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Liebe Mauer| Kritik 6/10

Kinostart
19.11.2009



Handlung

Sascha (Maxim Mehmet) ist Grenzsoldat wider Willen. Um einen Studienplatz in Medizin zu bekommen, hat er sich für drei Jahre zur Volksarmee verpflichten müssen. Franzi (Felicitas Woll) ist eine freche, neugierige junge Frau aus dem Westen der Republik, die aus Kostengründen eine Wohnung direkt an der Mauer bezieht. Als Sascha und Franzi sich verlieben und heimliche Treffen arrangieren, glauben Stasi und CIA – es ist die Zeit der Massenflucht in die Prager Botschaft und der Demonstrationen – Anfänge eines Bürgerkrieges zu beobachten.


Filmkritik | Liebe Mauer

Kaum zu glauben, aber es ist bereits 20 Jahre her, seit die Mauer gefallen und Deutschland wieder vereint ist. Die Zeit ging schnell vorbei und brachte zahlreiche Veränderungen mit sich. Interessanterweise fiel zwar die reale Mauer, in den Köpfen der Menschen scheint die Mauer aber noch teilweise weiter zu stehen. Nicht nur im negativen Sinne. Pünktlich zum 20. Jubiläum des Mauerfalls kam der neue Film von Regisseur Peter Timm ins Kino. Dieser ist kein gänzlich Unbekannter auf dem Gebiet der Ost-West Thematik. Schon sein Film "Go, Trabi, Go" handelt von den manchmal etwas unterschiedlichen Lebenseinstellungen und Eigenheiten von Ost und West.

Ich hatte die Möglichkeit bei der Premiere von "Liebe Mauer" dabei zu sein und als einer der Ersten den Film zu sehen. Nach der Vorführung gab es heftigen Beifall. Der Film hatte die Zuschauer überzeugt, mich jedoch etwas weniger. Woran es lag, ist schwer zu erklären. Im Prinzip ist "Liebe Mauer" eine sehr solide gemachte Tragikomödie. Die Geschichte ist nicht neu, wird aber durchaus gekonnt und nicht ohne Witz erzählt. Sämtliche Schauspieler bieten eine überdurchschnittliche Leistung und auch die Pointen kommen nicht zu kurz. Jedoch fehlt dem Film diese gewisse Ausstrahlung, die ein gutes Werk auszeichnet. Es scheint so, als hätte man schon irgendwo alles gesehen. Manchmal besser, manchmal schlechter, aber das Gefühl von Déjà-vu wurde ich über die gesamte Dauer des Films nicht los. Es ist schwer zu sagen, ob es vielleicht daran liegt, dass ich unter Umständen nicht die Zielgruppe des Films darstelle. Ich habe zwar noch die DDR miterlebt, aber keinerlei Beziehung zu dieser. Ein Freund von mir, der ebenfalls im Kino war, lobte die vom Film eingefangene Atmosphäre sehr. Er wies mich darauf hin, wie detailgetreu und realitätsnah doch die damalige Zeit rekonstruiert wurde. Dem konnte ich leider nichts abgewinnen, da mir schlicht die persönliche Kenntnis fehlt.

Allgemein habe ich feststellen können, dass ältere Menschen, die unter Umständen noch selbst die Ost-West-Trennung aktiv miterlebt haben, den Film "Liebe Mauer" wesentlich enthusiastischer aufgenommen haben. Somit bin ich der Meinung, dass falls man Lust auf einen solide gespielten und gut gemachten deutschen Film hat, derzeit kein Weg an Peter Timms "Liebe Mauer" vorbeiführt. Dabei muss man sich jedoch dessen bewusst sein, dass dieser Film nichts Neues bietet und aufgrund seiner Hintergrundthematik nicht jedem gleich interessant vorkommen wird.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Liebe Mauer

© Warner Bros. Pictures Germany

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