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Mr. Poppers Pinguine| Kritik 4/10

Kinostart
23.06.2011



Handlung

Arbeit ist alles für Tom Popper (Jim Carrey). Dafür hat der von Ehrgeiz getriebene New Yorker Geschäftsmann viel geopfert, lebt getrennt von seiner Frau Amanda (Carla Gugino) und den beiden gemeinsamen Kindern. Die wichtigen Dinge im Leben erkennt Mr. Popper nicht – bis er eine ungewöhnliche Erbschaft macht. Sein Va-ter, ein Abenteurer, der Frau und Kind früh verließ, hinterlässt ihm einen Pinguin, aus dem schon bald sechs werden. Schnell stellen die neugierigen Vögel sein Leben völlig auf den Kopf, sorgen für ordentlich Chaos und verwandeln Mr. Poppers luxuriöses Apartment in eine verschneite Winterlandschaft. Gemeinsam mit seinen beiden Kindern, die die Pinguine schnell in ihr Herz schließen, durchlebt er viele spaßige Abenteuer beim Versuch die Tiere erst loszuwerden und dann wieder zurückzuerobern. Dabei lernt Mr. Popper eine tierische Lektion über den Wert von Freundschaft und Familie.


Filmkritik | Mr. Poppers Pinguine

„Drei Männer und ein Baby“ meets „Ace Ventura“ und schon haben wir „Mr. Poppers Pinguine“. Dabei geht aber leider vollkommen unter, dass es sich bei dem Original – dem Mark Waters (Regie, bekannt durch „Wer hat Angst vor Jackie-O?“) Werk zugrunde liegt - um die Adaption eines mehr oder weniger bekannten Kinderbuchs handelt.

Das Kinderbuch, welches in den Vereinigten Staaten sehr beliebt ist, handelt von einem verträumten und wenig anpassungsfähigen Geschäftsmann, dessen Leben durch die urplötzlich vererbten Tierchen vollkommen aus der Bahn gerät. Die Filmversion machte einen überzogenen Exzentriker aus Mr. Popper (gespielt von Jim Carrey), der an der einen oder anderen Filmstelle viel zu sehr an den wenig wahrheitsliebenden Fletcher Reede aus „Der Dummschwätzer“ oder auch an Stanley Ipkiss aus „Die Maske“ erinnert. Eigentlich ein sehr enttäuschender Faktor, denn Carrey hat in der Vergangenheit mehr als einmal bewiesen, dass er auch individuell und ernsthaft schauspielern kann. Hier übernimmt er allerdings wieder voll und ganz die Rolle der schrägen Ulknudel, die sich mehr als nur nahtlos an seine allseits bekannten Kassenknüller-Rollen anlehnt. Offensichtliche aber wenigstens hochwertige Unterstützung bekommt Carrey von Carla Gugino (bekannt aus „Sin City“), als innen weiche und außen harte Ex-Frau, und von seinen vernachlässigten Filmkindern (gespielt von Madeline Carroll und Maxwell Perry Cotton).

Ebenfalls sehr schwach wirkt die Story. Der Grund ist aber sicherlich nicht der, dass das Grundgerüst, welches Waters und der Crew vorlag, zu dünn war – sondern ganz offensichtlich daran, dass man sich nicht die Mühe gemacht hat, die einzelnen Storyfäden zu vertiefen. Viel lieber verlässt man sich auf die Präsenz der kleinen, exzellent animierten Hauptdarsteller und auf das komödiantische Talent von „Mr. Popper“. Ein Vorhaben, das vor allem bei jungen Zuschauern wunderbar funktionieren mag – sicher aber nicht bei den älteren. Denn diese werden bereits nach wenigen Filmminuten, anhand der sehr dünnen Geschichte, ahnen, wie der Film wohl ausgehen mag. Streckenweise ist also tatsächlich so etwas wie lähmende Langeweile angesagt: woran auch die hier und da gut gelungenen Gangs und die zum Knuddeln süßen Pinguine – die zugegeben etwas zu menschlich wirken – nichts ändern können.

Mr. Poppers Pinguine“ unterhält auf sehr flachem aber durch und durch auf kindgerechtem Niveau. Deshalb steht es außer Frage, dass besonders die ganz kleinen Kinofans vor Freude und Entzückung jauchzen werden, wenn einer der kleinen Eisbrecher sich in Poppers unterkühltes Herz kämpft, ihn die wahren Werte des Lebens lehrt, und so die traurige und zersplitterte Familie wieder vereint. Walters hat also perfektes Familienkino geschaffen – nicht weniger, aber leider auch nicht mehr.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Mr. Poppers Pinguine

© 20th Century Fox

Kommentare


Chris
01.12.2011, 05:11:30
Lange keinen so schlechten Film mehr gesehen. Unrealistisch ist noch stark untertrieben, geradezu hanebüchen, klischeehaft, schmalzig, dämlich und einfach nur grauenhaft! Eine peinliche Karikatur eines Familienfilmes, die auch Jim Carrey nicht mal ansatzweise zu retten vermag. Schlimm eigentlich, dass er sich für so einen Schund hergibt! Ach ja, lustig ist der "Film" übrigens auch nicht. Pure Verschwendung von Lebenszeit...

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Steckbrief
Regie
Mark Waters

Darsteller
Angela Lansbury, Carla Gugino, Clark Gregg, David Krumholtz, James Tupper, Jeffrey Tambor, Jim Carrey, Madeline Carroll, Maxwell Perry Cotton, Ophelia Lovibond, Philip Baker Hall

Genre
Komödie

Tags
Familie, Pinguine
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Mr. Popper's Penguins




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