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Männertrip| Kritik 7/10

Kinostart
02.09.2010



Handlung

Praktikant Aaron Green (Jonah Hill) wittert bei einem Plattenlabel seine große Chance, als er den britischen Musiker Aldous Snow (Russell Brand) zu dessen großem Comeback nach Los Angeles bringen soll. Aldous Snow ist ein brillanter Musiker und ein wandelndes Sexsymbol. Müde vom Überfluss an Geld und von ihn umgebenden Jasagern sucht der ehemalige Rockbandfrontmann nach dem tieferen Sinn seines Lebens. Das heißt zwar noch lange nicht, dass er auf dem Weg dorthin die eine oder andere Orgie ausschlagen muss, aber als er hört, dass seine einzig wahre Liebe in Kalifornien ist, kommt er auf die fixe Idee, sie noch schnell vor seinem musikalischen Triumphzug um die Welt zurückzuerobern. Während der Countdown für den Tourstart im Greek Theatre in Los Angeles tickt, muss Praktikant Aaron seinen Schützling durch ein internationales Minenfeld aus Drogenschmugglereien in London, Raufereien in New York und einem Striptease in Las Vegas manövrieren. Aaron muss ihm schmeicheln, ihn anlügen und mit ihm feiern, aber so oder so wird er Aldous zu seinem großen Gig bringen müssen.


Filmkritik | Männertrip

Männerfreundschaften sind ja angeblich die tiefsinnigsten, teilweise ungewöhnlichsten und doch bedingungslosesten der Welt. So sagt man jedenfalls. Ob das wirklich den Tatsachen entspricht, nimmt Nicholas Stollers Komödie „Männertrip“ unter die Lupe. Und das ohne Rücksicht auf Verluste vor und auf der Leinwand.

Dabei bedient sich Stoller (Regie, bekannt durch „Der Ja-Sager“) der üblichen „Gewürze“, die bei einer typischen Männerkomödie a la „Roadtrip“ für den ganz besonderen Filmbiss sorgen sollen: Zwei Buddys, die unterschiedlicher nicht sein könnten und jede Menge Chaos und Ärger. In die Rollen des zu Beginn einfach nur unterschiedlichen Gespanns, das sich am Ende zu dicken Freunden entwickelt, schlüpfen Russell Brand (bekannt aus „Nie wieder Sex mit der Ex“) als abgewrackter Rockstar Aldous Snow und Jonah Hill (bekannt aus „Beim ersten Mal“) als Plattenlabel-Praktikant und Fan Aaron Green. Der Ärger und das Chaos kommen von ganz allein. Im Grunde sicherlich eine erheiternde Mischung, wenn es manchmal nicht etwas zuviel des Guten wäre. Somit wirkt Stollers Werk nicht selten ein wenig an alten Gags überwürzt. Nichts desto trotz, vermag „Männertrip“ den Zuschauern dennoch den einen und auch den anderen schallend lauten Lacher zu entlocken. Sei es durch die schauspielerischen Glanzleistungen der beiden Hauptcharaktere, die wirklich wunderbar in ihrer urkomischen Tragik miteinander harmonieren, oder aber der mitunter doch gelungenen Witze und Szenen wegen. Und an diesen spart Stoller ebensowenig, wie an altbackenen Witzklassikern wie dem durch Drogen und Alkohol ausgelösten Hangover, nach dem nichts mehr ist wie es war.

Neben den zahlreichen mehr oder weniger guten Gags, kann „Männertrip“ auch mit einer ganzen Menge Stars und Sternchen aus dem Musikbusiness in den Nebenrollen aufwarten. So verirrt sich nicht nur Schlagzeuglegende Lars Ulrich (von Metallica) als er selbst in den verkorksten Sex, Drugs and Rock n´Roll-Trip, sondern auch Pop-Ladys wie Christina Aguilera, Pink und Katy Perry. Deren Cameo-Auftritte verfügen zwar nicht über den gewissen Oscar-Hauch, wissen aber das Gefühl zu unterstützen, dass es sich bei der schrägen Komödie tatsächlich um so etwas wie einen geheimen Blick hinter die wilde Kulisse des Musikgeschäfts handelt. Und genau an dieser Stelle beweisen Stoller und sein Team Talent darin, eine glaubhafte und nicht allzu überzogene Filmillusion zu erzeugen.

Sicherlich nicht ganz neu, aber dennoch durchaus mehr als nur sehenswert: Das trifft es wohl am besten, wenn man „Männertrip“ genauer betrachtet. Die rotzig-freche Männerkomödie, an der durchaus auch das weibliche Geschlecht Gefallen finden wird, spart zwar nicht an schlechten, aber auch nicht an guten Witzen und Filmmomenten.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Männertrip

© Universal Pictures International Germany GmbH

Kommentare


Filmfreek
04.01.2011, 09:05:06
Muss mich leider anschließen: der Film gehört zu den schlechtesten, die ich bisher gesehen habe.
In meiner ausführlichen Filmkritik auf www.filmfreek.de gab's gerade mal 2 von 10 Punkten.
Jacky
29.12.2010, 23:18:54
Das ist einer der blödesten Filme die ich je gesehen habe. Der Film ist einfach nur Scheiße.

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Steckbrief
Regie
Nicholas Stoller

Darsteller
Aziz Ansari, Christina Aguilera, Colm Meaney, Elisabeth Moss, Jonah Hill, Lars Ulrich, Lino Facioli, Mario López, Nick Kroll, Pink, Rose Byrne, Russell Brand, Sean Combs

Genre
Komödie
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Get him to the Greek




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