Der Regisseur Michael Moore hat den Dokumentarfilm fürs Kino populär gemacht. Obwohl ihm seine Kritiker Einseitigkeit vorwerfen mögen, mit beeindruckenden Beispielen und einer Prise Humor hat er Millionen von (amerikanischen) Zuschauern in die Kinos gelockt. In "Bowling for Columbine" wetterte er gegen die liberalen Waffengesetze der USA, in "Fahrenheit 9/11" gegen den Präsidentschaftskandidaten George W. Bush und in Moores neustem Streich mit dem Titel "Sicko", nimmt er das amerikanische Gesundheitssystem ins Visir. Und die Pharmaindustrie.
Moore hat eine Kopie des Films in Kanada hinderlegt, aus Sorge vor einer Beschlagnahmung durch die US-Behörden. Der Grund: Teile des Films wurden auf Kuba gedreht, ohne eine amerikanische Genehmigung. Zudem kursiert der Film bereits in den Tauschbörsen. Den Filmemacher scheint es nicht zu stören. In der Vergangenheit betonte er mehrfach, dass es ihm nicht ausmache, wenn sich die Leute seine Filme kopieren, sofern sie daraus keinen Profit schlagen. Moores Produktionspartner dürften da anderer Meinung sein.