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Legion| Kritik 2/10

Kinostart
18.03.2010



Handlung

Als Gott den Glauben an die Menschheit verliert, entsendet er eine Legion von Engeln, damit sie die Apokalypse über die Erde bringen. Die letzte Hoffnung der Menschen gründet sich auf eine Gruppe von Fremden, die in einem Diner mitten in der Wüste gefangen sind, sowie auf den Erzengel Michael (Paul Bettany).


Filmkritik | Legion

Einige Filme sind sich dessen bewusst, dass sie eigentlich schlecht sind und wurden absichtlich als Trash angelegt. Andere wiederum sind so grottig, dass sie schon wieder gut sind. Die restlichen, die dazwischen liegen, sind zu schlecht, um wahr zu sein. "Legion", ein apokalyptischer Horror-Actioner mit stark religiösem Anstrich, fällt eindeutig in die dritte Kategorie. Die Handlung ist banal, das Drehbuch ist löchrig wie ein Schweizer Käse und die schauspielerischen Leistungen sind zum davonrennen. Eigentlich eine Schande für seinen Hauptdarsteller, den sonst eigentlich mit exzellenten Leistungen glänzenden Paul Bettany ("A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn", "Master & Commander – Bis ans Ende der Welt"), der wohl mal ein ernstes Wörtchen mit seinem Manager reden sollte. Der angesehene Brite ist der wohl unglaubwürdigste Actionstar seit Michael Keaton in "Batman", was nicht so schlimm wäre, stünde auch hier ein kreatives Mastermind wie Tim Burton hinter der Kamera. Leider dringt dem Film vielmehr Regisseur Scott Stewart Background als Visuelle-Effekte-Spezialist aus allen Poren - besser kann man nicht illustrieren was es heißt, erzählerische Substanz zugunsten des visuellen Stils zu opfern. Wenn man sich dann auch noch schamlos bei anderen künstlerischen Quellen bedient (John Carpenters "Das Ende" trifft die Bibel fasst es wohl gut zusammen), darf man sich nicht wundern, wenn der Film es letztlich nicht schafft, eine eigene Identität zu kreieren.

Was dem auf Sparflamme lodernden Unterhaltungslevel am Ende völlig das Licht ausbläst, ist die Tatsache, das "Legion" sich verdammt ernst nimmt. Ohne den kleinsten Anflug von augenzwinkerndem Humor erzählt der Film grimmig seine Geschichte von einem Gott, dem der Geduldsfaden mit der Menschheit gerissen ist. Auch die ermüdenden Längen, in denen wir mehr über die Vergangenheit der Protagonisten erfahren und die für Scott wohl "Charaktermomente" sein sollten, tragen nicht wirklich zum Wohlbefinden des Kinobesuchers bei. Die Ausgangsituation hätte durchaus Potential für eine interessante Geschichte über den Zorn Gottes, über Verdammnis und Erlösung gehabt, aber so verschwenderisch wie hier wurde wohl noch nie damit umgegangen. Am Ende fragt man sich als Zuschauer unwillkürlich, warum Gott eigentlich ein paar Leute in einem abgelegenen Kaff so viele Probleme bereiten - und wieso Paul Bettany sich diesem sinnfreien Abenteuer überhaupt angeschlossen hat.


Filmkritik von Gastautor

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