Handlung
Männer kämpfen gegen Könige, Könige gegen Götter. Selbst die Götter führen Krieg gegeneinander – und dadurch könnten sie die Welt vernichten. Perseus (Sam Worthington) ist als Gott geboren, aber als Mensch aufgewachsen. Ohnmächtig muss er erleben, wie seine Familie dem Rachegott Hades (Ralph Fiennes), dem Herrn der Unterwelt, zum Opfer fällt. Weil er nun nichts mehr zu verlieren hat, erklärt Perseus sich zu dem tollkühnen Versuch bereit, Hades zu überwinden, bevor dieser den Götterkönig Zeus (Liam Neeson) entmachtet und die Erde ins Höllenchaos stürzt. Auf gefährlichen Pfaden führt Perseus eine Gruppe unerschrockener Krieger in die verbotenen Welten. Dabei muss er sich gegen infernale Dämonen und fürchterliche Monster wehren, doch eine Chance auf Erfolg hat er nur, wenn er seine göttliche Kraft akzeptiert, der Vorsehung trotzt und sein Schicksal in die eigenen Hände nimmt.
Filmkritik | Kampf der Titanen
Die griechische Mythologie und ihre antike Sagenwelt sind ein Thema, das derzeit in vielen Hollywood-Verfilmungen aufgegriffen wird. Zuletzt 2007 mit "Troja" und erst kürzlich mit "Percy Jackson - Diebe im Olymp". Nun kommt das Remake von "Kampf der Titanen" in die Kinos, bei dem der damalige Regisseur Ray Harryhausen bereits 1981 mächtig in die Trickkiste gegriffen hat.
2010 versucht sich Luis Letterier an der Weiterentwicklung der Perseus-Saga und präsentiert sie im bildgewaltigen 3D-Gewand. Für Hauptdarsteller Sam Worthington, der bereits in "Avatar" das blauhäutige Volk der Na'vi retten durfte, eine gewohnte Szenerie. Mit einer Ausnahme: "Kampf der Titanen" wurde nicht in 3D gedreht, sondern nachträglich bearbeitet. Darunter leiden nicht nur die Kontraste, sondern auch der Gesamteindruck des Films. Tiefendimension? Fehlanzeige! Auf die 3D-Brille kann getrost verzichtet werden.
Dabei klingt die Story von "Kampf der Titanen" gar nicht schlecht: Mann gegen Mann, Gott gegen Gott, jeder gegen jeden. Die üblichen Machtkämpfe eben. Erinnert ein wenig an "300", bleibt letzlich aber weit dahinter zurück. Die Dialoge wirken fast schon dümmlich und zerstören den epischen Eindruck, den Regisseur Letterier mit ausgefallenem Getier und beeindruckenden, wenn auch verwaschenen, Bildern aufbauen will. Antike griechische Mythologie? Ja, ganz nett. Aber in Hollywood interessiert man sich dann doch eher für die Spezialeffekte. Die bringen zwar etwas Bewegung in das Fantasy-Abenteuer, retten es aber nicht vor dem Untergang. Hätte Zeus den Film sehen können, er hätte wohl unter Garantie sein Geld zurückgefordert!
Überhaupt kommt die Frage auf, ob das kostspielige Remake wirklich nötig war. Schon das Original konnte, abgesehen von den damals legendären Stop-Motion-Animationen, nicht überzeugen und hat nach der Veröffentlichung fast 30 Jahre vor sich hin geschlummert. Auch "Kampf der Titanen" dürfte schnell in einen Dornröschen-Schlaf verfallen und in Vergessenheit geraten. Fliegende Pferde, gigantische Skorpione und Helden im Glitzer-Look machen eben noch lange keinen guten Film aus. Daran ändern auch große Namen wie Sam Worthington, Ralph Fiennes und Liam Neeson nichts, deren Skript ohnehin kaum der Rede wert ist.
Wer "Kampf der Titanen" dennoch sehen will, sollte sich mit der 2D-Version begnügen und das gesparte Geld in einen der kommenden 3D-Blockbuster investieren, die diese Bezeichnung auch wirklich verdient haben. Es ist fast schon dreist, dass Warner Bros. dieses schlecht konvertierte Proletenspektakel als 3D-Blockbuster verkauft.
Filmkritik von Gastautor