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Julie & Julia| Kritik 7/10

Kinostart
03.09.2009



Handlung

Kurz vor ihrem 30. Geburtstag fühlt sich Julie Powell (Amy Adams) ziemlich niedergeschlagen. Auf der Suche nach einer anderen Richtung, die sie ihrem Leben geben könnte, oder zumindest etwas Zerstreuung, entdeckt Julie eine neue Leidenschaft: Akribisch kocht sie innerhalb von einem Jahr alle 524 Rezepte in Julia Childs (Meryl Streep) berühmtem Kochbuch-Klassiker "Mastering the Art of French Cooking" nach und stellt anschließend ihre Erfahrungsberichte ins Internet – zur großen Freude einer zunehmend wachsenden Fangemeinde im Cyberspace.

Julia Child gehört bis heute zu den bekanntesten Köchinnen Amerikas und wurde in den 60ern durch ihre eigene Kochshow "The French Chef" berühmt. Es ist maßgeblich ihr Verdienst, die Französische Küche und ihre Kochtechniken in den USA bekannt gemacht zu haben.


Filmkritik | Julie & Julia

Vom Inhalt von „Julie & Julia“ kann man leicht darauf schließen, dass dies ein typischer Frauenfilm ist. Der Film soll der Unterhaltung dienen. Trotzdem werden versteckt in Nebensätzen, Gesten oder scheinbar unbedeutenden Ereignissen auch ernstere Töne angeschlagen. Es lohnt sich also durchaus den Film mehrmals zu sehen, um die vielen verschiedenen Schichten von „Julie & Julia“ herauszufiltern.

Der Kinostreifen basiert auf dem gleichnamigen Buch, das wiederum auf einem Blog basiert. Man kann also sagen, dass dieser Film der Erste ist, der auf einem Blog basiert. Es wurden viele kleine Details aus diesem Werk in den Film mit übernommen. Leider war es, wie so oft bei Buchverfilmungen, unumgänglich einiges wegzulassen. Einige Lieblingsbegebenheiten der Leser werden im Film leider nicht vorkommen. Allerdings regt der Film vielleicht dazu an die beiden dazugehörigen Bücher einmal zu lesen, um sich selbst ein Urteil darüber erlauben zu können, wie der Film im Vergleich zur Buchvorlage abgeschnitten hat. Julias Geschichte basiert auf ihrer Biographie „My life in France“ und Julies auf „Julie & Julia: 365 Tage, 524 Rezepte und 1 winzige Küche“.

Mit der Besetzung der beiden Hauptrollen haben die Macher des Films genau ins Schwarze getroffen. Die Grand Dame Hollywoods Meryl Streep verkörpert Julia Child. Neben ihrem Film „Mamma Mia!“ ist das ihre freundlichste Rolle seit langem. Meist stellt sie eher biestige und strenge Frauen dar, wie etwa in ihrer Paraderolle in „Der Teufel trägt Prada“. So ist es anfangs schwierig ihr die Rolle der fröhlichen, revolutionären Köchin abzunehmen. Doch umso mehr der Zuschauer Teil des Films wird, desto überzeugender wird Meryl Streep, was nicht zuletzt ihrem großartigen Talent zu verdanken ist. Wer die wirkliche Glanzleistung der Schauspielerin beurteilen will, sollte sich auf youtube einmal originale TV- Ausschnitte der echten Julia Child ansehen. Meryl Streep bekommt ihre Stimmlage, den Dialekt und den Tonfall perfekt hin.

Julie Powell wird verkörpert von Amy Adams. Sie ist zwar sehr talentiert und witzig, kann aber leider gegen eine Charakterfigur wie Meryl Streep nicht ankommen. Hätte der Film sich allein auf Julias Geschichte konzentriert, wäre er wohl der erfolgreichste dieses Jahres geworden. Trotzdem ist wohl beiden Schauspielern eine Oscar- Nominierung sicher. Die beiden Handlungsstränge werden geschickt miteinander verknüpft. Verbindet die beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Frauen doch so viel mehr als die Leidenschaft fürs Kochen. Gott sei Dank verzichtet Drehbuchautorin und Regisseurin Nora Ephrons auf eine kitschige Zusammenführung der beiden Charaktere.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Julie & Julia

© Sony Pictures Releasing

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