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Kein Mittel gegen Liebe| Kritik 5/10

Kinostart
06.10.2011



Handlung

Marley (Kate Hudson) genießt ihr Leben in vollen Zügen: Sie hat tolle Freunde, lebt in einem hippen Apartmenthaus im Herzen New Orleans und ist erfolgreich im Job. Ihre Freizeit genießt sie mit ihren besten Freunden in ihrem Lieblingsclub und gegen heißen Sex mit ihrem Lover hat sie auch nichts einzuwenden. Nur feste Liebesbeziehungen sind nicht ihr Ding. Ausgerechnet eine schwere Krankheit soll all dies ändern. Der schüchterne Dr. Goldstein (Gael García Bernal) tritt in ihr Leben und sie begreift, wie wichtig die große Liebe für ein erfülltes Leben ist. Und so öffnet Marleys Lebensfreude und Kampfeswille allen Beteiligten die Augen für die wirklich wichtigen und schönen Dinge im Leben...


Filmkritik | Kein Mittel gegen Liebe

Es ist wohl eindeutig, um welche Zielgruppe es sich bei „Kein Mittel gegen Liebe“ handelt - viele männliche Zuschauer wird der Film wohl nicht ins Kino locken können. Es gibt zahllose romantische Komödien, die zudem mit Kitsch überladen sind, und trotzdem für einen gemütlichen Abend in trauter Zweisamkeit sorgen können. Dazu gehören beispielsweise „Freundschaft Plus“ oder auch „Freunde mit gewissen Vorzügen“, diese Filme können sich unter gewissen Umständen auch Männer ansehen, ohne dass sie das cineastische Erlebnis ausschließlich mit 90 Minuten purer Folter vergleichen können. „Kein Mittel gegen Liebe“ mit diesem Etikett zu versehen, mag etwas drastisch wirken, dieses Urteil lässt sich jedoch begründen.

In Bezug auf die unglaubwürdige Handlung weiß der Kinogänger genau, was ihn erwartet. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass eine unglaubwürdige Handlung automatisch für einen schlechten Film sorgt. Das Gegenteil hat schließlich „P.S. Ich liebe dich“ bewiesen. Obwohl hier das Kitsch-Barometer ständig ‚Sturm-der-Gefühle‘ anzeigt, wirkte der Streifen stets sympathisch und auf gewisse Weise glaubwürdig. Wer ein romantisches Drama mit einigen Feel-Good-Momenten sehen möchte, der akzeptiert gern einen mitunter etwas konstruiert wirkenden Plot. Doch was sich die Regisseurin von „Kein Mittel gegen Liebe“ gedacht haben muss, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben. Natürlich ist der geneigte Hollywood-Fan gewöhnt, dass sich Filme oftmals außerhalb ihrer eigenen ‚Sphäre‘ bewegen, das macht ja solch einen Film in der Regel auch erst interessant, man möchte den Reichen und Schönen zusehen. Doch in „Kein Mittel gegen Liebe“ wird diese Formel maßlos übertrieben. Das reiche, verwöhnte Mädchen führt ein Leben in Saus und Braus, erfährt durch ihre Krebserkrankung dann jedoch ein furchtbares Schicksal, um schließlich im Angesicht des Todes die Liebe ihres Lebens zu finden. Was die Regisseurin hiermit erreichen möchte, liegt auf der Hand: Die Kinogänger soll eine emotionale Achterbahnfahrt erleben, die er niemals vergisst. Das Ganze wirkt allerdings so künstlich, so aufgesetzt, dass man sich nur Fragen kann, weshalb man so für dumm verkauft wird.

Kate Hudson ist eine gute Schauspielerin, ihre Rolle möchte man ihr dennoch nicht so recht abkaufen. Das mag zugegebenermaßen auch zu einem großen Teil an Gael García Bernal liegen, denn die beiden harmonieren in keinster Weise. Ein Liebespaar, das nicht sympathisch wirkt, hat es wahrlich schwer, die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Einziger Pluspunkt in „Kein Mittel gegen Liebe“ sind die Nebendarsteller. Zwar sind der schwule Nachbar und der Callboy auch keine gänzlich neue Erfindung, diese sorgen jedoch wenigsten für ein bisschen Unterhaltung.

Frauen sollten sich zweimal überlegen, ob denn „Kein Mittel gegen Liebe“ unbedingt derjenige unvermeidliche Pärchen-Film sein muss, für den es wieder einmal Zeit wird. Darauf lassen sich Männer immer wieder zum Wohle einer harmonischen Beziehung ein. Doch wenn sie ihn tatsächlich zu diesem Film zwingen sollte, dann wird dies das letzte Mal gewesen sein.

Doch auch für Frauen ist der Film nicht gerade das, was man den reinsten Spaß nennt. Wegen der unglaubwürdigen Schauspieler, der übermäßig kitschigen und übertriebenen Dialoge und der hanebüchenen Handlung werden auch nur wenige Frauen ihre Freude mit „Kein Mittel gegen Liebe“ haben.


Filmkritik von Gastautor

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