Kurzer Prozess - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Kurzer Prozess| Kritik

Kinostart
01.01.2009



Handlung

"Der Pate", "Heat" und "Kurzer Prozess". Die zeitlichen Abstände der Werke, in denen Robert De Niro und Al Pacino gemeinsam zu sehen sind, werden kleiner und dies soll sich nach Aussage der Beiden in dieser Art weiter entwickeln.

12 Jahre nach dem Kassenschlager Heat kommt mit "Kurzer Prozess" ein düsterer Bullenstreifen in die Kinos. Der, wie sollte es auch anders sein, in New York spielt. Die erfahrenen Detektive David Fisk (Robert De Niro) und Thomas Cowan (Al Pacino) jagen einen Serienkiller und geraten im Laufe der Zeit, nicht völlig grundlos, selbst in den Fokus der Ermittlungen. Um Schwerverbrecher, die vorerst einer Verurteilung entgehen, hinter Gitter zu bringen, ist ihnen fast jedes Mittel recht. Da die zahlreichen Morde nur auf einen Insider zurück zu führen sind, bringt diese notwendige Härte einen dementsprechenden und logischen Verdacht mit sich.


Filmkritik | Kurzer Prozess

Es ist wirklich schade, dass eine Menge Leute die Besonderheit dieses Streifens verkennen werden. Die einen erwarten angesichts des "Duo Infernale" womöglich zu viel und die anderen sind schon zu stark an die üblichen Hollywood-Streifen gewöhnt, als das sie sich auf einen einfachen Cop-Movie einlassen könnten. Ein Umstand der zu bedauern ist, handelt es sich bei "Kurzer Prozess" doch um ein zeitloses Werk der alten Schule, in dem nicht nur die Hauptdarsteller glänzen. Sicher, auf die Begutachtung des Filmplakates und die darauf unweigerlich folgende Abfrage der Festplatte des Oberstübchens nach "Curtis Jackson" (50 Cent) und Donnie Wahlberg (New Kids on the Block) folgt anfangs ein Stirnrunzeln - unberechtigt wie sich heraus stellen sollte. Auch die Struktur des Filmes ist überraschend, wähnt man sich als Betrachter doch schon relativ früh in Sicherheit was den Ausgang der Geschichte angeht, um dann im Laufe der Zeit festzustellen, dass die Auflösung nicht ganz so daher kommt wie angenommen. Niemand sollte "Kurzer Prozess" voreilig mit den üblichen Verdächtigen vergleichen, wobei auf emotionaler Ebene sicherlich Parallelen bestehen - und wer dem Film eine gewisse Ausgedehntheit unterstellt, hat den Sinn eines guten Drehbuchs wohl missverstanden und sollte sich schnellstens Filme wie "Last Action Hero" in das Laufwerk schieben.

Wie Robert de Niro es anstellt, nach all den Jahren immer noch glaubhaft zu wirken und Al Pacino - der inzwischen ein wenig an die italienische Light-Version von Keith Richards erinnert - die Rolle, in einer gespielten Leichtigkeit, wie einen Bergbach ins Tal fließen lässt, ist schlichtweg phänomenal. "Kurzer Prozess" ist ein Film, der wirkt wie sich ein gutes Buch liest - ohne großes Feuerwerk das hier und da gekonnt platziert wird, als viel mehr wie eine Kerze die gleichmäßig vor sich hin lodert. "Kurzer Prozess" ist allerdings kein Film, den man sich wieder und wieder ansehen muss, kein Klassiker der in die Geschichte eingeht, und trotzdem ein Streifen, den man in 20 Jahren vielleicht einmal wieder zufällig irgendwo bei den öffentlich-rechtlichen werbefrei zu sehen bekommt und sich freut, dass im Jahre 2008 doch noch gute Filme produziert wurden. Etwas, was man über den Großteil der aktuellen Erscheinungen dann womöglich nicht mehr sagen kann.


Filmkritik von Johnny Künstler

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Kurzer Prozess

© Kinowelt Filmverleih

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 6 * 6 - 16 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Kurzer Prozess abspielen

Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Righteous Kill

Budget
60 Mio. US-Dollar




Benutzername

Passwort

Anzeige