorious B.I.G. abspielen

Steckbrief
Regie
George Tillman Jr.

Darsteller
Angela Bassett, Anthony Mackie, Antonique Smith, Derek Luke, Edward Bates, Jamal Woolard, Marc John Jefferies, Mark Pitts, Naturi Naughton, Robert Teitel, Trish Hofmann, Voletta Wallace, Wayne Barrow

Genre
Biografie, Drama, Musikfilm
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Herstellungsland
USA

Budget
20 Mio. US-Dollar




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