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New in Town| Kritik 2/10

Kinostart
26.11.2009



Handlung

Sie liebt ihre Schuhe, sie liebt ihr Auto, sie liebt das Leben in Miami. Und dann bekommt Lucy Hill (Renée Zellweger), glücklicher Single und zielstrebige Geschäftsfrau, ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann: eine Dienstreise ins kalte Minnesota. Dort soll sie für ihre Firma die ortsansässige Fabrik umstrukturieren und Jobs abbauen. Sollte sie sich bei diesem Auftrag bewähren, ist die nächste Beförderung beschlossene Sache. Als Lucy im verschneiten New Ulm ankommt, erweist sich der Auftrag allerdings als nicht ganz so einfach, wie sie dachte. Bei Temperaturen weit unter Null ist das Leben hier weit weniger hektisch als im quirligen Miami. Und dann entpuppen sich die vermeintlichen Hinterwäldler auch noch als herzensgute, liebenswerte Menschen, deren Charme und Offenheit sich selbst die eingefleischte Großstädterin nicht entziehen kann. Sie bringen Lucy dazu, ihren Karriereplan und ihr materialistisches Denken zu überdenken und ihr Leben umzukrempeln. Und dann stellt sie auch noch fest, dass ihr erklärter Gegner, der Gewerkschaftsvertreter Ted Mitchell (Harry Connick Jr.), unter seiner Fellmütze ein ziemlich fescher Kerl ist.


Filmkritik | New in Town

Die gute Nachricht zuerst: "New in Town" hat irgendwann ein Ende. Die zweite, weniger gute: Renée Zellweger kriegt im verschneiten Winderwald von Minnesota keine Schokolade zum Frühstück, aber einen Holzhacker Buam im entsprechenden Hemd. Ach ja: Hinterwäldler sind auch nur Menschen und karrieregeile Powerfrauen sowieso. Kapitalisten sind lernfähig. Alles wird gut. Damit wäre die Botschaft dieser kleinen "Romantischen Komödie" im Wesentlichen beschrieben.

Renée Zellweger ist eine Schauspielerin, die mag man oder man mag sie nicht. Der stets zum Over Acting neigende Hollywoodstar mit dem immer ein wenig angestrengt wirkenden Gesichtsausdruck hat seit dem internationalen Karrieredurchbruch mit "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück" vor allem bei weiblichen Filmfreunden ü30 eine treue Fangemeinde. Dass sie auch anspruchsvolle Rollen stemmen kann, bewies sie als bodenständige Streunerin mit Sinn fürs Praktische und viel Herz in "Unterwegs nach Cold Mountain". Dafür gab´s den Oscar, für "New in Town" reicht´s noch nicht einmal für die goldene Himbeere. Warum Zellweger die weibliche Hauptrolle in diesem verqueren Schmonzes übernahm, bleibt rätselhaft. Vielleicht ist es einfach die Panik, die Hollywood-Actricen überfällt, wenn sie die Vierzig erreichen (wie Zellweger in diesem Jahr) und dann jeden Blödsinn drehen, nur um im Geschäft zu bleiben. Dass das bei entsprechendem Können gar nicht nötig ist, beweist Meryl Streep übrigens von Jahr zu Jahr mehr.

Der Plot ist rasch erzählt: Businesswoman und Single Lucy (Renée Zellweger) verschlägt es im Übereifer ihrer Karrieregeilheit aus dem mollig warmen Apfelsinenstaat Florida in den tief verschneiten Hinterwald von Minnesota. Dort soll sie eine marode Lebensmittelfabrik betriebswirtschaftlich wieder auf Kurs bringen, wenn´s sein muss, mit kapitalisticher Bracchialgewalt wie Entlassungen der braven, aber kreuzdämlichen Hinterwald-Arbeiter. Natürlich proben die Hinterwäldler den Auftand, natürlich wird Lucy aufs Derbste gemobbt und fällt in den vereisten Waldschneisen von Minnesota nicht nur symbolisch, sondern auch sehr real auf den gepflegten Popo. Und am Ende natürlich erwartungsgemäß dem kreuzbraven Gewerkschaftsvertreter Ted alias Harry Connick Jr. in die Arme. Harry wer? Der Schauspieler ist hierzulande ein Nobody. In den USA ist er vor allem bekannt als Musiker und war - man höre und staune - maßgeblich beteiligt am Soundtrack des 1980er Jahre-Filmklassikers "Harry und Sally". Immer wieder zog es ihn, warum auch immer, zur Schauspielerei. So zum Beispiel in dem Film "P.S. Ich liebe Dich." Scheint ein Hobby von ihm zu sein. Ach so: Der Regisseur des Films heißt Jonas Elmer, ist neu in Hollywood und Däne. Das erklärt vielleicht Einiges.


Filmkritik von mkrispien

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Bilder / Fotos

New in Town

© Senator Film Verleih

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Steckbrief
Regie
Jonas Elmer

Darsteller
Barbara James Smith, Ferron Guerreiro, Frances Conroy, Harry Connick Jr., J. K. Simmons, James Durham, Mike O`Brian, Renée Zellweger, Siobhan Fallon Hogan, Wayne Nicklas

Genre
Komödie, Romantik

Tags
Liebe
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Chilled in Miami




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