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Lakeview Terrace| Kritik 6/10

Kinostart
18.12.2008



Handlung

Chris (Patrick Wilson) und Lisa (Kerry Washington) haben ihren amerikanischen Traum erfüllt. Frisch verheiratet ziehen sie in ihr neues Traumhaus, in einer feinen Vorstadtsiedlung. Zwar ernten sie dank ihrer verschiedenen Hautfarben einige argwöhnische Blicke der Nachbarn, aber sie machen sich nichts daraus - nicht ihr Problem. Doch bereits nach kurzer Zeit zeigt sich ihr direkter Nachbar Abel Turner (Samuel L. Jackson), als unangenehmer Zeitgenosse. Der Polizist, ein allein erziehender Vater, fungiert als eine Art Nachbarschaftswache in der Siedlung. Zusehends unangenehmer wird das Verhalten des eigenwilligen Moralapostels, gegenüber dem jungen Paar. Die Situation eskaliert, als Chris und Lisa versuchen, sich gegen die Schikanen des Nachbarn zur Wehr zu setzen...


Filmkritik | Lakeview Terrace

Die Filmhandlung ist typisch für die Arbeit von Regisseur Neil LaBute. Schon in den vergangenen Jahren beschäftigte er sich liebend gerne mit den Abgründen zwischenmenschlicher Beziehungen. Auch sein neuester Streifen Lakeview Terrace verspricht subtile Spannung und ist eine Mischung aus Thriller und Sozialdrama.

"Lakeview Terrace" ist eigentlich der Name einer überschaubaren, idyllischen Siedlung in Kalifornien. Dies ändert sich allerdings schnell, als das frisch verheiratete Paar Chris und Lisa in ihr neues Haus einzieht und dem ordnungsfanatischen Polizist Abel, gespielt von Samuel L. Jackson, hilflos ausgeliefert scheint. Aus nachbarschaftlichen Streitereien entwickelt der Film erst Stück für Stück eine Handlung, wie es eines Thrillers würdig erscheint. Der Film verzichtet gekonnt auf vordergründige Effekte, setzt vielmehr die Hauptdarsteller in Szene und vermittelt auf grandiose Art und Weise, die Hilflosigkeit des verängstigten Pärchens. Dabei werden Klischees des echten Lebens geschickt verwendet, um dem Film eine reale Echtheit und Authentizität zu geben. So zum Beispiel die Tatsache, dass Samuel L. Jackson, als scheinbar seriöser und hilfsbereiter Polizist, unter einer Schutzglocke seine Nachbarn an den Rand des Nervenzusammenbruchs treiben kann. So klingt es äußerst zynisch, wenn das Pärchen nach jedem Hilfeschrei immer wieder mit dem Hinweis beruhigt wird, dass es sich neben einem Polizisten sicher fühlen könne.

Die große Spannung, Lebendigkeit und Bedrohung verdankt der Film vor allem der schauspielerischen Glanzleistung von Hauptdarsteller Samuel L. Jackson. Ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren oder diese überhaupt nur eine Sekunde in Frage zu stellen, wechselt er gekonnt und geschickt vom besorgten Nachbarn zum gefährlichen Psychopathen. Interessanterweise schlägt man sich bei Lakeview Terrace unweigerlich auf die Seite des Bösen. Das Pärchen wirkt zu keinem Zeitpunkt annähernd oder gar sympathisch. Ganz im Gegenteil: Der konfliktscheue Chris und die hysterische Linda beginnen schnell zu nerven und entsprechende nachbarschaftliche Attacken werden oftmals zum schadenfrohen Ereignis.

Der Film wurde so geschickt konzipiert, dass die Zuschauer lange im ungewissen gelassen werden. So wird der Hauptgrund für Abels rassistisches Verhalten erst in Hälfte zwei erklärt und mit einem traumatischen Erlebnis aus der Vergangenheit begründet.

Die subtile Spannung des Films bringt jeden Zuschauer an den Rand des Wahnsinns. Allerdings wirkt diese zum Ende des Films derart überdreht, dass der Reiz und das Interesse am Film schnell enden. Größter Schwachpunkt von "Lakeview Terrace" ist unbestritten das Ende.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Lakeview Terrace

© Sony Pictures Releasing GmbH

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