Handlung
Greg Focker (Ben Stiller) erfährt in einem harmlosen Gespräch mit seiner Zukünftigen (Teri Polo), dass ihr Vater es schätzt, wenn potentielle Schwiegersöhne zuerst sein Einverständnis einholen, bevor sie ihre Auserwählte um ihre Hand bitten. Noch weiß er nicht, welcher Alptraum ihm bevorsteht, als sie sich auf den Weg zu Pams Eltern machen, aber dieses Wochenende wird er wohl nicht so schnell vergessen. Die Fettnäpfe reihen sich an seinem Weg, und Greg tappt fröhlich von einem in den nächsten.
Filmkritik | Meine Braut, ihr Vater und ich
Dass vielen Vätern kein Mann gut genug ist für ihre Tochter, ist eine altbekannte Tatsache. Man kann die Sache auch auf die Spitze treiben und daraus einen Film machen, der zwar nur so strotzt von Klischees, aber trotzdem recht unterhaltsam ist. Robert De Niro, der im letzten Jahr in "Reine Nervensache" als weinerlicher Mafiaboss, der der Cosa Nostra den Rücken zukehren will, unsere Lachmuskeln strapaziert hat, spielt den kritischen Vater, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Verehrer seiner Töchter erfolgreich in die Flucht zu schlagen, wenn er sie für Versager hält, was meistens der Fall ist. Gnade vor seinen Augen fand bisher lediglich der Verlobte von Pams Schwester Debbie, der Arzt ist, aber die männliche Krankenschwester mit dem unmöglichen Namen passt in seinen Augen eindeutig nicht in diesen gehobenen Rahmen. Greg, der seinen Namen bereits von Gaylord in Greg geändert hat (wer will schon Gay Focker heißen?!) hat es schwer, sich Respekt zu verschaffen, und zu allem Überfluss muss er auch noch die Klamotten vom Schwiegerpapa in spe anziehen, weil die Fluggesellschaft seinen Koffer verloren hat.
Viel Neues hat der Film nicht zu bieten, so ziemlich alles hat man in irgendeiner Form schon irgendwo einmal gesehen. Der Witz um Gregs Namen geht in der deutschen Synchronisation unter, aber immerhin hat man sich nicht verkrampft bemüht, eine Entsprechung zu finden. Alles in allem etwas zuviel Klamauk für meinen Geschmack, aber nachdem das Kinosommerloch in diesem Jahr weit in den Herbst hinein angehalten hat, darf man wohl nicht allzu wählerisch sein. Es gibt bessere Filme, aber auch weitaus schlechtere.
Filmkritik von Monika Hübner