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Ladykillers| Kritik

Kinostart
2004



Handlung

Um das benachbarte Spielkasino um den Inhalt seines Tresors zu erleichtern, mietet Professor Dorr (Tom Hanks) sich bei Marva Munson (Irma P. Hall), einer alten allein stehenden Dame ein, in deren Keller er angeblich mit seinen Freunden musiziert. Stattdessen graben sie einen Tunnel zum Tresorraum, den sie nach begangener Tat mittels einer Sprengladung wieder beseitigen wollen. Als Mrs. Munson den Machenschaften ihres Untermieters auf die Schliche kommt, scheint es nur noch eine Alternative zu geben: Sie muss dran glauben. Da niemand diesen Job freiwillig übernehmen will, wird gelost, doch es scheint nicht so einfach zu sein, die alte Dame um die Ecke zu bringen...


Filmkritik | Ladykillers

Trotz einiger Szenen, die auf den "unvorbereiteten" Zuschauer etwas makaber wirken könnten, dürften die Fans der Coen-Brüder von Ladykillers eher enttäuscht sein. Unvergessliche Bilder - wie zum Beispiel der Fuß im Häcksler in Fargo - werden hier nicht geboten, aber die gab es bereits in Ein unmöglicher Härtefall nicht mehr. Ein paar nette Einfälle hatten die Gebrüder allerdings auch diesmal, doch da die Rollen für mein Gefühl fast durchweg fehlbesetzt waren, vor allem die Hauptrolle mit Tom Hanks, ist ein bestenfalls durchschnittlicher Film dabei herausgekommen. Vielleicht hat auch die Tatsache, dass es sich hier um ein Remake eines Klassikers von 1955 handelt, ihre eigene Kreativität gebremst.

Die schauspielerischen Leistungen waren eher unterdurchschnittlich, allenfalls routiniert, lediglich Tzi Ma in der Rolle des schweigsamen Generals sorgte immer wieder für die Art von Situationskomik, wie ich sie von einem Coen-Film erwarte. Tom Hanks konnte ich weder die Rolle des Musik liebenden Professors noch die des Gangsters wirklich abnehmen. Er wirkte auf mich gekünstelt und irgendwie verkrampft, was der Glaubwürdigkeit des Geschehens auf der Leinwand nicht eben zuträglich war.

Die Schlussszene mit Mrs. Munsons Katze brachte mir schließlich zu Bewusstsein, dass ich wirklich gerade einen Film der Coens gesehen hatte. Ich werde mir vermutlich auch ihr nächstes Werk ansehen, allerdings mit heruntergeschraubten Erwartungen, sodass ich vielleicht zur Abwechslung positiv überrascht sein werde.


Filmkritik von Monika Hübner

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Steckbrief
Regie
Ethan Coen, Joel Coen

Darsteller
Diane Delano, Irma P. Hall, J. K. Simmons, Marlon Wayans, Ryan Hurst, Tom Hanks, Tzi Ma

Genre
Komödie, Krimi

Tags
Banküberfall, Coen-Brüder
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Budget
35 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
76 Mio. US-Dollar (weltweit)



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