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New Moon - Biss zur Mittagsstunde| Kritik 6/10

Kinostart
26.11.2009



Die erfolgreiche Teenie-Vamir-Romanze Twilight - Biss zum Morgengrauen bekommt mit "New Moon - Biss zur Mittagsstunde" aka "Twilight 2" einen Nachfolger spendiert.


Handlung

Kurz nach Bellas (Kristen Stewart) 18. Geburtstag fällt Edward Cullen (Robert Pattinson) den Entschluss, sie zu verlassen, um sie zu beschützen. Mit gebrochenem Herz taumelt Bella wie eine Schlafwandlerin, betäubt und einsam, durch ihr letztes Jahr an der High School, bis sie entdeckt, dass sie Edward sehen, er ihr erscheinen kann, wenn sie sich in große Gefahr begibt. Ihr Wunsch, ihn um jeden Preis um sich haben zu können, treibt sie dazu, immer größere Risiken auf sich zu nehmen, wozu auch eine neue Vorliebe für Hochgeschwindigkeitsspritztouren mit dem Motorrad gehört.

Mit Hilfe von Jacob Black (Taylor Lautner), ihrem Freund aus gemeinsamen Kindertagen, der dem mysteriösen Stamm der Quileute angehört, bringt Bella ein Motorrad für ihre abenteuerlichen Touren wieder in Schuss. Nach und nach erwärmt sich Bellas vereistes Herz durch die aufkeimende Beziehung zu Jacob, der selbst ein übernatürliches Geheimnis in sich trägt. Als Bella eines Tages allein über eine Wiese geht, steht sie plötzlich einem tödlichen Angreifer gegenüber. Ein grausiges Ende bleibt ihr nur erspart, weil ihr ein Rudel Wölfe von enormer Größe zu Hilfe kommt. Diese Begegnung macht erschreckend deutlich, dass Bella sich noch immer in großer Gefahr befindet. In einem Wettlauf mit der Zeit erfährt Bella das uralte Geheimnis des Quileute-Stamms  - und den wahren Grund, warum Edward sie verlassen hat. Schließlich muss sie sich auch der Aussicht auf ein möglicherweise tödliches Wiedersehen mit ihrer großen Liebe stellen. Ein Wiedersehen, das doch anders ausfällt, als sie es sich erhofft hatte.


Filmkritik | New Moon - Biss zur Mittagsstunde

Um es vorweg zu sagen: Fans von Robert Pattinson in der Rolle des schönen bleichgesichtigen Vampirs auf Liebes-Abwegen werden enttäuscht sein: ihr Idol aus "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen" glänzt im Sequel "New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde" die meiste Zeit über durch Abwesenheit. Das hat zwei Gründe. Zum einen hat sich der neue Regisseur Chris Weitz noch enger als seine Vorgängerin Catherine Hardwicke an die literarische Vorlage gehalten: nach dem blutrünstigen Überfall eines männlichen Mitglieds seiner ansonsten "vegetarischen" Vampirfamilie auf die völlig verstörte Bella (Kristen Stewart) zieht sich Edward aus Sorge um deren Sicherheit zurück und verlässt mit seinem Clan die Stadt. Nur bei Gefahr im Verzug erscheint er der Liebsten als Retter in der Not. Nicht real, sondern von Bella halluziniert. Depressionen, Selbstmordgedanken und düstere Visionen der allmählich der Pubertät entwachsenen weiblichen Hauptfigur bestimmen den Grundton dieses schwerblütigen Films. Immer wieder erwacht Bella schweißgebadet aus ihren quälenden Alpträumen. Ob die weitgehend Edward-lose Zeit den in der Mehrheit wohl doch weiblichen Zuschauern schmackhaft gemacht werden kann, bleibt abzuwarten.

Ein anderer Grund für die Reduzierung dieser Figur mit Idol-Potential ist die Einführung einer zweiten männlichen Hauptfigur mit einem vollkommen anderen Charakter: Jacob Black, verkörpert von Taylor Lautner. Hatte die Figur im ersten Teil der "Twilight"-Saga sowohl in der Buch- als auch in der Filmversion eine unbedeutende Nebenrolle zu spielen, so wird sie jetzt zentral aufgebaut als Bellas zweiter "edler Ritter" von der etwas eigenen Art und Gegenentwurf zum eher femininen Edward. Jacob, eingeführt in die Handlung als netter Nachbarsjunge von nebenan, ist ein Mann von kraftstrotzender Virilität, dabei bodenständig, sehr amerikanisch in seinen Grundwerten und zudem - ganz politisch korrekt - Indianer. Dass er ständig halbnackt durch die Filmkulissen läuft und dabei seinen mehr als ansehnlichen Sickpack präsentiert, ist, so vermutlich das Kalkül in Hollywood, ein Zugeständnis an das mit seiner Heldin erwachsener gewordene weibliche Publikum. Sex sells. Und die arme Bella wird immer älter, während Edward immer 17 bleiben wird. Tragisch und ein bisschen grotesk. Das Highlander-Phänomen verkehrt herum. Da kommt ein Testosteron-Träger wie Jacob gerade recht.

Wie es sich für einen richtigen "Twilight"-Film gehört, bleibt auch Jacob nicht er selber, sondern outet sich als Werwolf und Mitglied eines Werwolf-Clans. Natürlich nur aus Liebe zu Bella. Warum die zotteligen Mondanheuler allerdings aussehen wie aus dem Weihnachtsmärchen von Rotkäppchen, bleibt das Geheimnis von Hollywood. Insgesamt bleibt dieser Filmbiss recht langatmig und zahnlos. Warten wir ab bis(s) nach der Mittagsstunde.


Filmkritik von mkrispien

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Bilder / Fotos

New Moon - Biss zur Mittagsstunde (Twilight 2)

© Concorde Filmverleih GmbH

New Moon - Eventbilder

© Concorde Filmverleih GmbH

Kommentare


Anke S.
29.12.2009, 11:02:03
Ein Hammer geiler Film und ich würde ihn am liebsten noch ein zweites mal in den Kino´s gucken. Ich empfehle den Film auf jeden Fall weiter. Schaut ihn euch an und bildet eure eigene Meinung. :o)

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News

27.05.2009
Concorde Filmverleih hat den Starttermin für "Twilight 3" angekündigt. "ECLIPSE - Biss zum Abendrot" wird voraussichtlich am 15.7.2010 in den deutschen Kinos anlaufen.
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Australien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Twilight 2 - The Twilight Saga: New Moon


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