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Marmorera - Der Fluch der Nixe| Kritik

Kinostart
2007



Vor 50 Jahren brauchte die Stadt Zürich mehr Strom und opferte das Bergdorf Marmorera für einen Stausee. Seither spricht man da oben von einer Epidemie. Mit diesen Worten beginnt der Trailer des Schweizer Films Marmorera von Regisseur Markus Fischer.

In den Hauptrollen der mehrfach preisgekrönten Verfilmung findet sich neben weniger bekannten Nachwuchsschauspielern, wie Mavie Hörbiger und Eva Dewaele, auch der unter Filmkritikern als großes Nachwuchstalent gehandelte Schauspieler Anatole Taubman. Dieser spielt hier den erfolgreichen Psychiater Dr. Simon Cavegn, dessen wissenschaftlich geprägtes Weltbild im Laufe des Films mehr und mehr aus den Fugen gerät. Auf der Rückfahrt von ihren Flitterwochen besuchen Dr. Cavegn und seine Frau Paula den Stausee von Marmorera. Der Psychater, dessen Familie ursprünglich in dem nun überfluteten Bergdorf ansässig war, und seine frisch getraute Frau Paula werden bei einem kurzen Zwischenstopp in seinem alten Heimatort zufällig auf ein Fischerboot aufmerksam. In diesem liegt regungslos eine junge Frau für die scheinbar jegliche Hilfe zu spät kommt. Dr. Simon Cavegn kann nur noch ihren Tod feststellen. Als Sie jedoch plötzlich und unerwartet auf dem Weg ins Hospital wieder zum Leben erwacht, stellt dies den Beginn einer Reihe von seltsamen Ereignissen dar, die nicht rational erklärt werden können. Erstaunt darüber, dass eben die junge Frau, die er drei Tage zuvor für Tod erklärt hatte, nun plötzlich in seinem Spital als Patientin auftaucht, nimmt sich Dr. Cavegn zögern ihrer an. Noch während er und seine Kollegen darüber rätseln wer diese Frau sein könnte und wo sie herkomme, setzen eine Reihe von unerklärlichen Todesfällen im Umfeld der ehemaligen Gemeinde Marmorera ein. Dem Psychiater wird schnell klar, dass die unbekannte Frau etwas mit den Toden zu tun haben könnte und sein Misstrauen wächst. Sie dagegen scheint Dr. Cavegn instinktiv zu vertrauen und es scheint als kenne Sie ihn aus einem anderen, früheren Leben, obgleich sie sich augenscheinlich erst vor einigen Tagen zum ersten Mal begegnet sind.
Im Laufe seiner psychiatrischen Behandlung wird der Doktor zunehmend durch die junge Frau, die aufgrund ihrer Affinität zu Wasser von ihm als Nixe bezeichnet wird, eingenommen. Ihr Einfluss auf seine Psyche beginnt zu Wachsen und sie kann bei ihm scheinbar Halluzinationen hervorrufen. So erkennt Dr. Cavegn beim Betrachten von Videoaufzeichnungen einzelner Behandlungssitzungen mit der Unbekannten plötzlich Bilder von ermordeten Leichen. Unheimlich wird es, als er merkt, dass die Bilder der Toten, tatsächlich einige Tage später Realität werden. Beeinflusst durch diese surrealen Erfahrungen und seinem nun stets labiler werdenden psychischen Zustand verschlechtert sich auch zusehends sein Verhältnis zu seiner schwangeren Frau Paula.
Zunehmend verstörter und verängstigter fährt er zurück nach Marmorera und nimmt Kontakt auf mit einem alten Einwohner des Dorfes. Dieser verfolgt die Geschichte des Bergdorfes und seiner Einwohner schon seit Jahrzehnten und ist der Überzeugung, dass die junge Frau eine Nixe aus dem See ist und dazu die Verursacherin einer Unfallepidemie. Diese habe früher schon viele Tote unter den ehemaligen Einwohnern Marmoreras gefordert und nun würde sich dieses Unheil wiederholen. Während des gesamten Filmes übt der See eine magische Anziehung auf die Beteiligten aus und stellt den Mittelpunkt des gesamten Handlungsablaufes dar.

Genauso wie der See scheint auch die junge Frau, die allein zu Simon spricht, magisch mit der Unterwelt des Sees verbunden zu sein. Dem Zuseher wird überlassen, ob er die Frau als Nixe oder lebenden Geist einer ehemaligen Bewohnerin des Bergdorfes Marmorera oder beides ansieht. Es verwundert darum nicht, dass Dr. Cavegn auf der Suche nach Antworten immer wieder an den besagten Ort zurückkommt, der dieses Geheimnis beherbergt, den Stausee Marmoreras. Hier ist es auch, wo er bei einem weiteren Besuch nach einer Rettungsaktion, bei der er in den See springt, das Bewusstsein verliert und ins Koma fällt. Erst Monate später erwacht er wieder, um kurz darauf, erneut wieder bei einem Autounglück in den See von Marmoreras zu stürzen. Nur dieses Mal gibt ihn der See nicht mehr frei und es scheint so, als wollten See und das versunkenes Dorf ihr Geheimnis nicht preisgeben wollen...


Filmkritik von Doktor Fellzahn

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Steckbrief
Regie
Markus Fischer

Darsteller
Corin Curschellas, Eva Dewaele, Jessica Früh, Mathias Gnädinger, Mavie Hörbiger, Stefan Gubser, Urs Hefti

Genre
Horror
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Herstellungsland
Schweiz




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