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Nomaden der Lüfte| Kritik

Kinostart
2001



1996 bezauberte Jacques Perrin die Kinozuschauer mit Mikrokosmos, seinem Film über das Leben der Insekten auf einer Sommerwiese in Frankreich. Die Dreharbeiten zu Nomaden der Lüfte dauerten mehr als drei Jahre, in denen er den Zugvögeln mit der Kamera auf ihrem Weg von Norden nach Süden und wieder zurück gefolgt ist. Genau wie Mikrokosmos beeindruckt auch dieser Film mit nie zuvor in dieser Art gesehenen Aufnahmen. Für die Dreharbeiten wurden spezielle Leichtflugzeuge konstruiert, um die Vögel begleiten zu können, ohne ihnen unnötig viel Angst zu machen.

Dies ist keine Dokumentation im herkömmlichen Sinne, bei der ein Kommentator alle Geschehnisse auf der Leinwand bis ins Detail erklärt, lediglich ein paar Mal während des Films werden ein paar Worte gesprochen oder kurze Erklärungen am Bildrand eingeblendet. Wer erwartet, erklärt zu bekommen, wie die Vögel es schaffen, ihren Weg zu finden, der wird enttäuscht werden. Man weiß, dass sie sich am Magnetfeld der Erde orientieren, aber wie das im Einzelnen funktioniert, liegt nach wie vor im Dunkeln. Das zu erklären ist aber auch gar nicht das Anliegen dieses Films.

Wer sich auf ihn einlässt, wird einige der schönsten Landschaften der Erde und ein paar der beeindruckendsten menschlichen Bauwerke aus der Vogelperspektive bewundern können; man sollte sich einfach zurücklehnen, sich entspannen und die schönen Bilder genießen. Also am besten ein Kino mit möglichst bequemen Sesseln und großer Leinwand wählen. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass der Film nichts beschönigen will: Die jährliche Reise der Zugvögel ist gefährlich, viele bleiben auf der Strecke, sei es durch Erschöpfung, Krankheit oder die Gewehre menschlicher Jäger. Fressen und gefressen werden ist eines der Grundprinzipien der Natur, wer das als "gnadenlos" empfindet, sollte vielleicht lieber auf den nächsten Film aus den Disney Studios warten. Wer jedoch einmal etwas anderes als die übliche Kinokost genießen will, wird hier auf seine Kosten kommen. Voraussetzung ist lediglich der Sinn für die Schönheit der Natur, auch ohne viele Worte.


Filmkritik von Monika Hübner

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Herstellungsland
Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz, Spanien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Die abenteuerliche Reise der Zugvögel




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