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Kindsköpfe| Kritik 3/10

Kinostart
05.08.2010



Handlung

Fünf alte Freunde und ehemalige Sportkameraden (Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, Rob Schneider und David Spade) treffen sich nach vielen Jahren wieder, um ihrem verstorbenen Basketball-Trainer aus Kindheitstagen die letzte Ehre zu erweisen. Zusammen mit ihren Ehefrauen (Salma Hayek, Maria Bello, Maya Rudolph) und Kindern verbringen sie das lange Feiertagswochenende rund um den 4. Juli in einem Haus am See, wo sie vor langer Zeit einmal ihre Meisterschaft gefeiert haben. Die Freunde versuchen, da anzuknüpfen, wo sie damals aufgehört haben, und stellen fest, dass Älterwerden nicht automatisch auch Erwachsenwerden bedeutet.


Filmkritik | Kindsköpfe

Bei den Kindsköpfen ist Comedy-Superstar Adam Sandler nicht nur der Headliner, er zeichnete auch für Drehbuch sowie Produktion verantwortlich und vertraute die Regie dem, ebenfalls komödiantisch erprobten, Dennis Dugan an. Dazu versammelte Sandler noch Chris Rock, Kevin James und andere US-Comedy-Größen, stellte ihnen Stars wie Maria Bello oder Salma Hayek Pinault an die Seite und besetzte den großen Steve Buscemi für eine kleine Nebenrolle. Soviel Schauspiel-Power in einer amüsanten Familienkomödie mit uramerikanischen Anklängen verspricht Großes und enttäuscht dann aber umso mehr.

Mit dem übergroßen Aufmarsch an Stars kommen Film und Regie nicht klar, das Ensemble steht sich förmlich gegenseitig auf den Füßen. Keiner von ihnen hat wirklich den Raum, um sein Können auszuspielen und ihre Charaktere bleiben in Entwicklungsansätzen stecken. Hayek und Bello verkommen zudem zur bloßen Staffage und Stichwortgeberinnen für ihre Filmgatten, wobei Maria Bello außerdem noch als gelegentlich laktierende Mutter, die auch ihren vierjährigen Sohn noch stillt, für einige abstruse humoristische Ausfälle zu sorgen hat. Und genau in diesem Humor der „Kindsköpfe“ liegt ein weiterer Grund, warum dieser Film nicht überzeugen kann, denn Adam Sandler hat zwar bereits die 40 Lenze überschritten, aber große Teile seines Witzes scheinen in der tiefsten Pubertät stecken geblieben zu sein. Flatulenz von Hunden, Menschen die wiederholt mit dem Gesicht in Häufchen eintauchen und andere abgenutzte Toiletten- und Sexwitzchen haben ihren Zenit längst überschritten und werden durch ständige Wiederholung nicht mehr besser. Auch das komprimierte Ambiente von amerikanischen Werten und Traditionen rund um die Geschichte der Jugendfreunde, die sich als vermeintlich gestandene Männer wiedertreffen, um ihrem alten Basketball-Coach die letzte Ehre zu erweisen, gerät für europäische Augen zu plakativ und dick aufgetragen.

Kindsköpfe“ versucht sich größtenteils mit planlosem Herumalbern und schwenkt am Ende gar noch in Richtung eines moralisierenden Zeigefingers, wenn ein Charakter nach dem anderen zur Läuterung von fehlgeleiteten Lebenswegen antritt. Auch diese Wendung misslingt schließlich, komplettiert aber letzten Endes nur den sehr dünnen Gesamteindruck des Films, welcher lediglich vom fröhlichen 80er Jahre Soundtrack einigermaßen aufgelockert wird.


Filmkritik von Gastautor

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Kindsköpfe

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Steckbrief
Regie
Dennis Dugan

Darsteller
Adam Sandler, Cameron Boyce, China Anne McClain, Chris Rock, David Spade, Gary Busey, Jamie Chung, Joyce Van Patten, Kevin James, Madison Riley, Maria Bello, Maya Rudolph, Rob Schneider, Salma Hayek, Steve Buscemi

Genre
Komödie
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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Grown Ups




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