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La Zona| Kritik 9/10

Kinostart
11.12.2008



Handlung

La Zona – „Betreten verboten“. Slums in Mexico-City liegen neben Villen-Vierteln. Natürlich müssen die Reichen sich selbst und ihr Hab und Gut vor den Armen Menschen, die nebenan im Slum mit Blick auf den Reichtum verhungern, schützen. Daher ist das Villen-Viertel von einer hohen Mauer, mit Stacheldraht und Stromzaun, umgeben. Doch was passiert, wenn dieser Schutz versagt und Jugendliche wie Miguel (Alan Chávez) es schaffen, in die Welt der Reichen einzubrechen, in die selbst die Polizei Zutrittsverbot hat, um Villen zu plündern? Die reichen Bewohner des Villen-Viertels greifen selbst zu den Waffen und es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd auf Leben und Tod.


Filmkritik | La Zona

Das neue Meisterwerk von Regisseur Rodrigo Plá, ist eine moderne Kritik an dem, in Mexico vorhandenen, „Zwei-Klassen-System“, in welchem die Selbstjustiz wegen dem Versagen des Staates wieder auflebt. Es werden die tiefen Abgründe der menschlichen Seele und das Phänomen "Gruppendynamik" in verschiedenen Situationen eindrucksvoll dargestellt. Angefangen von den Folgen einer korrupten Staatsgewalt, die sich selbst aus Geldgier aus einem ganzen Wohnbereich ausschaltet und sich somit handlungsunfähig im Notfall macht, bis hin zum kompletten Verlust der Menschlichkeit gegenüber Kindern. Das Schlimme daran ist, dass dieser Film nicht von sehr weit hergeholt ist und es wirklich, nicht nur in Mexico Orte gibt, an denen sich ähnliche Szenen bereits abspielen können oder es nicht mehr lange dauern wird, bis es so weit ist.

Der Film sollte alle zum Nachdenken bewegen und die sich andeutende Entwicklung stoppen. Wobei dieser Wunsch in der heutigen Zeit wohl utopisch ist. Es scheint die unvermeidbare, in der Art und Weise der menschlichen Rasse begründete, Zukunftsvision zu sein. Sehr bedauerlich eigentlich, da diese zwei Möglichkeiten der Existenz für beide Seiten nicht wirklich befriedigend sind. Die eine Seite, Reichtum und Wohlstand mit dem Preis der Angst vor Übergriffen und des Bestohlenwerdens und die andere Seite, Hunger, Armut und Hoffnungslosigkeit, ohne einen Gegenlohn. Ist es überhaupt möglich, eine Welt zu schaffen, in der es keine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ gibt? Versucht wurde es ja bereits, erfolglos. Es ist wirklich traurig mit anzusehen, wo auch wir uns langsam hinbewegen, denn auch in Deutschland klafft die Arm-Reich-Schere immer weiter auseinander. Ist es das, was wir wirklich wollen?

Abgesehen von der thematischen Tiefe, kommt aber auch der Unterhaltungswert nicht zu kurz. Insbesondere Freunde von spannungsreichen Verfolgungsjagden und Nervenkitzel kommen natürlich auf ihre Kosten. Auch beweist die Strukturierung der Handlungen die gute Hollywood-Schule des Regisseurs und lässt während des Films nicht einen Hauch von Langeweile aufkommen.


Filmkritik von Gastautor

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Steckbrief
Regie
Rodrigo Plá

Darsteller
Alan Chávez, Andrés Montiel, Blanca Guerra, Carlos Bardem, Daniel Giménez Cacho, Daniel Tovar, Enrique Arreola, Maribel Verdú, Marina de Tavira, Mario Zaragoza

Genre
Drama

Tags
Mexiko, Slums
Gastkritiken
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Herstellungsland
Mexico




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