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Kalender Girls| Kritik

Kinostart
2003



Handlung

Was tut man nicht alles für einen guten Zweck. Nachdem Annies (Julie Walters) Mann John (John Alderton) an Leukämie erkrankt ist und Annie viele Stunden auf dem altersschwachen Sofa im Warteraum für Angehörige des Krankenhauses verbracht hat, beschließen sie und ihre Freundin Chris (Helen Mirren), den Erlös des Kalenders, den sie jedes Jahr beim ortsansässigen Women's Institute herausbringen, dazu zu verwenden, dem Krankenhaus ein neues Sofa zu stiften. In Anbetracht dessen, dass der letzte Kalender gerade mal 75 Pfund eingebracht hat, haben sie diesmal eine ganz besondere Idee in Bezug auf die Gestaltung: Die Damen sollen sich bei ganz normalen Hausfrauentätigkeiten fotografieren lassen, doch damit es nicht so ein langweiliger Kalender wird, den wieder niemand kaufen will, sollen sie sich dabei im Evaskostüm präsentieren. Natürlich keine Nacktfotos, oh nein, das wäre ja Pornografie, sondern Aktfotos sollen es werden, denn das ist Kunst. Nun muss nur noch der richtige Fotograf her, damit es losgehen kann...


Filmkritik | Kalender Girls

Kalender Girls beruht auf einer wahren Geschichte; die Frauen aus Yorkshire, die sich etwas ganz Besonderes einfallen ließen, um Geld für die Krebsforschung zu sammeln, hat es tatsächlich gegeben. Mit dem Erlös wurde ein Labor der Leeds University ausgestattet, außerdem flossen Gelder dem Krankenhaus zu, in dem Angela Bakers Mann John behandelt wurde, bevor er 1998 starb. Nigel Cole ("Grasgeflüster") hat daraus einen bezaubernden Film gemacht, dessen ernstes Grundthema von so viel Situationskomik begleitet wird, dass man die Taschentücher getrost stecken lassen kann. Stattdessen sollte man Sinn für britischen Humor mit ins Kino bringen - wer Grasgeflüster gesehen hat, weiß, dass er sich auf so manchen skurrilen Einfall gefasst machen sollte.

Es ist äußerst vergnüglich, den Frauen in mittleren Jahren zuzusehen, wie sie langsam die Hemmungen verlieren, die Hüllen fallen zu lassen, wenn auch (zunächst) nicht vor einem Mann. Die Erkenntnis, dass der Hintern von George Clooney vermutlich knackiger ist als ihrer, soll schließlich dem guten Zweck nicht im Wege stehen. Und irgendwann erweist es sich doch als zu schwierig, wenn der Fotograf nur durch die (geschlossene) Tür seine Anweisungen gibt. Schließlich soll ein ansprechender Kunstkalender daraus werden. Dass nicht alle damit einverstanden sind, dass die biederen Hausfrauen sich plötzlich für verwerfliche Aktfotos hergeben, versteht sich von selbst. Wäre das nicht so, kämen vermutlich auch Zweifel daran auf, dass es sich hier wirklich um eine wahre Geschichte handelt. Aber genau wie bei Grasgeflüster hat Nigel Cole auch diesmal die Menschen gezeigt, wie sie nun einmal sind. Ein schöner Auftakt für das Kinojahr 2004, man kann nur hoffen, dass wir noch ein paar Filme dieses Kalibers zu sehen bekommen werden.


Filmkritik von Monika Hübner

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Steckbrief
Regie
Nigel Cole

Darsteller
Annette Crosbie, Celia Imrie, Helen Mirren, John Alderton, Julie Walters, Linda Bassett

Genre
Drama, Komödie

Tags
Fotografie
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Calendar Girls

Budget
10 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
96 Mio. US-Dollar (weltweit)



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