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Knowing| Kritik

Kinostart
09.04.2009

Handlung

Lexington, Massachusetts, 1959: Schüler füllen eine Zeitkapsel mit eigenen Zeichnungen zum Thema „Die Welt in 50 Jahren“ und vergraben diese schließlich. 50 Jahre später gräbt man die Kapsel wieder aus und die Schüler der Gegenwart bekommen eben diese Zeichnungen. Darunter ist auch ein Blatt voller Zahlenreihen, das die kleine Lucinda (Lara Robinson) geschrieben hat, ein schüchternes und angstvolles Kind. Dieses Blatt geht nun an Caleb (Chandler Canterbury), der mit seinem Vater, dem Astrophysiker John Koestler (Nicolas Cage) nach dem Tod seiner Mutter alleine lebt. Das Interesse des Wissenschaftlers an den merkwürdigen Zahlenreihen ist schnell geweckt und er erkennt darin die Voraussagen von Katastrophen, die tatsächlich eingetreten sind – unter anderem ist hier der obligatorische 11. September aufgeführt. Ein weiteres Unglück, das kurz darauf in New York stattfindet, kann John nicht mehr verhindern. John Koestler kommt zu der Überzeugung, dass das letzte Ereignis auf Lucindas Blatt eine apokalyptische Katastrophe ankündigt, welche die gesamte Menschheit vernichten könnte.


Filmkritik | Knowing

Klingt alles recht spannend und originell? Im Prinzip schon, aber Alex Proyas ("Dark City", "The Crow"), der nach einer Pause von fünf Jahren auf den Regiesessel zurückkehrt, hadert hier beim genaueren Hinsehen mit denselben Problemen, mit denen es sich schon bei der misslungenen Isaac Asimov Verfilmung „I, Robot“ das Leben selbst schwer machte. Man kann nicht wirklich belegen, dass die Regie von Proyas technische Fehler aufweisen würde, aber es gelingt ihm auch mit einem fast schon überbesetzt wirkenden Nicolas Cage nicht, seine Charaktere zu echter Glaubwürdigkeit finden zu lassen. „Knowing“ beginnt dabei durchaus interessant und auch wenn das Mystery-Vision-Genre in den letzten Jahren deutlich zu häufig bedient wurde, baut sich hier recht schnell Spannung auf. Leider folgen irgendwann die üblichen Klischees: Flüsterstimmen aus dem Dunkeln, mysteriös-bedrohliche Gestalten (hier meist schweigend und in dunkle Mäntel gehüllt) tauchen an jeder Ecke auf. Das ist weder neu, noch funktioniert es und der Spannungserzeugung dient es schon gar nicht. Und wie schon bei „I, Robot“ verliert sich Proyas auch bei „Knowing“ irgendwann in der Ecke der laufenden Banalitäten. Keine Frage, mit gelungenen Effekten geizt der Film nicht, aber diese überdecken eben die Mängel in der Handlung nicht und gewiss nicht die schiere Enttäuschung über ein Ende, das der Film eigentlich nicht verdient hat und das Filmfans schon fast mit einem ärgerlichen Gefühl im Bauch das Kino verlassen lässt.

Nicolas Cage spielt seinen Part mit einiger Routine runter; mehr aber auch nicht – Glanz verleiht er Proyas Streifen in keinem Fall. Man fragt sich während der Laufzeit von fast 120 Minuten öfter, warum ein solches Drehbuch satte acht Jahre bis zu seiner Fertigstellung benötigt hat? Originelle Einfälle jedenfalls sucht man weitestgehend vergeblich und das pseudo-religiöse Finale ist tatsächlich nur schwer zu verdauen. Wer Mystery über alles stellt, mag hier eine Zeitlang passabel unterhalten werden – Fans intelligenter Plots sollten sich eher für einen anderen Film entscheiden.


Filmkritik von Gastautor

Bilder / Fotos

Knowing

© Concorde Filmverleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Alex Proyas

Darsteller
Adrienne Pickering, Alex Proyas, Chandler Canterbury, D.G. Maloney, Danielle Carter, Lara Robinson, Nadia Townsend, Nicolas Cage, Rose Byrne

Genre
Dokumentation, Mystery, Thriller

Tags
Weltuntergang, Zeitreise
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Herstellungsland
USA

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