Handlung
Das junge Journalistenehepaar John (Owen Wilson) und Jenny Logan (Jennifer Aniston) entschließt sich dazu, ihr neues berufliches und privates Glück in Florida zu beginnen. Der von John nicht gerne gehörte Kinderwunsch von Jenny, lässt beide zu dem Kompromiss kommen, dass ein Hund eine gute Probe für das Ehepaar wäre, sich Rechten und Pflichten gut aufzuteilen. Doch mit dem Labradorwelpen Marley kehrt nicht nur das Chaos in die Wohnung und das Leben des jungen Paares ein. Auch die Ehe selbst wird durch die Turbulenzen des kleinen Hundes erheblich auf den Kopf gestellt, der sich trotz aller Eskapaden Stück für Stück immer mehr ins Herz der beiden spielen kann.
Filmkritik | Marley & Ich
Mit Marley & ich kommen zwei absolute Größen des Hollywoodbusiness endlich wieder auf die Leinwand, die man bereits vorher in Filmen sah, die sauber die Gratwanderung zwischen Romanze und Tragödie schafften: Jennifer Aniston und Owen Wilson. Gerade Aniston blüht in diesem knapp zweistündigen Film richtig auf und beweist, dass sie trotz diverser Rollen im Teen- und Twensektor auch im fortschreitenden Lebensalter die Rolle der süßen und emotionalen Ehefrau perfekt verkörpern kann und auch dieses Mal in ihre Paraderolle schlüpft.
Auch wenn der Hund Marley eine entscheidende Rolle in Marley & ich einnimmt, sollte man sich den Film nicht für einen Familienausflug vornehmen. Das Werk von David Frankel ("Der Teufel trägt Prada") ist weder als Tierfilm noch als reine Komödie angelegt, sondern verbindet vielmehr Stilelemente aus Tragödie und humoresker Romanze mit allerlei chaotischen Geschichten des Tieres. In manchen Momenten hat es den Anschein, als fülle Marley lediglich manche Lücken auf, wenn der Plot gerade wieder zu erlahmen droht und die Handlung eine kleine Kehrtwende oder neue Impulse benötigt. Und in der Tat sollte man von Romanzen und Liebesfilmen zumindest ein Stück weit begeistert sein, um die gesamten zwei Stunden an "Marley & ich" Freude haben zu können. Der Kinozuschauer wird also auf die berühmte Achterbahnfahrt der Gefühle eingeladen, so dass manche Zuschauer enttäuscht sein dürften, die eher auf Tierfilme oder Komödien spezialisiert sind.
Marley & ich ist eine Romanverfilmung und hat wie so häufig bei Filmen dieser Art die Schwierigkeit, entscheidende Elemente des Buches komplett auf die Leinwand zu bringen. Trotz seiner Länge dürften Kenner des Romans etwas enttäuscht sein, wer sich jedoch an Filme von Jennifer Aniston der früheren Jahre erinnern kann, dürfte auch an Marley & ich seine helle Freude haben. Ein Film, der stark von den beiden Hauptprotagonisten und einigen Nebendarstellern (in erster Linie Kathleen Turner) lebt.
Filmkritik von Gastautor