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My Big Fat Greek Summer| Kritik 6/10

Kinostart
15.10.2009



Handlung

Georgia (Nia Vardalos) ist Reiseführerin in Griechenland – für viele ein Traumjob. Aber für die amerikanische Geschichtsprofessorin ist es ein Albtraum. Ihre Schäfchen – ein anstrengender Mix aus trinkfreudigen Australiern, lauten Amerikanern und hochnäsigen Briten – zeigen wenig Interesse für die Schönheit und Kultur der antiken Bauten. Bei ihnen stehen eher Andenken, Eiscreme und Partys an erster Stelle. Der betagte Reisebus, miese Hotels und ihr muffiger Fahrer Procopi (Alexis Georgoulis) machen die Tour auch nicht besser. Georgia steht kurz davor aufzugeben, da erhält sie unerwartet Hilfe. Ausgerechnet Irv (Richard Dreyfuss) – der nervende Klassenkasper der Gruppe – zeigt Georgia, wie sie das Leben wieder genießen kann. Nach und nach verwandelt sich die zugeknöpfte Akademikerin in eine charmant-witzige, mitreißende Reisebegleiterin, der plötzlich auch die Männer nicht widerstehen können...

Die Hauptdarstellerin Nia Vardalos ist bekannt aus der Komödie "My Big Fat Greek Wedding", daher die Namensgebung des Films. Ansonsten haben die Filme inhaltlich nichts gemein.


Filmkritik | My Big Fat Greek Summer

Im englischen Original heißt diese Komödie "My Life in Ruins", was dem Inhalt mal wieder deutlich gerechter wird, als die deutsche Variante "My Big Fat Greek Summer". Erzählt wird ein Ausschnitt aus dem chaotischen Leben von Georgia, gespielt von Nia Vardalos, die bereits in dem zum verwechseln ähnlich klingenden "My Big Fat Greek Wedding" eine Kostprobe ihres schauspielerischen Könnens gab.

Die Story ist einfach: Gescheiterte Geschichtsprofessorin aus Amerika versucht sich in Griechenland als Reiseführerin durchzuschlagen und wird dabei mit allem Unbill der konsumverwöhnten Touristen konfrontiert. Ruinen, Pestilenz und mobbende Kollegen in Reinform.

Soviel so gut. Den Zuschauer erwartet eine leicht verdauliche Komödie im besten Hollywood-Stil, bei der man getrost das Denken abschalten kann. Zwar hat sich Regisseur Donald Petrie durch den einen oder anderen Griff in die filmische Gagkiste, etwa wenn der Busfahrer Puspi Kakas die Reiseführerin Georgia mal wieder mit einem seiner absolut klischeehafte Griechenwitze aus der Fassung bringt, durchaus bemüht, aber ... überhaupt ist Klischee das Schlagwort schlechthin im Film, um das sich alles dreht. Der blaue Himmel von Griechenland. Die entspannten Einheimischen, die von der Hektik des dritten Jahrtausends bislang noch verschont geblieben zu sein scheinen. Ignorante Touristen, die von der Hochkultur der Antike nicht zu überzeugen sind und je nach Nationalität wieder bestimmte Stereotypen bedienten. Auch Handlung und Dialoge lassen leider sehr zu wünschen übrig, und präsentieren dem Zuschauer wenig Originelles oder Unvorhersehbares. Alles nimmt im Grunde genommen den zu erwartenden Verlauf. Neben der in diesem Film wirklich nicht überzeugenden Nia Vardalos kann einzig Richard Dreyfuß, der liebenswerte amerikanische Rentner, der die gestresste Reiseführerin immer wieder aufzubauen trachtet, das schauspielerische Niveau auf ein akzeptables Level heben. Auch die Bemühungen des Regisseurs ins letzte Drittel des Films dann doch noch etwas Tempo zu bringen, verlaufen mehr oder minder im Sand, weil auch hier wieder nur Standards wie romantische Szenen orchestriert von stimmungsvoller Musik geboten werden.

Nach dem Hype um "My Big Fat Greek Summer" hätte man von Nia Vardalos eigentlich mehr erwartet. Aber wenn Drehbuch und filmische Umsetzung eben nicht mehr hergeben, ist es schwierig. Hartgesottenen, die ihre Kritikfähigkeit zuhause in die unterste Schublade legen und einfach nur einen Abend lang seichte Unterhaltung in bester Hollywood-Manier suchen, ihnen kann allerdings nichts passieren und sicherlich ist ihr Leben nach dem Film nicht ruiniert!
Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

My Big Fat Greek Summer

© 20th Century Fox

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Steckbrief
Regie
Donald Petrie

Darsteller
Alexis Georgoulis, Bernice Stegers, Caroline Goodall, Macarena Benites, María Adánez, María Botto, Nia Vardalos, Rachel Dratch, Richard Dreyfuss, Sheila Bernette, Sophie Stuckey

Genre
Komödie, Romantik

Tags
Griechenland, Liebe
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Spanien

Alternativ- bzw. Originaltitel
My Life in Ruins




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