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Krieg der Götter| Kritik 7/10

Kinostart
11.11.2011



Handlung

Der unbarmherzige König Hyperion (Mickey Rourke) führt seine Armee auf einen mörderischen Feldzug quer durch Griechenland. Er ist auf der Suche nach einer legendären Waffe, einem sagenumwobenen Bogen, der ihm übermenschliche Macht verleihen soll. Mit Hilfe dieser Waffe will er die einst von den Göttern verbannten Titanen aus den Tiefen der Unterwelt, dem Tartarus, befreien, sich an den Göttern des Olymps für deren Sturz rächen und die Menschheit für immer zerstören.
Nachdem ein altes Gesetz besagt, dass sich die Götter nicht in das Schicksal der Menschheit einmischen dürfen, muss Zeus (Luke Evans) eine schwere Entscheidung treffen: Der Göttervater wählt den sterblichen Krieger Theseus (Henry Cavill) aus, um gegen Hyperion und die übermächtigen Titanen zu kämpfen. Theseus, der den Mord an seiner Mutter rächen will, zieht schließlich an der Seite der schönen Priesterin Phaedra (Freida Pinto) und seiner Gefolgschaft in den Krieg, um die Herrschaft der Titanen zu verhindern und die Menschheit zu retten...


Filmkritik | Krieg der Götter

Das Heldenepos „Thor“ trifft aus recht unerklärlichen Gründen auf das verwirrende Actiongemisch „Inception“ und hier und da ist deutlich eine Prise „300“ zu schmecken – so fühlt sich Tarsem Singhs (Regie, bekannt durch „The Fall“ und „The Cell“) neues 3D-Götterwerk „Krieg der Götter“ an. Dabei stellt das beeindruckende 3D-Kino wahrhaftig ein optisches Epos dar. Viel mehr aber auch nicht.

Die Story, dem der Film zugrunde liegt, ist zwar gut und durchdacht aber recht dünn. So erschließt sich dem Zuschauer recht schnell, wohin der Film will und was den verschiedenen Leinwandschurken und Filmhelden im Laufe der kommenden Spielzeit alles wiederfahren wird. Leider bedient sich „Krieg der Götter“ dabei jedoch an so vielen typischen Handlungssträngen und auch an verschiedenen Klischees, dass noch nicht einmal die minimalste Überraschung auf das Publikum wartet. In Sachen guter, fesselnder und auch überraschender Handlungen und Wendungen kann „Krieg der Götter“ schlichtweg ganz und gar nicht überzeugen. Allerdings versucht man es eindeutig noch nicht einmal.

Vielmehr beschleicht einen schnell das Gefühl, dass man überwiegend Wert auf beeindruckende Effekte legt. Sicherlich nicht ganz unbegründeterweise, denn das Publikum ist nicht zuletzt wegen vergleichbarer Filme anspruchsvoll geworden. Haushohe Roboter, täuschend echte magische Schlachten und ganze am Computer kreierte Welten liefern heute Vorlagen, die in den Schatten gestellt werden müssen, um zu begeistern. Heute ist nichts mehr unmöglich und das ist grundlegend auch gut so. Immerhin möchten wir uns dem Kinositz entziehen und eine andere Welt entdecken. Und das ist Singh mit „Krieg der Götter“ eindeutig mehr als nur gelungen. Die Effekte sind geradezu von gigantischer Natur und bilden, gemeinsam mit dem sehr gelungenen Soundtrack, eine mitreißende Filmmischung. Ebenfalls sehr überzeugend kommt das sehr gelungen zusammengesetzte Casting daher. Bahnbrechende Leistungen liefern Leinwandgrößen wie Mickey Rourke (unter anderem bekannt durch „9 ½ Wochen“ und „Pulp Fiction“) und Henry Cavill („Die Tudors“ und „Der Sternwanderer“) in Singhs Werk aber leider nicht wirklich.

Krieg der Götter“ ist etwas schwer in tragende Schlussworte zu fassen. Die Gründe sind die, dass der Film zwar eindeutig durch und durch unterhaltsam ist – sich dies aber auf eine sehr oberflächliche Art und Weise des Entertainments bezieht. Am besten lässt sich sagen, dass es sich bei „Krieg der Götter“ ganz sicher um einen fantastischen 3D-Film handelt, der einen in eine fremde Welt entführt. Aufgrund der sehr dünnen Story ist allerdings fraglich, ob sich der Film für einen späteren Kauf auf DVD oder für den Heimgenuss eignet. Unterhaltungskino pur also … aber leider auch nicht viel mehr als das.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Krieg der Götter

© Constantin Film

Kommentare


30.10.2011, 22:10:35
Der Film wandelt eindeutig auf den Pfaden von 300. Jedenfalls was die Optik angeht!

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Alternativ- bzw. Originaltitel
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